Sottrum ist eine Ortschaft der Gemeinde Holle, im Landkreis Hildesheim. Sottrum liegt in landschaftlich schöner Lage im Harzvorland, zwischen der Hildesheimer Börde und dem Wohldenberg. Die Nähe zu den Autobahnen A 7 und A 39 sowie zur Bundesstraße B 6 und B 444 sorgen für eine gute Verkehrsanbindung. Als öffentliche Verkehrsmittel stehen Busverbindungen und der Bahnhof Derneburg zur Verfügung.
Die Gemeinde Holle besteht aus den Ortschaften Derneburg, Grasdorf, Hackenstedt, Heersum, Henneckenrode, Holle, Luttrum, Sillium, Söder und Sottrum. Größte Ortschaft ist Holle vor Sottrum, Grasdorf und Sillium.
Die Kirche St. Martin bildete bis 1651 die ständige Pfarreinrichtung für die Sottrumer Katholiken.
Als die Preußen 1803 das Derneburger Schloss auflösten, sorgte der spätere Graf Ernst zu Münster dafür, das Sottrum 1817 eine neue Kirche im Ort erhielt. Diese im klassizistischen Stil erbaute Kirche wird fälschlicherweise oft dem hannoverschen Baumeister Laves zugeschrieben, der jedoch erst viel später für die Grafen Münster in Derneburg tätig war. Vor dem im Volksmund wegen ihrer Form als „Kaffeemühle“ bezeichneten Kirche stehen vier große Heiligenbilder aus Stein, die noch von der Derneburger Klosterkirche stammen. Die alte evangelische Kirche ist im Schiff modernisiert worden und nach der Zerstörung im 30jährigen Krieg wurde das Kircheninnere von 1745-1773 im Stil des Rokoko völlig neu gestaltet.
Die nahe Sottrum gelegene Brüggemühle existiert schon seit 1471, als der Graf Heinrich von Rhoden sie dem Derneburger Kloster schenkte. Die 1837 neu erbaute Wassermühle brannte 1956 aus, und 1966 erwarb der Wasserverband „Untere Nette“ das Staurecht der Brüggemühle, um die Regulierung der Nette vorzunehmen, Hochwasser zu vermeiden, die Wiesen für die Landwirtschaft zu entwässern und eine voll automatisierte Speicherung der Derneburger Fischteiche zu installieren.
Auf dem Weg nach Hackenstedt steht heute noch eine mächtige, in ihrer Krone stark beschnittene Eiche. Es ist Graf Herbert zu Münster zu verdanken, dass dieser eindrucksvolle Baum heute noch erhalten ist, denn bei der Verkoppelung von 1844 bis 1865 sollte die sogenannte „Kaisereiche“ gefällt werden, was der Graf durch die Wahl der Landabfindung und die Zahlung von 178 Talern für den Baum zu verhindern wusste
Den meisten auswärtigen Besuchern ist Sottrum heute durch seinen Freizeit- und Familienpark bekannt. In privater Eigenleistung entstand am südlichen Dorfrand ein außergewöhnlicher Erlebnispark mit einem Kinderbauernhof, einer Streichelwiese, einem Badesee, einem Ungezieferzoo, einem Giftgarten und einem Urzeitweg mit großen Sauriermodellen, Grillplätzen und Spielplatz. Hier kommen am Wochenende von April bis September hauptsächlich Familien mit Kindern zu Besuch und verbringen einen spannenden Ausflugstag.
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"Sottrum bei Holle".
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