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Wappen-Solms-Braunfels.jpg Das hessische Adelsgeschlecht Solms ist nach dem sich in seinem Stammgebiet befindlichen Solmsbach benannt. Sein Stammsitz war ab 1160 die Burg Solms im gleichnamigen Ortsteil der heutigen Stadt Solms. Die letzten Reste dieser Burg wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgerissen.

Geschichte


Als Stammvater gilt Marquard von Solms, der erstmals 1129 erwähnt wird. Ab 1223 erhielten die Solmser den Titel eines Grafen.

1250 wurde das Territorium in die Grafschaften Solms-Königsberg (bis 1363), Solms-Burgsolms und Solms-Braunfels geteilt. 1384 wurde die Burg Solms nach einer längeren Fehde mit der freien Reichsstadt Wetzlar zerstört. Als dann 1415 die Linie Solms-Burgsolms erlosch fiel aller Besitz an Solms-Braunfels als einzige verbliebene Linie. So wurde Burg Braunfels (Ersterwähnung 1246) zur neuen Stammburg des Geschlechtes.

Nachdem 1418 die Grafen von Falkenstein ausstarben, konnten die Solmser kräftige Gebietszuwächse verzeichnen. Kurz darauf wurde die Grafschaft erneut geteilt, diesmal in die Linien Solms-Braunfels und Solms-Lich. Diese Teilung blieb endgültig. Sie bildeten von nun an die beiden Hauptlinien, die sich später wiederum teilten. Bestand hatten davon die Linien

sowie von Solms-Laubach abstammend
  • Solms-Rödelheim
  • Solms-Baruth (Sachsen),
  • Solms-Sonnenwalde (Sachsen)
  • Solms-Wildenfels (Sachsen)

Der vollständige Titel des Regenten der Hauptlinie Solms-Braunfels war Seine Durchlaucht Fürst zu Solms-Braunfels, Graf zu Greifenstein, Lichtenstein und Hungen, Tecklenburg, Crichingen, Lingen, Herr zu Münzenberg, Rheda, Wildenfels, Sonnenwalde, Püttlingen, Dortweiler und Beaucourt.

Der Reichsdeputationshauptschluss 1803 beendete die politische Selbständigkeit der solms'schen Grafschaften und Fürstentümer, deren Dynasten als Standesherren aber bis 1918 noch etliche Vorrechte (und die Anrede „Durchlaucht“) beanspruchen konnten.

Bedeutende Persönlichkeiten aus dem Haus Solms


Image:Gerrit van Honthorst - Frederik Hendrik met familie.jpg|Amalie von Solms mit Ehemann Friedrich Heinrich von Oranien und Kindern. Gerrit van Honthorst. Rijksmuseum, Amsterdam Bild:Carl zu solms.jpg|Carl Prinz zu Solms-Braunfels Image:Hermann-Otto Solms.jpg|Hermann Otto Solms

Burgen und Schlösser


Braunfels Schloss.jpg | 2004-06-20-X Portal seitlich (4).JPG | BurgGreifenstein.jpg
  • Schloss Braunfels. Stammschloss der Solmser. Zahlreiche Umbauten über 700 Jahre hinweg, zuletzt neoromanisch mit zahlreichen Türmen umgebaut (1880). Gotische Schlosskirche (14. Jh.).
  • Schloss Lich. Aus mittelalterlicher Wasserburg hervorgegangene Vierflügelanlage der Spätrenaissance.
  • Schloss Hungen. Dreiflügliges Renaissance-Schloss.
  • Schloss Laubach. Aus mittelalterlicher Wasserburg hervorgegangen, Renaissance- und Barockerweiterungen.
  • Schloss der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim in Niddatal-Assenheim. 1924 bis 1932 war es Sitz des von Max Graf zu Solms begründeten und als Mäzen unterhaltenen „Forscherheims Assenheim“, eines der ersten deutschen Gelehrtenkollegs.
  • Burgruine Greifenstein. Eine der bedeutendsten Festungen der Renaissance. Deutsches Glockenmuseum.
  • Burgruine Münzenberg. Burganlage mit zwei Bergfrieden.
  • Schloss Werdorf. Witwensitz. Kleines Barockschlösschen.
  • Solmspark Rödelheim. Auf der Nidda-Insel gelegen, entstand er aus einem klassischen Landschaftspark, der im Jahr 1879 um das damalige Schloss des Grafen von Solms-Rödelheim angelegt wurde. Das Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später vollständig abgetragen.

Siehe auch


Weblinks


Deutsches Adelsgeschlecht | Hessische Geschichte | Mittelhessen

 

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