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Soldatenfriedhof - Rheinberg War Cemetery - Gedenkstein.jpgRheinberg War Cemetery 1939-1945
Gedenkstein — Their Name Liveth For Evermore]] CimetièreUS monument.JPG | CimetièreUS mer.jpg

Ein Soldatenfriedhof ist ein Friedhof, auf dem die während eines Kriegs gefallene Soldaten beerdigt sind. Teilweise ist es ein Gräberfeld innerhalb eines zivilen Friedhofes. Der Ort eines Soldatenfriedhofes liegt nicht unbedingt am eigentlichen Kriegsschauplatz. Oft finden sich Soldatengräber auch im räumlichen Zusammenhang mit Kriegsgefangenenlagern oder aber Gefallene wurden in ihre Heimat überführt und dort bestattet.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten wird insbesondere im Zusammenhang mit den Kriegsgräbern des Zweiten Weltkriegs auch von einer Kriegsgräberstätte gesprochen. Der Grund ist, dass ein großer Teil der dort bestatteten keineswegs Opfer unmittelbarer militärischer Kampfhandlungen - also Kombattanten - waren, sondern oft an den unmenschlichen Bedingungen der Lagerhaft starben. Hinzu kommen zivile Tote durch Bombenangriffe und die Opfer von Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus.

Galten Soldatengräber vielen früher als Ort des „Heldengedenkens“, werden heute, nach den Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges und seiner Millionen von Toten, Kriegsgräberstätten von der Mehrheit der Europäer als Orte der Mahnung für Frieden und gegen Krieg und Gewalt betrachtet.

Die Genfer Konventionen liefern heute international verbindliche Grundlagen für die Anlage und den Erhalt von Kriegsgräberstätten. Im Zusatzprotokoll von 1977 heißt es im Art. 34 Sterbliche Überreste:

Sterbliche Überreste von Personen, die im Zusammenhang mit einer Besetzung oder während eines durch Besetzung oder Feindseligkeiten verursachten Freiheitsentzugs verstorben sind, und von Personen, die keine Angehörigen des Staates waren, in dem sie infolge von Feindseligkeiten verstorben sind, werden geachtet; auch die Grabstätten aller dieser Personen werden nach Artikel 130 des IV. Abkommens geachtet, instandgehalten und gekennzeichnet, ...Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft: SR 0.518.521 Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte – Abschnitt III Vermisste und Tote auf http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_518_521/a34.html *

In Deutschland gibt es seit 1952 das Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz)Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Bekanntmachung der Neufassung des Gräbergesetzes vom 29. Januar 1993 auf http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/PRM-24728-Grabergesetz--Verordnung-uber-,property=pdf.pdf *. Damit wurden die inländischen Kriegsgräberstätten in die Obhut der jeweiligen Gemeinden gestellt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. übernimmt im Auftrag der Bundesregierung für ausländische Soldatenfriedhöfe, auf denen deutsche Soldaten beerdigt sind, die Pflege. Deutschland hat dazu mit zahlreichen Staaten bilaterale Abkommen geschlossen.

siehe auch: Soldatenfriedhof Lommel

Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland


In Deutschland existieren insgesamt 760.000 Gräber von Kriegstoten aus Russland, bzw. der ehemaligen Sowjetunion. Dies sind Einzelgräber auf Gemeindefriedhöfen bis hin zu großen Kriegsgräberstätten mit zehntausenden von Toten.

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Die Mehrzahl stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, den Jahren von 1940 bis 1945. Es handelt sich um Soldaten der Roten Armee, um sowjetische Kriegsgefangene oder um Opfer der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus.

siehe dazu den Artikel Sowjetische Kriegsgräberstätten in Deutschland

Quellen


Weblinks


Soldatenfriedhof

Militaire begraafplaats

 

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