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Solaris ist ein Unix-Betriebssystem der Firma Sun Microsystems.

Geschichte und Versionen


Zunächst entwickelte Sun SunOS, eine BSD-Unix-Variante, welche im Laufe der Jahre um viele Eigenschaften von System V erweitert wurde. 1982 erschien die Version 1.0 dieses Betriebssystems für die damals noch auf Motorola 68010 basierenden Sun1- und Sun2-Rechner. Die von Sun später entwickelte Sun4-Baureihe mit SPARC-Prozessorarchitektur machte SunOS weiter beliebt, und schließlich war SunOS 4.1.1_U1 das letzte offizielle Release, das noch Rechner der Sun3-Baureihe mit Motorola 68000er unterstützte. Die letzte SunOS-4-Version von 1995 war 4.1.4 und brachte neben Fehlerbereinigung noch Support für die Maschinen mit MicroSPARC-Prozessor.

Die nicht sehr erfolgreiche Baureihe Sun386 mit Intel-Prozessoren wurde von SunOS in den Versionen 4.0.1 bis 4.0.3 unterstützt. Mit Version 4.1.2 wurde Support für den Multiprozessorbetrieb (asymmetrisch) eingeführt.

Die Version 5 von SunOS wurde auf Basis von System V Release 4 neu entwickelt, nachdem Sun Partner von Unix International geworden war. Es wurde mit der graphischen Benutzeroberfläche CDE und Java gebündelt und ab 1992 als 'Operating Environment' Solaris 2.x vermarktet. Es war von Anfang an SMP-fähig.

Die frühen Versionen von Solaris, die noch auf SunOS Version 4 basierten, wurden in späteren Jahren als Version 1.x numeriert. Nach Version 2.6 wurde die "2." weggelassen: Im Jahre 2004 erschien die aktuelle Version 10 (SunOS 5.10), die man seit Februar 2005 kostenlos bei Sun herunterladen kann.

Funktionen und Besonderheiten


Seit der Version Solaris 7 (SunOS 5.7) bietet Solaris auf UltraSPARC CPUs eine durchgängige 64-Bit-Unterstützung. Solaris ist auch in einer x86er-Prozessor-Version verfügbar, welche seit Version 10 auch 64-Bit-Unterstützung für AMD64-CPUs bietet. Die Solaris-Version für PowerPC wurde nach dem ersten Release (Solaris 2.5.1) zunächst wieder eingestellt.

Seit Januar 2005 existiert das OpenSolaris-Projekt, das, unter der Leitung von Sun, den Quellcode von Solaris größtenteils unter der Common Development and Distribution License der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Unter dem Namen OpenSolaris wurden die Sourcen für Kernel, einzelne Module und Bibliotheken dann am 14. Juni 2005 als Open-Source-Betriebssystem freigegeben. Im Rahmen dessen soll auch eine Solaris-Version für PowerPC erscheinen, die derzeit im Rahmen des Blastware- bzw. OpenSolaris-Projektes in Arbeit ist. Anfang 2006 wurde von den Entwicklern eine entsprechende Portierung auf die Pegasos-basierte CHRP-Workstation "ODW" von IBM/Freescale/Genesi bekanntgegeben.

Software


Die Software unter Solaris wird hauptsächlich im Rahmen eines Paketmanagements mit Hilfe der pkg-Programme (pkgadd, pkgrm, pkgchk ...) verwaltet.

Da Solaris ein Unix-Betriebssystem ist, können viele Programme, die auf anderen Unix- oder ähnlichen Betriebssystemen wie z.B. Linux laufen, auf Solaris portiert werden. So stellt zum Beispiel das Blastwave-Projekt mit der Unterstützung von Sun hunderte von zusätzlichen Software-Pakete für Solaris bereit, die mit dem Programm pkgadd eingespielt werden können. Verfügbar sind unter anderem die graphischen Oberflächen CDE, XFCE, KDE und GNOME, der Browser Firefox, die GNU Textutils und andere.

Siehe auch


Weblinks


Unix | Betriebssystem

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