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Der Span ist ein Stück vom Werkstück, das durch eine keilförmige Werkzeugschneide abgehoben wurde.

Ein Span entsteht, wenn das Keil in das Werkstück eindringt. Zunächst wird der Werkstoff vor dem Keil gestaucht und verfestigt. Wird der Druck aufrechterhalten, nimmt die Scherspannung im Werkstück zu und ein Span wird abgetrennt. Der Span wird über die Spanfläche des Keils abgeleitet.

Damit die Späne möglichst wenig Platz beanspruchen und leichter abtransportiert werden können, kann mit einer Spanleitstufe oder Spanformstufe versucht werden, Späne möglichst kurz zu halten.

Spanarten


Es gibt drei verschiedene Arten von Span. Die Spanart hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wichtige Einflussfaktoren sind dabei:

Reißspan

Wird ein spröder Werkstoff durch ein spanendes Verfahren bearbeitet, entsteht meist der Reißspan. Kleine Spanwinkel und niedrige Schnittgeschwindigkeiten begünstigen ebenfalls die Bildung von Reißspänen. Durch dem Keil vorausgehende Risse im Werkstück löst sich der Span ohne wesentliche Verformung. Durch das Herausbrechen des Spans ist die Oberfläche des Werkstücks nach reißspanender Bearbeitung rauh.

Scherspan

Der Scherspan entsteht durch eine Verformung in der Scherzone. Das Material des Span wird dabei über das Umformvermögen beansprucht. Der Span reißt parallel zur Ebene in einzelne Lamellen auseinander. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass Lamellen miteinander verschweißt werden. Der Scherspan entsteht bei einer niedrigen Schnittgeschwindigkeit.

Fließspan

Der Fließspan entsteht durch eine Verformung in der Scherzone. Dabei wird das Verformungsvermögen des Materials nicht überschritten. Die Umformung erfolgt somit in allen Schichten gleichmäßig. So entsteht ein zusammenhängender Span. Der Fließspan entsteht bei einer hohen Schnittgeschwindigkeit und hohen Temperaturen. Eine weitere Bildungsbedingung ist der positive Spanwinkel.

Spanform


Die Spanform beschreibt das Aussehen des Span nach der Bearbeitung des Werkstückes.

  • ungünstig:
    • Bandspäne
    • Wirrspäne
    • Lange Wendelspäne
  • gut:
    • kurze zylindrische Wendelspäne
    • Spiralspäne
    • Bröckelspäne / Spanbruch

Holzspäne


  • Hobelspäne fallen bei der Weiterverarbeitung von in Sägewerken erzeugtem Schnittholz an. Sie werden als Rohstoff für die Spanplattenindustrie und für die Pelletierung verwandt.

  • Gatterspäne und Sägemehl fallen in allen Betrieben an, die Holz schneiden oder spanen. Je nach Holzart beinhalten sie Rindenanteile oder sind aus rindenlosem Holz erzeugt. Gatterspäne und Sägemehl werden für die Decklage von Spanplatten und in den letzten Jahren für die Erzeugung von Engergiepellets verwendet. Pellets sind runde, 6-11 mm dicke, zu runden Holzstücken verpresste Holzspäne. Die Qualität folgt den Vorschriften der DIN oder Ö-Norm. Pellets werden aus getrockneten, beimischungsfreien Holzspänen hergestellt.

Siehe auch

Industrierestholz | Material

Swarf | Spoun

 

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