| Wissenschaftlicher Name
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| Coenagrion hastulatum
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| Charpentier, 1825
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Die
Speer-Azurjungfer (
Coenagrion hastulatum) ist eine
Libellenart aus der
Familie der
Schlanklibellen (Coenagrionidae).
Merkmale
Die Speer-Azurjungfer erreicht eine Flügelspannweite von etwa vier Zentimeter. Innerhalb der europäischen Arten ist sie relativ klein und zierlich gebaut. Die Männchen besitzen eine blau-schwarze, die Weibchen eine grün-schwarze Zeichnung auf dem
Thorax- und dem Hinterleib. Von den anderen Azurjungfernarten Europas kann man die Männchen an Hand der charakteristischen Zeichnung auf dem 2. und 3. Hinterleibssegment unterscheiden. Die schwarze Zeichnung auf dem 3. Hinterleibssegment bildet eine Speerspitze, von der diese Art ihren deutschen und auch wissenschaftlichen Namen (hastulatus = kleiner Speer) hat. Charakteristisch für die Männchen ist ein recht blasses Blau mit einem leichten Grünschimmer. Die Weibchen sind, wie bei fast allen Azurjungfern, am Sichersten an der Ausformung des Vorderbrust-Hinterrandes zu bestimmen.
Verbreitung und Lebensraum
Die Speer-Azurjungfer lebt vor allem an nährstoffarmen
Moorseen, seltener an kleineren und verwachsenen Kleingewässern.
Lebensweise
Die Flugzeit dieser Libellen fällt in den Mai bis Juli. Die Tiere halten sich vor allem in der Ufervegetation auf, wo auch die Paarung stattfindet und
Paarungsräder angetroffen werden können. Die Eier werden vom Weibchen vor allem in
Torfmoose und die untergetauchten Blätter des
Wollgrases eingestochen, dabei befindet es sich häufig in Tandemstellung mit dem Männchen. Beide tauchen gemeinsam und können mit Hilfe einer die Körper umhüllenden Luftblase bis zu einer halben Stunde unter Wasser bleiben, tun dies jedoch nicht so häufig und andauernd wie die Mond-Azurjungfern.
Die Larven schlüpfen nach etwa zwei bis drei Wochen und verstecken sich in schwimmenden Pflanzenteilen. Die Entwicklungszeit kann zwischen einem Jahr im Süden des Verbreitungsgebietes und drei bis vier Jahren in Nordschweden betragen.
Gefährdung
Die Speer-Azurjungfer wird aufgrund der durch Trockenlegung verschwindenen Lebensräume als "Gefährdet" in der
Roten Liste geführt (Gefährdungsklasse 3), die Bedrohung ist also nicht so deutlich wie bei der Mond-Azurjungfer.
Literatur
- W. Stichmann, U. Stichmann-Marny, E. Kretzschmar (1996): Der große Kosmos Naturführer - Tiere und Pflanzen, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3440094545
- Bellmann H (1993): Libellen beobachten – bestimmen, Naturbuch Verlag Augsburg, ISBN 3-894-40522-8
- Jurzitza G (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3-440-08402-7
Weblinks
Kleinlibellen