Das Naturschutzgebiet Soos befindet sich in der Nähe des Kurortes Františkovy Lázně (deutsch Franzensbad) im Bezirk Eger der Karlovarský kraj im westlichen Tschechien. Man erreicht es über die Ortschaften Treben (deutsch: Trebendorf) und Nový Drahov (deutsch: Rohr). Autofahrer können ihr Fahrzeug in der Ortschaft Hajek parken. Von hier aus führt ein Holzsteg in dieses Moor- und Torfgebiet. Eine Mineralquelle, die reich an Glaubersalz, Eisensulfat und schwefelsaurem Kohlendioxid ist, hinterlässt hier überall ihre Spuren. Auf dem durch Mineralsalzen angereicherten Boden hat sich eine Flora gebildet, die ansonsten nur an Meeresrändern gedeiht. Bei trockenem Wetter erscheinen die durch Verdunstung des Wassers, abgeschiedenen Kristalle wie weiß-gelb-grüne Mosaikbilder, die beim nächsten Regen allerdings wieder verschwinden.
Am interessantesten in diesem Gebiet sind die Mofetten. Es sind dies Erscheinungen postvulkanischer Tätigkeit. In einer bis zu vier Meter starken Kieselgurschicht entstanden kuchengroße Trichterverbindungen, die meist mit schmutzigbraunem Wasser gefüllt sind. Daraus stößt kohlendioxidhaltiges Mofettegas hervor, das in der näheren Umgebung einen unangenehmen Geruch verbreitet. Durch den aufsteigenden Gasstrom sieht es aus, als würde das Wasser in den Trichtern kochen und brodeln. In populärwissenschaftlichen Kreisen gilt das tschechische Yellowstone, wie man das Soos mit seinen mit „Minivulkanen“ verglichenen Mofetten mitunter auch bezeichnet, als Kuriosität. Für den Geowissenschaftler ist das Gebiet interessant im Zusammenhang mit der geologischen und vulkanischen Aktivität im Gebiet um Vogtland, Nordwest-Böhmen, Fichtelgebirge und Oberpfalz, insbesondere im Zusammenhang mit den dort immer wieder auftauchenden Schwarmbeben.
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