Das bis zu 4.307 m hohe Somali-Hochland (auch Südliches Athiopisches Hochland genannt) bedeckt als Hochgebirge einen Südosteil Äthiopiens und den Norden von Somalia (Ost-Afrika).
Aus dem sich in Äthiopien westlich und nordwestlich an das Somali-Hochland anschließenden Grabenbruch, in dem sich zahlreiche Seen befinden (darunter der Abayasee und der Tyamosee) und die Dornsavanne vorherrscht, steigt das Gelände abrupt zum Somali-Hochland hin an. In diesem Land ragt das zentrale Hochgebirge zumeist über 3.000 m hoch auf und findet im Mendebo-Gebirge im Batu seine größte Erhebung (4.307 m); die höchsten dieser Gipfel sind oft mehrere Wochen oder Monate pro Jahr mit Schnee bedeckt.
In diesem höchsten Bereich des Somali-Hochlands, in dem es teils sogar Tropischen Regenwald gibt, entspringen die Flüsse Jubba und Shebeli, die in Richtung Südosten zum Indischen Ozean fließen. Auch nach Norden geht das Hochland in Äthiopien abrupt in den obig genannten Graben über; darin befinden sich wieder die bereits genannten Dornsavannen, die mit den Sümpfen, Wüsten und Halbwüsten der ostäthiopischen Senke (bis zu 116 m u. NN) verschmelzen. Östlich des bereits genannten Mendebo-Gebirges schließt sich das im Ahmargebirge an, das im Gara Muleta 3.381 m hoch aufragt. In Richtung Südosten und Süden fällt das Hochland über schmale Feucht- und Trockensavannen-Streifen über tiefere Regionen zur Dornsavanne hin ab.
In Richtung Somalia - also östlich des eben genannten Ahmargebirges - geht das Hochland, dessen bis hierhin beschriebener, westlicher Bereich teils auch zum sich nördlich anschließenden Hochland von Abessinien in Äthiopien gezählt wird und daher Südliches Athiopisches Hochland genannt, sanft abfallend zum östlichen Somali-Hochland über. Das deutliche Trennglied - insbesondere geologisch betrachtet - beider Hochländer ist der Große Afrikanische Grabenbruch.
Östliches Somali-Hochland (Somalia):
In Somalia wird das Somali-Hochland in Richtung Osten - zum so genannten Horn von Afrika bis an die Spitze der Somali-Halbinsel - nach und nach immer niedriger. In diesem nördlichen Bereich des Landes ragt das Gebirge durchschnittlich 900 bis 2.100 m hoch auf und findet südlich des Golf von Aden im Shimbiris (2.416 m) seine höchste Erhebung.
Im Norden grenzt das Hochland an den Golf von Aden, im Osten endet es am Kap Guardafui, wo es an den Indischen Ozean stößt, in dem dort die Inselgruppe Sokotra vorgelagert ist. In diesem östlichen Gebirgsbereich befindet sich der östlichste Zipfel der Sahelzone, in dem Dornsavannen und Halbwüsten das Landschaftsbild bestimmen. Dort betreiben die einheimischen Somali, die zumeist als Nomaden leben Viehzucht (Kamele, Schafe und Ziegen. In den südlicheren Gebieten, wo es etwa mehr Niederschläge gibt, werden auf aufwendig bewässerten Feldern unter anderen Bananen und Zuckerrohr angebaut. In Richtung Südosten und Süden fällt das Somali-Hochland über die Somali-Wüste zum Indik hin ab.
Seen:
Während es im Somali-Hochland nur kleine Seen gibt, befinden sich zwischen dem Somali-Hochland und dem Hochland von Abessinien, also im Großen Afrikanischen Grabenbruch diese Stillgewässer:
Gebirge in Afrika | Geographie (Äthiopien) | Geographie (Somalia)
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"Somali-Hochland".
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