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Wappen Karte
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Wappen
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Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Soltau-Fallingbostel
Gemeindeart: Stadt, Einheitsgemeinde
Kreisstadt: Bad Fallingbostel
Geografische Lage:
Höhe: 57 m ü. NN
Fläche: 203,24 km²
Einwohner: 22.044 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 29614
Vorwahl: 05191
Kfz-Kennzeichen: SFA
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 021
Website: www.soltau.de
Politik
Bürgermeister: Christa Erden (CDU)
Soltau ist eine Stadt in der Lüneburger Heide im Landkreis Soltau-Fallingbostel, Niedersachsen.

Geografie


Soltau liegt zentral zwischen Bremen, Hamburg und Hannover in der Lüneburger Heide am Fluss Böhme. Der Name Soltau ist entstanden aus Solt (Salz) und -au (Fluss).

Geschichte


Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Soltau im Jahr 936 als "Curtis Salta". 1304 wird die Vogtei Soltau an das Domkapitel zu Verden verkauft. 1383 wird das Dorf in die Nähe von Hagen und Burg, die heute die Innenstadt darstellen, verlegt. Das Stadtrecht erhält Soltau 1388, 12 Jahre später, im Jahr 1400, wird der Gildebrief ausgestellt, welcher zum Handel berechtigt. Im Jahr 1511 wird Soltau durch einen Brand vollständig zerstört. Die letzte bekannte Ritterschlacht überhaupt findet 1519 in der Nähe von Soltau statt und ist als Hildesheimer Stiftsfehde bekannt. Auch die Pest macht vor Soltau nicht halt, sie wütet 1626 und lässt die Einwohnerzahl auf 60 sinken.

Napoleonische Truppen besetzen die Stadt 1803 und machen sie 1810 zur französischen Grenzstadt zu Westfalen. Ab 1873 führt die erste Bahnlinie, welche Bremen und Berlin verbindet, durch Soltau, später folgt noch die Strecke Hamburg-Hannover (1901) (jetziger Endpunkt Bennemühlen), die Heidebahn. 1885 wird Soltau zur Kreisstadt ernannt. An Heiligabend 1906 zerstört ein Brand die St.Johannes-Kirche, diese wird wieder aufgebaut und steht noch heute. Sie wurde bereits 1464 erstmals urkundlich erwähnt.

Das größte deutsche Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkrieges wird 1914 in Soltau errichtet. Im Zweiten Weltkrieg verläuft die Front zeitweise durch die Stadt.Durch Bombenangriffe, bei denen um ein Vielfaches mehr zivile als militärische Opfer zu beklagen sind, wird sie im April 1945 teilweise zerstört.

In Soltau, in dem sich einige Mitbürger von Beginn an ohne Widerstände ganz dem Nationalsozialismus hingegeben hatte, kam es noch 1945 zu dem bemerkenswerten Geschehen, dass sich KZ-Häftlinge aus einem liegengebliebenen Eisenbahnzug befreien konnten, und diese von Wehrmachts- und SS-Angehörigen unter Mithilfe einiger Bürger der Stadt gejagt und dabei auch die wieder Gefassten erschossen wurden. Einige wenige Bürger unterstützten die Geflohenen unter Gefahr für das eigene Leben mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Bis heute wird in der Stadt der Opfer dieser Taten nicht gedacht. Gerichtsverfahren gegen Beteiligte in der Nachkriegszeit endeten mit Freisprüchen aus Mangel an Beweisen. Somit muss man heute, da der Grundsatz "in Zweifel für den Angeklagten" gilt, zwar von mehreren belegten Tötungen, jedoch nicht von Ermordungen ausgehen. Seit Anfang 2005 wird über ein Mahnmal, welches aus acht Musterstelen des Berliner Mahnmals bestehen soll, diskutiert. Das Mahnmahl soll in der Nähe der Tötungsstelle entstehen, genau auf dem Platz steht heute ein Krankenhaus.

1949 wird Soltau Britische Garnison, das britische Kasernengelände wird 1993 als erstes in Deutschland in private Nutzung umgewandelt, heute steht auf dem Gelände unter anderem die Stadthalle.

1977 werden die Landkreise Soltau und Fallingbostel (heute Bad Fallingbostel) zum Kreis Soltau-Fallingbostel zusammengelegt; Soltau verliert den Kreissitz. Der Heide-Park wird im Jahr 1978 eröffnet, heute ist er der größte Freizeitpark Norddeutschlands, in dem unter anderem im Jahr 2000 "Colossos", die damals größte und steilste Holzachterbahn der Welt, eingeweiht wurde. Eine weitere Touristenattraktion, die Soltau Therme, kommt 1990 dazu.

Partnerstädte


Sehenswürdigkeiten


SpielzeugmuseumSoltau.jpg in Soltau]] Sehenswürdigkeiten Soltaus sind das Rathaus, das Norddeutsche Spielzeugmuseum, die Soltau-Therme mit Sole und der Heide-Park.

Wirtschaft und Verkehr


Persönlichkeiten


Weblinks


Ort in Niedersachsen | Lüneburger Heide

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