Die Spanische Legion (span. Legión Española), eine ehemalige spanische Fremdenlegion, ist eine militärische Eliteeinheit der spanischen Armee. Sie ist besonders entlang der marokkanischen Küste im Einsatz.
Sie besteht aus der Brigada de la Legión „Rey Alfonso XIII“ (BRILEG) (auf Fuerteventura und in Ronda) und zwei sogenannten Tercios, dem Tercio „Gran Capitán“ 1º de la Legión (in Melilla) und dem Tercio „Duque de Alba“ 2º de la Legión (in Ceuta). Die Legión Española wurde als spanisches Pendant zur französischen Fremdenlegion mit der Bezeichnung Tercio de Extranjeros gegründet, ist jedoch heute keine Fremdenlegion mehr. Bevor Spanien seine afrikanischen Territorien aufgeben musste, war die Legion in der damaligen Spanisch-Sahara stationiert.
Nach Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges 1936 schickte General Francisco Franco seine spanische Legion an die Bürgerkriegsfront, um an der Seite der deutschen Legion Condor zu kämpfen und ermöglichte so die Errichtung einer jahrzehntelangen Diktatur (1939-1975). Mussolini schickte 1939 italienische Freiwillige, von denen vielen in den Reihen der spanischen Legion u.a. in der Schlacht von Madrid kämpften.
Während der 1950er und 1960er Jahre kämpfte die spanische Legion vorwiegend in Nordafrika. 1961 wurde das Fallschirmjäger-Bataillon der spanischen Fremdenlegion aufgestellt. 1969 kämpften die Legionäre in Marokko und angrenzenden Gebieten.
Nachdem General Francisco Franco am 20. November 1975 gestorben war, wurden die spanischen Legionäre aus den Wüsten Nordafrikas und der Sahara zurück nach Spanien verlegt.
1987 wurde von der spanischen Regierung beschlossen, keine Ausländer mehr in die Reihen der spanischen Legion aufzunehmen. Spanische Legionäre, die nicht gebürtige Spanier sind, dürfen jedoch ihren Dienst weiter in der Legion versehen.
Nach 2000 wurde diese Regel soweit gelockert, dass auch Ausländer, die Spanisch als Muttersprache haben, in alle Einheiten der spanischen Armee aufgenommen werden können, auch in die ehemalige Fremdenlegion. Diese kommen vor allem aus den ehemaligen Kolonien in Lateinamerika und Äquatorialguinea, aber z.B. auch aus Deutschland.
Heute übernimmt die spanische Legion im Namen Spaniens UNO-Friedensmissionen, u.a. in Bosnien, Kroatien, Angola, Nicaragua, Haiti, El Salvador und Guatemala.
Traditionell dürfen spanische Legionäre Vollbärte und halb offenes Hemd tragen. Anders als französische Legionäre tragen spanische Legionäre ein grünes Schiffchen mit roten Kordeln. Ebenso haben sie ihre eigene Militärmusik, Schritttempo und Anrecht auf die Anrede Caballero Legionario (C.L.). Die offizielle Hymne der Legion ist "El novio de la muerte" (dt. Der Bräutigam des Todes). Sie bewahrt den Augapfel ihres Gründers José Millán Astray wie eine Reliquie auf.
Militär (Spanien) | Militärischer Verband (Spanien)
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