Ein Sonnentag ist die Zeit eines vollen Umlaufs der Sonne um einen Beobachter auf der Erdoberfläche.
Der Sonnentag wird in der wahren Sonnenzeit (WOZ) gemessen, das ist die Zeit, die die Sonnenuhr (Gnomon) anzeigt. Er wird am Sonnenstand abgelesen, beginnt um 0 Uhr WOZ im Augenblick des unteren Meridiandurchgangs der Sonne und dauert bis um 24 Uhr WOZ der nächstfolgenden unteren Meridiandurchgang. Dabei ist dann beim oberen Durchgang durch den Meridian 12 Uhr WOZ oder Wahrer Mittag. Die Sonne steht dann exakt in Südrichtung.
Der Zeitraum zwischen zwei aufeinander folgenden Meridiandurchgängen ist nicht immer gleich, da sich die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn im Sommer langsamer und im Winter schneller bewegt, wie es das zweite Kepler-Gesetz beschreibt. Die Abweichung seit dem Durchlaufen des Perihels (der Periapsiszeit der Erde) summiert sich zur Zeitgleichung.
Er bildet die Grundlage für den Tag in der Kalenderrechnung und über die erwähnte Zerlegung auch den ursprünglichen Richtwert für die Sekunde und die darauf beruhenden SI-Einheiten der Zeit. Die SI-Sekunde selbst wird heute aber nicht mehr über den Mittleren Sonnentag definiert. Er ist (nahezu) identisch mit dem Kalendertag: Gelegentlich wird die Jahreslänge durch das Einfügen von Schaltsekunden korrigiert. Diese Anpassungen synchronisieren den auf Tag-Nacht-Zyklen der rotierend Erde beruhenden Kalender mit dem auf dem Erdumlauf um die Sonne beruhenden Tropischen Jahr und dem messtechnischen Jahr, also die Weltzeit mit der Universalzeit und der Atomzeit. Daher sind einzelne Kalendertage in seltenen Fällen eine Sekunde länger oder kürzer als der (astromomisch definierte) Bürgerliche Tag.
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"Sonnentag".
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