Solutré ist eine kleine Ortschaft im Süden Burgunds im Departement Saône-et-Loire, etwa 10 km ostwestlich von Mâcon mit ca. 350 Einwohnern. Solutré ist bekannt durch die bedeutenden Funde aus der mittleren und jungen Steinzeit, des sogenannten Solutréens.
Am Fuße des Felsens von Solutré konnte über fünf steinzeitliche Perioden eine Besiedelung nachgewiesen werden. Zudem haben die Funde großer Mengen von Tierknochen eine große Bedeutung für die Erforschung steinzeitlicher Jagdmethoden. Die Funde sind in einem prähistorischen Museum in Solutré ausgestellt. Dieses Museum wurde unterirdisch angelegt, um den Gesamteindruck dieser atemberaubenden Landschaft nicht zu stören, und ist nur durch einen kleinen Eingang zu erreichen. Trotzdem gelang es den Architekten, einen Bezug zum prähistorischen Fundplatz herzustellen, in dem sie Licht- und Sichtschächte integrierten. Der ehemalige französische Staatspräsident Francois Mitterrand hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, jedes Jahr zu Ostern einmal auf diesen Felsen hinaufzuwandern und sich mit seinen Kameraden von der Resistance zu treffen.
Solutré gehört neben den Gemeinden Fuissé, Vergisson und Chaintré zum Anbaugebiet des Weines Pouilly-Fuissé im Weinanbaugebiet Burgund.