Ein Spannungstensor ist ein Tensor zweiter Stufe, der die mechanischen Spannungen an einem bestimmten Punkt innerhalb der Materie beschreibt.
In einer gedachten Schnittfläche durch die Materie übt die in Gedanken weggeschnittene Materie auf die verbliebene Materie eine Spannung aus, die sich als Spannungsvektor aus einer Zugspannungskomponente (rechtwinklig zur Schnittfläche wirkend) und zwei Schubspannungskomponenten (in der Schnittfläche wirkend) zusammensetzt.
Am jeweiligen Ort schneiden sich drei solche gedachten Schnittflächen, und die drei Spannungsvektoren in ihnen werden zum Spannungstensor zusammengefasst:
Dabei bezeichnen die Basisvektoren des Koordinatensystems und das dyadische Produkt (Tensorprodukt zweier Vektoren).
Folgende Skizze verdeutlicht dies am Beispiel eines herausgeschnittenen sehr kleinen Volumenelements für kartesische Koordinaten; die Betrachtungen gelten für die rechte obere hintere Ecke:
In einer konkreten Schnittfläche, deren Orientierung durch ihren nach außen gerichteten Normalenvektor beschrieben wird, ergibt sich der Spannungsvektor , indem man den Spannungstensor mit dem Normalenvektor skalarmultipliziert:
Das Wort „Spannungstensor“ stellt eine Tautologie dar, da bereits der Begriff „Tensor“ auf das lateinische tensio, „Spannung“, zurückgeht.
Siehe auch:
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Spannungstensor".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world