Der parabolische Spiegel konzentriert Sonnenstrahlen auf einen meist mattschwarzen Behälter im Brennpunktbereich. Der Behälter absorbiert Sonnenstrahlen. Sein Inhalt wird stark erhitzt. Der Solarkocher eignet sich zum Abkochen von Wasser, zum Braten, zur gewerblichen Nutzung in Färbereien, Seifenherstellung, Saftproduktion, Aufbereitung von Naturfasern für Flechtarbeiten, kleine Garküchen unter freiem Himmel.
Da Solarkocher mit relativ geringem Materialaufwand hergestellt werden können und keinen Brennstoff verbrauchen, werden sie als Lösung vieler Probleme, gerade in ärmeren Regionen der Welt, gesehen. Gerade in Regionen mit wenig sauberem Trinkwasser kann dieses mit einem Solarkocher entkeimt werden.
Alternativer Zeitvertreib oder Beschäftigung existiert allerdings nicht, die Menschen hocken tatenlos aufeinander, was zu sozialen Spannungen führen kann. Diese Tatsache hat z.B. in Afrika teilweise dazu geführt, dass die an sich als Entwicklungshilfe überlassenen Solarkocher durch die Stammesältesten wieder abgeschafft wurden.
Mit einem Kocher können bis zu 20 Personen versorgt werden, wenn er unter Verwendung eines 12 Liter-Topfes betrieben wird. Polar2parawiki.JPG Der Kocher arbeitet ab einer Stunde nach Sonnenaufgang bis eine Stunde vor Sonnenuntergang. Aufgrund seiner hohen Leistung ist er sogar bei verhältnismäßig kurzer direkter Einstrahlung wirkungsvoll.
Einmal angekochtes Essen kann in einem Warmhaltekorb auch weitergaren. So zum Beispiel Reis. (Daher wird der Solarkocher auch oft umgangssprachlich Reiskocher genannt.)
Bei einer Brennweite unter 30 cm muss der Spiegel nur alle 15 bis 25 Minuten neu auf den Sonnenstand ausgerichtet werden. Das Nachführen geschieht mit einfachen Handgriffen. Der Brennbereich liegt innerhalb des Spiegels, somit wird Verbrennen und Blenden weitgehend vermieden. Zum bearbeiten (umrühren, befüllen usw.) sollte der Reflektor jedoch immer so geschwenkt werden, dass der Behälter (Topf) sich auf der Schattenseite befindet.
Das einfache Konzept dieser Kochstelle funktioniert natürlich auch in Europa, denn die Alternative zu den fossilen Brennstoffen, die Sonne, ist überall kostenlos vorhanden.
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