| Wappen | Karte |
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| Sin_escudo.svg Wappen | Karte_Soltau_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Soltau-Fallingbostel |
| Gemeindeart: | Stadt, Einheitsgemeinde |
| Kreisstadt: | Bad Fallingbostel |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 57 m ü. NN |
| Fläche: | 203,24 km² |
| Einwohner: | 22.044 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 109 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 29614 |
| Vorwahl: | 05191 |
| Kfz-Kennzeichen: | SFA |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 58 021 |
| Website: | www.soltau.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Christa Erden (CDU) |
Napoleonische Truppen besetzen die Stadt 1803 und machen sie 1810 zur französischen Grenzstadt zu Westfalen. Ab 1873 führt die erste Bahnlinie, welche Bremen und Berlin verbindet, durch Soltau, später folgt noch die Strecke Hamburg-Hannover (1901) (jetziger Endpunkt Bennemühlen), die Heidebahn. 1885 wird Soltau zur Kreisstadt ernannt. An Heiligabend 1906 zerstört ein Brand die St.Johannes-Kirche, diese wird wieder aufgebaut und steht noch heute. Sie wurde bereits 1464 erstmals urkundlich erwähnt.
Das größte deutsche Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkrieges wird 1914 in Soltau errichtet. Im Zweiten Weltkrieg verläuft die Front zeitweise durch die Stadt.Durch Bombenangriffe, bei denen um ein Vielfaches mehr zivile als militärische Opfer zu beklagen sind, wird sie im April 1945 teilweise zerstört.
In Soltau, in dem sich einige Mitbürger von Beginn an ohne Widerstände ganz dem Nationalsozialismus hingegeben hatte, kam es noch 1945 zu dem bemerkenswerten Geschehen, dass sich KZ-Häftlinge aus einem liegengebliebenen Eisenbahnzug befreien konnten, und diese von Wehrmachts- und SS-Angehörigen unter Mithilfe einiger Bürger der Stadt gejagt und dabei auch die wieder Gefassten erschossen wurden. Einige wenige Bürger unterstützten die Geflohenen unter Gefahr für das eigene Leben mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Bis heute wird in der Stadt der Opfer dieser Taten nicht gedacht. Gerichtsverfahren gegen Beteiligte in der Nachkriegszeit endeten mit Freisprüchen aus Mangel an Beweisen. Somit muss man heute, da der Grundsatz "in Zweifel für den Angeklagten" gilt, zwar von mehreren belegten Tötungen, jedoch nicht von Ermordungen ausgehen. Seit Anfang 2005 wird über ein Mahnmal, welches aus acht Musterstelen des Berliner Mahnmals bestehen soll, diskutiert. Das Mahnmahl soll in der Nähe der Tötungsstelle entstehen, genau auf dem Platz steht heute ein Krankenhaus.
1949 wird Soltau Britische Garnison, das britische Kasernengelände wird 1993 als erstes in Deutschland in private Nutzung umgewandelt, heute steht auf dem Gelände unter anderem die Stadthalle.
1977 werden die Landkreise Soltau und Fallingbostel (heute Bad Fallingbostel) zum Kreis Soltau-Fallingbostel zusammengelegt; Soltau verliert den Kreissitz. Der Heide-Park wird im Jahr 1978 eröffnet, heute ist er der größte Freizeitpark Norddeutschlands, in dem unter anderem im Jahr 2000 "Colossos", die damals größte und steilste Holzachterbahn der Welt, eingeweiht wurde. Eine weitere Touristenattraktion, die Soltau Therme, kommt 1990 dazu.