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Spartacus ist ein amerikanischer Sandalenfilm von 1960, der auf der wahren Begebenheit des Spartacusaufstands im antiken Rom basiert. Da über den historischen Spartacus nur wenig bekannt ist, ist diese Darstellung seines Lebens zum großen Teil fiktiv. Dem Drehbuch lag der gleichnamige Roman von Howard Fast zugrunde. 2004 wurde von Robert Dornhelm das Remake Spartacus veröffentlicht.

Handlung


Der Sklave Spartacus, seit Jahren im Bergbau zur Zwangsarbeit verpflichtet, wird in die Gladiatorenschule des Lentulus Batiatus verkauft. Hier erlebt er, wie die Sklaven erniedrigt werden und sie auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen müssen. Doch eines Tages rebelliert er. Er entfesselt einen Sklavenaufstand und beginnt eine Revolte gegen Rom.

Auszeichnungen


Der Film erhielt 1961 vier Oscars:

  • Peter Ustinov als Bester Männlicher Nebendarsteller
  • Beste Ausstattung
  • Beste Kamera
  • Bestes Kostümdesign

Außerdem wurde der Film als Bester Schnitt und Beste Musik nominiert, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.

Entstehung


Als „star vehicle“ von Kirk Douglas, der auch Ausführender Produzent war, unter der Regie von Anthony Mann gestartet, kam es bald zwischen den beiden zu Meinungsverschiedenheiten, worauf Mann gefeuert wurde und Douglas den damals noch relativ unbekannten Stanley Kubrick mit der Regie betraute. Er hatte bereits bei Wege zum Ruhm (Paths Of Glory) mit ihm zusammengearbeitet.

Dies war für Kubrick sicher ein Wendepunkt seiner Karriere, da er bei diesem Film erstmals keine uneingeschränkte künstlerische Freiheit hatte. So entschloss er sich, zukünftig keinen Film mehr zu drehen, bei dem er kreative Kompromisse eingehen musste.

Aufsehen erregte auch die Wahl des Drehbuchautors. Kirk Douglas verpflichtete Dalton Trumbo, der in den 1950er Jahren während der McCarthy-Ära als einer der Hollywood Ten auf der Schwarzen Liste des HUAC stand.

Der Film musste viele Schnittvorgänge hinter sich bringen. Unter andem wurde auch eine Szene zwischen Laurence Olivier (Crassus) und Tony Curtis (Antoninus) gestrichen. In dieser Szene, in der die antike Homosexualität gezeigt wird, erregt es Crassus beinahe, als Antoninus ihn badet. 1991, als der Film von Robert A. Harris restauriert wurde, wurde diese Szene nachträglich eingefügt. Allerdings ging in der Zwischenzeit das Band mit dem Ton verloren. Da Olivier aber bereits 1989 verstorben war, las Anthony Hopkins die Zeilen von Crassus, und Tony Curtis, der ja noch lebt, seinen Antoninus.

Für die Rolle der Varinia wurden zuvor unter anderem auch Ingrid Bergman, Jeanne Moreau und Elsa Martinelli in Betracht gezogen, bevor die Wahl auf Jean Simmons fiel, die in einer Szene mit entblößtem Oberkörper auftrat.

Bedeutung


Der Film selbst besticht durch großartige Schauspieler selbst in Nebenrollen, großartige Monumentalszenen und geschmackvolle Photographie. Die historische Genauigkeit ist, wie bei Hollywood-Produktionen üblich, eher vernachlässigt, aber im Vergleich zu ähnlichen Filmen doch überdurchschnittlich.

Sein langfristiger Ruhm ist dennoch wohl in erster Linie seinem Platz in der Kubrick-Filmographie zu verdanken; Kubrick selbst sah es als „notwendiges Übel“ an. Nach dem kommerziellen Erfolg dieses Films war er als Regisseur etabliert und konnte nun seine eigenen Visionen verwirklichen.

Spartacus gilt als einer der bedeutendsten Filme seines Genres. Um die Geschichte des größten Sklavenaufstandes der antiken Geschichte zu realisieren, wurden bis zu 9.000 Statisten verpflichtet. Allein sechs Wochen der 167-tägigen Dreharbeiten wurden von Regisseur Stanley Kubrick verwendet, die monumentalen Schlachten zu drehen.

Medien


DVD-Veröffentlichung

  • Spartacus. Special Edition. 2 DVD-Set, Universal 2004

Literatur

  • Howard Fast: Spartacus (OT: Spartacus). Unionsverlag, Zürich 2005, ISBN 3-293-20326-4
  • Marcus Junkelmann: Hollywoods Traum von Rom: „Gladiator“ und die Tradition des Monumentalfilms. Zabern, Mainz 2004. ISBN 3-8053-2905-9

Weblinks

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