Spartacus ist ein amerikanischer Sandalenfilm von 1960, der auf der wahren Begebenheit des Spartacusaufstands im antiken Rom basiert. Da über den historischen Spartacus nur wenig bekannt ist, ist diese Darstellung seines Lebens zum großen Teil fiktiv. Dem Drehbuch lag der gleichnamige Roman von Howard Fast zugrunde. 2004 wurde von Robert Dornhelm das Remake Spartacus veröffentlicht.
Der Film erhielt 1961 vier Oscars:
Außerdem wurde der Film als Bester Schnitt und Beste Musik nominiert, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.
Dies war für Kubrick sicher ein Wendepunkt seiner Karriere, da er bei diesem Film erstmals keine uneingeschränkte künstlerische Freiheit hatte. So entschloss er sich, zukünftig keinen Film mehr zu drehen, bei dem er kreative Kompromisse eingehen musste.
Aufsehen erregte auch die Wahl des Drehbuchautors. Kirk Douglas verpflichtete Dalton Trumbo, der in den 1950er Jahren während der McCarthy-Ära als einer der Hollywood Ten auf der Schwarzen Liste des HUAC stand.
Der Film musste viele Schnittvorgänge hinter sich bringen. Unter andem wurde auch eine Szene zwischen Laurence Olivier (Crassus) und Tony Curtis (Antoninus) gestrichen. In dieser Szene, in der die antike Homosexualität gezeigt wird, erregt es Crassus beinahe, als Antoninus ihn badet. 1991, als der Film von Robert A. Harris restauriert wurde, wurde diese Szene nachträglich eingefügt. Allerdings ging in der Zwischenzeit das Band mit dem Ton verloren. Da Olivier aber bereits 1989 verstorben war, las Anthony Hopkins die Zeilen von Crassus, und Tony Curtis, der ja noch lebt, seinen Antoninus.
Für die Rolle der Varinia wurden zuvor unter anderem auch Ingrid Bergman, Jeanne Moreau und Elsa Martinelli in Betracht gezogen, bevor die Wahl auf Jean Simmons fiel, die in einer Szene mit entblößtem Oberkörper auftrat.
Sein langfristiger Ruhm ist dennoch wohl in erster Linie seinem Platz in der Kubrick-Filmographie zu verdanken; Kubrick selbst sah es als „notwendiges Übel“ an. Nach dem kommerziellen Erfolg dieses Films war er als Regisseur etabliert und konnte nun seine eigenen Visionen verwirklichen.
Spartacus gilt als einer der bedeutendsten Filme seines Genres. Um die Geschichte des größten Sklavenaufstandes der antiken Geschichte zu realisieren, wurden bis zu 9.000 Statisten verpflichtet. Allein sechs Wochen der 167-tägigen Dreharbeiten wurden von Regisseur Stanley Kubrick verwendet, die monumentalen Schlachten zu drehen.
Filmtitel | Filmtitel 1960 | US-amerikanischer Film | Literaturverfilmung | Historienfilm | Monumentalfilm
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