| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsjahr: | 1994 |
| Sitz: | Berlin |
| Mitglieder: | 400 (Anfang 2005) |
Sie agitiert gegen die bürgerliche Ordnung und das gesellschaftliche Modell der Bundesrepublik. Sie fordert in trotzkistischem Sinne den Aufbau einer Herrschaft der Arbeiterklasse, die Abschaffung des kapitalistischen Wirtschaftssystems, Verstaatlichung der Produktionsmittel und eine demokratische Planwirtschaft. Erreicht werden soll diese Vorstellung durch „bewusste Aktion der Mehrheit der Arbeiterklasse“ – mit Streiks, Generalstreiks, Betriebsbesetzungen und letztendlich der Aneignung der Produktionsmittel und deren Überführung in Gemeineigentum. Deshalb wird sie seit geraumer Zeit durch den Verfassungsschutz beobachtet.
Am 30. September 2001 initiierte die SAV die Gründung der eigenständigen, globalisierungskritischen Jugendorganisation Widerstand international! wi.
Der bislang größte Wahlerfolg der SAV-Mitglieder (die Organisation ist keine Partei im Sinne des deutschen Parteiengesetzes und hat bisher entweder als örtliche Wählergemeinschaft oder gemeinsam mit anderen Linken in Wahlbündnissen kandidiert) war das Erringen eines Sitzes in der Rostocker Bürgerschaft (Christine Lehnert für "Sozialistische Alternative / Liste gegen Sozialkahlschlag") 2004 mit 4225 Stimmen. Weiterhin sind Mitglieder der SAV in den Stadträten von Aachen (Marc Treude für "Gemeinsam gegen Sozialkahlschlag"), Köln (Claus Ludwig für "Gemeinsam gegen Sozialraub") und Kassel (Nico Weinmann für die "Kasseler Linke für Arbeit und soziale Gerechtigkeit") vertreten, hier als Vertreter von kommunalen Wahlbündnissen.
Die SAV veranstaltet jährlich die "Sozialismustage", meist zu Ostern. Diese Veranstaltung zieht ca. 250 (2000) bis 400 (2003-2005) interessierte Personen an. Diskutiert werden dort verschiedenste aktuelle, historische und theoretische Themen.
Im April 2005 begann die SAV mit der Herausgabe des Theorieorgans "sozialismus.info", mit dem Untertitel "Magazin für marxistische Theorie und Praxis".
Entwicklung der Mitgliedszahlen: 2000: 300, 2001: 300, 2002: 350, 2003: ca. 380, 2004: 400, 2005: 400 Bundesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzberichte 2000-2005
In letzter Zeit genießt die SAV vor allem wegen des Streits über den Alleinantritt der Berliner WASG zu den Abgeordnetenhauswahlen 2006 bundesweite Aufmerksamkeit. Der Landesverband kritisiert die Linkspartei.PDS für ihre "neoliberale" Regierungspraxis (Mittragen von Privatisierungen, Stellenabbau in der öffentlichen Verwaltung etc.), die sie im Berliner Senat sowie in der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern mit der SPD als Koalitionspartner betreibe. Darum stimmte der Landesverband in einer Urabstimmung dagegen, mit der PDS zur Wahl anzutreten. Das Berliner WASG-Landesvorstandsmitglied und SAV-Mitglied Lucy Redler wurde zur Spitzenkandidatin der WASG-Landesliste gewählt. Dieser Alleinantritt verärgerte den WASG-Bundesvorstand. Die Parteiführung um Klaus Ernst und Oskar Lafontaine sah hierin eine Unvereinbarkeit mit den Bestrebungen, bis 2007 mit der PDS zu fusionieren. Im Mai 2006 setzte der WASG-Bundesvorstand den Berliner Landesvorstand um Lucy Redler ab, ernannte kommissarisch Hüseyin Aydin aus der Linksfraktion (PDS-Fraktion mit einzelnen WASG-Mitgliedern) zum Geschäftsführer und beauftragte ihn mit der Rücknahme der Wahlanzeige. Der linke Flügel und der Berliner Landesverband der WASG sowie die SAV sehen sich in diesem Konflikt im Recht, da einer der obersten beschlossenen Grundsätze der WASG sei, sich nur an Regierungen zu beteiligen, wenn dies eindeutig Verbesserungen für die Masse der Erwerbslosen, Beschäftigten, Jugendlichen und RentnerInnen herbeiführen würde. Die Regierungspraxis der PDS widerspreche diesem Grundsatz und stehe der Vereinigung der linken Kräfte zu einer glaubwürdigen Neuen Linken im Wege. Der These des Bundesvorstandes, die SAV wolle die Bildung einer breiten und offenen Neuen Linken verhindern, hält die SAV ihre Zusammenarbeit mit Linksparteimitgliedern in Aktions- und Wahlbündnissen auf lokaler Ebene entgegen.
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"Sozialistische Alternative Voran".
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