| SOEP | Das Sozio-oekonomische Panel | »Leben in Deutschland« |
Mit Hilfe des SOEP können politische und gesellschaftliche Veränderungen in Deutschland beobachtet und analysiert werden. Die Daten helfen soziologische, ökonomische, psychologische, demographische, gesundheitswissenschaftliche und geografische Fragestellungen zu beantworten.
Sie werden zur Auswertung als elektronischer Datensatz an ForscherInnen und wissenschaftliche Forschungsgruppen weitergegeben, wenn Voraussetzungen vorliegen, die die Einhaltung der Bestimmungen des deutschen Datenschutzes gewährleisten.
Die Stichprobe umfasste im Erhebungsjahr 2003 etwa 12.000 Haushalte mit mehr als 20.000 Befragungspersonen (und über 6.000 Kindern, die in den Haushalten leben). Themenschwerpunkte sind unter anderem Haushaltszusammensetzung, Erwerbs- und Familienbiographie, Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.
Die Befragung selbst, also die Feldarbeit und die Interviews in den Haushalten, führt das Umfrageinstitut TNS Infratest Sozialforschung (München) für das Sozio-oekonomischen Panel durch. Sie heißt dort Leben in Deutschland.
Die Stärken des SOEP bestehen vor allem in seinen besonderen Analysemöglichkeiten durch
Die Befragten werden nicht nur zu objektiven Merkmalen wie beispielsweise ihrem Einkommen oder den Merkmalen ihrer Wohnung, sondern auch zu subjektiven Merkmalen, so z. B. über Sorgen und ihre Lebenszufriedenheit befragt.
Die Personen nehmen freiwillig an der Befragung teil; im Gegensatz etwa zum amtlichen Mikrozensus.
Die Daten des Sozio-oekonomischen Panels unterliegen den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). D.h. die im Interview erhobenen Daten werden im SOEP anonymisiert, so dass einzelne Befragte nicht mehr erkennbar sind, und die Daten als "statistische Mikrodaten" an wissenschaftliche Forschungsgruppen zur Analyse weitergegeben werden können. Dafür ist der Abschluss eines Datenweitergabevertrages mit dem DIW Berlin notwendig.
Zurzeit werden die SOEP-Daten von über 400 Nutzungsgruppen weltweit ausgewertet. Etwa 250 NutzerInnen analysieren die Daten in deutschen Forschungseinrichtungen (darunter in allen Universitäten und in 22 Fachhochschulen). Etwa 100 Nutzer arbeiten im Ausland, darunter etwa 50 in den USA. Prominenteste Nutzer sind die Nobelpreisträger James Heckman * (University of Chicago) und Daniel Kahneman (Princeton University).
Die Durchführung und Entwicklung des SOEP erfolgt als Serviceeinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
Leiter des SOEP ist seit 1989 Prof. Dr. Gert G. Wagner (TU Berlin), E-Mail: soepoffice@diw.de. Er ist auch Vorsitzender des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten (seit 2004).
Seit Anfang 2003 wird das SOEP als "Serviceeinrichtung" zu zwei Dritteln vom Bund (Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF) und zu einem Drittel vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Wissenschaft) finanziert. Von 1984 bis 2002 erfolgte die Förderung als Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Basis von Sondermitteln des Bundes und der Länder.
Datenbasen
Aktuelle Ergebnisse stellt das DIW Berlin in Form von Pressemitteilungen vor.
Aufgrund der weltweiten Nutzung der Daten fällt die Schreibweise "Sozio-oekonomischen Panels" etwas aus dem Rahmen: im Begriff "ökonomisch wird der Umlaut ö durch "oe" ersetzt, damit die Abkürzung international verständlich ist und gleichzeitig zum deutschen Namen passt. Im Englischen heißt die Erhebung German Socio-Economic Panel Study.
Quantitative Sozialforschung | Empirische Wirtschaftsforschung | Sozialpsychologie | Politikwissenschaft | Geographie | Forschungsinstitut | Wissenschaft (Berlin)
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Sozio-oekonomisches Panel".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world