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Der Circuit de Spa-Francorchamps ist eine für die Formel 1 geeignete Rennstrecke in Belgien. Sie liegt in den Ardennen zwischen den Städten Spa und Malmedy, nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Wegen der zu überwindenden Höhendifferenz von etwa 100 Metern und der vielen Kurven, in denen hohe Fliehkräfte auftreten, trägt die Strecke auch den Beinamen "Ardennen-Achterbahn". Seit 1924 bzw. seit 1950, mit einer Unterbrechung von 1971 bis 1983 und 2006, wird dort u.a. der Große Preis von Belgien ausgetragen.

Die ursprünglich 14,120 km lange Strecke war unter den Fahrern beliebt. Berühmte Mutkurven wie "Eau Rouge" und "Masta Knick" verlangten den Piloten alles ab, nur die Besten fuhren sie ohne vom Gas zu gehen. Die über Landstraßen führende, grob dreiecksförmige Strecke verfügte über lange Geraden und wenige, aber sehr schnelle Kurven. Kurz vor Start und Ziel mussten die Fahrer jedoch für die enge Haarnadelkurve La Source hart abbremsen. Nicht nur die schnelle Streckenführung und die schlechte Absicherung, sondern auch das unberechenbare Wetter machten Spa-Francorchamps lebensgefährlich. Aufgrund der großen Streckenlänge war es möglich, dass es bei Start und Ziel trocken war, während es einige Kilometer weiter in Strömen regnete, so das die Rennwagen wie 1966 mit großer Geschindwigkeit in einen nassen Streckenabschnitt einfuhren.

Die Strecke wurde ab 1970 aus dem Grand-Prix-Kalender verbannt, weil sie aufgrund der hohen Geschwindigkeiten als zu gefährlich eingestuft wurde. Die alte Streckenvariante kann am PC mit der Simulation Grand Prix Legends weiterhin "befahren" werden.

GP_Strecke_Belgien.jpg 1983 schließlich wurde Spa, nach langen Umbaumaßnahmen, wieder anstatt Zolder in den Kalender aufgenommen. Die Strecke wurde schon 1979 auf die Hälfte verkürzt (aktuell 6,976 km). Der neue Streckenteil zweigt nach der Kemmel-Geraden ab und führt nach der Stavelot-Kurve auf die alte Strecke zurück. Durch diesen Umbau gelang es, die Sicherheit zu erhöhen und doch den Charakter zu erhalten. Heutzutage rasen die F1-Boliden mit 300 km/h durch die "Eau Rouge" und noch immer zählt sie zu den beliebtesten Rennstrecken der Fahrer.

Ab 2001 wurden die Teile der Strecke, die noch reguläre Landstraßen waren, für den öffentlichen Verkehr gesperrt und durch eine neue Umgehungsstraße ersetzt. Seither ist der Circuit de Spa-Francorchamps eine permanente Rennstrecke. Ein Kuriosum von Spa sind zwei Startvarianten und Boxenanlagen. Während sich die Start-Ziel-Linie für die Formel 1 vor der Haarnadel von "La Source" befindet, werden andere Rennen noch auf der Bergab-Geraden vor "Eau Rouge" gestartet. Dort befinden sich auch noch die alte Boxenanlage.

Nach der Saison 2005 forderte die Formel-1-Administration umfangreiche Umbauarbeiten an der Strecke, vor allem im infrastrukturellen Bereich. Anfang 2006 war mit den Bauarbeiten noch nicht begonnen worden, so dass eine Fertigstellung zum geplanten Rennen nicht gewährleistet war. Daher wurde die Strecke aus dem Rennkalender für die Saison 2006 gestrichen.

Neben der Formel 1 finden in Spa-Francorchamps auch Rennen zahlreicher anderer Motorsport-Klassen (z.B. DTM, Formel 3, WTCC, Motorrad-Endurance, CHC) genutzt.

Die bekanntesten Langstreckenrennen bzw. Sportwagenrennen dort sind die "24h Spa" und die "1000km Spa" der Le Mans Endurance Series.

Des Weiteren gibt es auf dem Gelände eine Kart-Bahn und einen Motocross-Kurs.

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