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Sonja Henie (* 8. April 1912 in Oslo; † 12. Oktober 1969 während eines Flugs von Paris nach Oslo) war eine norwegische Eiskunstläuferin.
Sportliche Erfolge
Schon als Elfjährige nahm Sonja Henie an den
Olympischen Winterspielen 1924 teil und erreichte den 8. Rang. Bei den Spielen setzte sie sich auf den Po und rief Hoppla. Seit diesem Zeitpunkt wurde sie auch
Fräulein Hoppla genannt. Allerdings musste sie während ihrer Kür mehrmals zu ihrem Trainer laufen, um zu fragen, was sie als nächstes zu tun hätte. Henie gewann
1927 als Fünfzehnjährige ihre erste von 10 aufeinander folgenden
Eiskunstlaufweltmeisterschaften und ein Jahr später ihre erste olympische Goldmedaille. Sie wurde von ihrem Vater unterstützt, der sie ausbildete und ihr Rückhalt war. Er war selbst Sportler gewesen und nahm ebenfalls an Olympischen Spielen teil. Allerdings hatte Henie durch die ehrgeizigen Ziele ihres Vaters nie eine richtige Kindheit.
Henie gewann 1928, 1932 und 1936 die Eiskunstlauf-Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen. Sie wurde außerdem sechsmal nacheinander Eiskunstlauf-Europameisterin. Sie ist damit eine der erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen aller Zeiten.
Henie gilt als diejenige Sportlerin, die als erste kurze Röcke als Kostüm im Eiskunstlauf einführte und als erste die Choreographie im Eiskunstlauf einsetzte.
Unter den Zuschauern der Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen war auch Adolf Hitler. Er lud die Norwegerin mit ihren Eltern auf den nahegelegenen Obersalzberg zum Essen ein. Kontakte zu hochrangigen Nazis lassen sich noch bis Anfang der vierziger Jahre nachweisen.
Profi- und Filmkarriere
Nach ihrem Rückzug aus dem Amateursport
1936 begann Sonja Henie eine Filmkarriere in
Hollywood und schloss mit mit dem Filmmogul
Darryl F. Zanuck von der
20th Century Fox einen Fünfjahresvertrag ab. In dieser Zeit starb ihr Vater, der ihr größter Rückhalt war, an einem Herzinfarkt. Danach nahm ihre Mutter die wichtigste Rolle in ihrem Leben ein. Zwischen
1937 und
1948 drehte sie zwölf erfolgreiche Filme. Sie wurde von
Clark Gable verehrt, heiratete ihn jedoch nicht. Danach tourte sie mit ihrer eigenen
Eisrevue durch die ganze Welt. Doch ihre große Zeit war Mitte der fünfziger Jahre vorbei, und das Unternehmen endete im finanziellen Desaster. Dennoch blieb sie eine wohlhabende Frau.
Aufbau einer Kunstsammlung
1956 trennte sie sich von ihrem zweiten Ehemann und heiratete den
Reeder Nils Onstad. Mit ihm ging sie zurück nach Norwegen. Sie widmete sich nun vornehmlich der
Kunstsammlung ihres Mannes. Gemeinsam bauten sie eine bedeutende Sammlung
moderner Kunst auf und gründeten ein Museum für Moderne Kunst, das „Henie Onstad Kunstsenter“ in
Høvikodden (nahe
Oslo), das 1968 eröffnet wurde.
Im September 1968 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert. Von der schweren Krankheit gezeichnet besuchte sie 1969 Freunde in Paris und starb auf dem Rückflug nach Oslo. Sie blieb kinderlos.
Filme
- One in a Million (dt.: Die Eisprinzessin), 1936 - mit Adolphe Menjou und Don Ameche. Das Studio entwickelte eine spezielle Kameratechnik, um die schnellen Bewegungen auf dem Eis einzufangen
- Thin Ice, 1937 - mit Tyrone Power. Einer der erfolgreichsten Filme des Jahres
- Happy Landing (dt.: Die Eiskönigin), 1938 - mit Don Ameche. Sonja Henie wird unter die 10 kassenstärksten Schauspieler gewählt
- My Lucky Star, 1938 - mit Richard Greene und Cesar Romero
- Second Fiddle, 1939 - mit Tyrone Power.
- Everything Happens at Night, 1939 - mit Ray Milland und Robert Cummings
- Sun Valley Serenade, 1941 - mit Glenn Miller und John Payne
- Iceland, 1942 - mit John Payne und Jack Oakie.
- Wintertime, 1943 - mit Jack Oakie, Cesar Romero und Carole Landis.
- It's a Pleasure, 1945 - mit Michael O'Shea
- The Countess of Monte Cristo, 1948
Literatur
- Wings on My Feet (1940) - Autobiographie
Weblinks
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