| Vorsitzender | Logo | |||
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| Basisdaten | ||||
| Gründungsdatum: | 5. April 1874 | |||
| Gründungsort: | Neudörfl | |||
| Vorsitzender: | Alfred Gusenbauer | |||
| stellvertretende Vorsitzende: | Gabi Burgstaller | |||
| Bundesgeschäftführerin: | Doris Bures | |||
| Stellvertretender Bundesgeschäftsführer: | Norbert Darabos | |||
| Klubvorsitzender: | Josef Cap | |||
| Mitglieder: | 430.000 (Stand: 1999) | |||
| Frauenanteil: | ca. 30 Prozent | |||
| Staatliche Parteienfinanzierung: | ||||
| Parteigliederung: | ||||
| 9 Landesorganisationen |
| 114 Bezirksorganisationen |
| 3589 Ortssektionen |
Trotz ihres Eintretens für die 2. Sozialistische Internationale unterstützte die SDAPÖ in den ersten Jahren des Ersten Weltkriegs die Regierungspolitik. Erst im Winter 1917/18 organisierte man umfangreiche Streiks, die auch ein Grund waren für das Ende der Monarchie und die Ausrufung der Republik Deutsch-Österreich im November 1918. Die SDAPÖ trat, wie die anderen im Nationalrat vertretenen Parteien, auch nach dem Vertrag von Saint-Germain für den Anschluss an Deutschland ein, man erwartete sich dort früher als in Österreich die sozialistische Revolution. Dieser Programmpunkt wurde am Parteitag 1933, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Deutschen Reich, gestrichen.
Während der gesamten ersten Republik standen sich zwei Parteiflügel gegenüber: die gemäßigten Sozialdemokraten (liberale Demokratie, Wohlfahrtsstaat) unter Karl Renner und die radikaleren Austromarxisten unter Otto Bauer. 1918-1920 bildeten die Sozialdemokraten eine große Koalition mit den Christlichsozialen. Damals wurden neben der Verfassung einige soziale Verbesserungen gesetzlich verankert (Achtstundentag, Betriebsrätegesetz etc.). Nachdem 1920 die Christlichsozialen die Wahlen gewonnen hatten, ging die Sozialdemokratische Partei in Opposition. Bis zum Ende der 1. Republik waren die Sozialdemokraten an keiner Regierung mehr beteiligt. In den 1920er Jahre entwickelte die SDAP vor allem in Wien, wo sie unter Bürgermeister Karl Seitz mit Zweidrittelmehrheit regierte, in kleinerem Umfang auch in den Industrieregionen der Steiermark und Oberösterreichs, ein Gegenmodell zur konservativen Regierung auf Bundesebene: das, vor allem durch den sozialen Wohnbau, auch international bekannt gewordene „Rote Wien“.
1924 wurde der „Republikanische Schutzbund“ als paramilitärische Organisation der SDAP gegründet, dem die Heimwehren gegenüberstanden. Das Linzer Programm von 1926, wesentlich von Otto Bauer beeinflusst, verstärkte noch einmal die Kluft zwischen „Rot“ und „Schwarz“. Die gewaltsamen Konflikte zwischen den paramilitärischen Organisationen der Parteien fanden in Folge des Schattendorfer Urteils 1927 einen ersten Höhepunkt in der „Julirevolte“.
1933 nutzte die christsoziale Dollfuß-Regierung die sogenannte Selbstausschaltung des Parlaments, um mit Notgesetzen autoritär weiter zu regieren. Die Einschränkung der politischen Rechte führte im Februar 1934 zum Bürgerkrieg. Daraufhin wurde die SDAP verboten und der austrofaschistische Ständestaat errichtet. Ihre Nachfolgepartei, die SPÖ wurde 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, gegründet.
siehe auch: Geschichte Österreichs: Februarkämpfe, Austrofaschismus und Ständestaat
Von 1966 bis 1970 war die SPÖ in Opposition. 1970 bildete der neue Parteivorsitzende Bruno Kreisky eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der FPÖ. Von 1971 bis 1983 regierte die SPÖ mit absoluter Mehrheit, danach bildete sie eine Koalition mit der FPÖ. Die Koalition wurde 1986, nach der Wahl Jörg Haiders zum FPÖ-Obmann, aufgelöst. Die SPÖ regierte bis 1999 in Koalition mit der ÖVP. Im Jahr 2000 musste die SPÖ aufgrund der ÖVP-FPÖ-Koalition in Opposition gehen. Bei der Nationalratswahl im Jahr 2002 erreichte sie Stimmengewinne, jedoch blieb durch die großen Mandatsgewinne der ÖVP die Mehrheit von ÖVP und FPÖ mit 5 Mandaten Vorsprung bestehen.
Bei den Landtagswahlen in Oberösterreich gewann die SPÖ im Jahr 2003 11% hinzu (von 27% auf 38%) und ist daher mit vier von neun Landesräten in der Landesregierung vertreten. In Salzburg gewann die SPÖ im März 2004 13% hinzu und erreichte 45 Prozent. Damit überholte sie die ÖVP, die auf 38% kam und stellt mit Gabi Burgstaller in Salzburg erstmals die Landeshauptfrau (diese Bezeichnung wird von Burgstaller vorgezogen). Ebenfalls 2004 gewann mit Heinz Fischer wieder ein SPÖ-Kandidat die Bundespräsidentenwahl.
1991 wurde die Partei in Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) umbenannt. Sie ist mit einem durchschnittlichen Nationalratswahlergebnis von 40% nach den schwedischen Sozialdemokraten die erfolgreichste sozialdemokratische Partei Europas.
2005 wurde nach mehr als dreijähriger Forschung der Bericht über die Aufklärung der sogenannten "braunen Flecken" innerhalb der Partei abgeschlossen. Er befasst sich mit SPÖ-Mitgliedern und SPÖ-Funktionären, die Mitglieder der NSDAP (vor dem Anschluss in Österreich illegal) gewesen waren. Als Beispiel wird der NS-Arzt und vermutliche Kindermörder in der NS-Euthanasieanstalt "Am Spiegelgrund", Heinrich Gross, genannt, der in der SPÖ zu hohen Ehren kam. Gross wurde mit mehreren Auszeichnungen der Republik versehen und von der österreichischen Justiz über lange Zeit vor Strafverfolgung geschützt. (s. auch Literatur, Links)
Nationalratswahlen 2002: 36,5%
Mandate (total 183): 69
Europawahlen 2004: 33,5%
Mandate (total 732, Österreich 18): 7
Landtagswahlen Wien 2005: 49,1% (+2,2% Prozentpunkte gegenüber 2001)
Landtagswahlen Burgenland 2005: 51,8% (+5,2 Prozentpunkte gegenüber 2000)
Landtagswahlen Steiermark 2005: 40,7% (+8,4 Prozentpunkte gegenüber 2000)
Landtagswahlen Salzburg 2004: 45,3% (+13,1 Prozentpunkte gegenüber 1999)
Landtagswahlen Kärnten 2004: 38,4% (+5,5 Prozentpunkte gegenüber 1999)
Landtagswahlen Vorarlberg 2004: 16,8% (+3,9 Prozentpunkte gegenüber 1999)
Landtagswahlen OÖ 2003: 38,3% (+11,3 Prozentpunkte gegenüber 1997)
Landtagswahlen NÖ 2003: 32,4% (+3,2 Prozentpunkte gegenüber 1998) Landtagswahlen Tirol 2003: 25,9% (+3,1 Prozentpunkte gegenüber 1999)
Siehe auch: Gemeinderatswahl in Wien 2005
Die Partei stellte mehrere Bundeskanzler und Bundespräsidenten:
Eine Auswahl aktiver SPÖ-Politiker und -Politikerinnen:
Außerdem stellte die SPÖ mit Johanna Dohnal die erste Frauenministerin.
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"Sozialdemokratische Partei Österreichs".
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