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Als Sokratische Wende wird eine Verschiebung des Hauptinteresses der antiken Philosophie bezeichnet, eine Zäsur, die sich mit dem Leben und Wirken des griechischen Philosophen Sokrates verbindet.

Während die "vorsokratischen" Philosophen sich vor allem mit Themen der Physik und der Ontologie beschäftigten, also etwa mit der Frage nach dem Grundstoff der Welt oder dem Urgrund alles Seienden, steht seit Sokrates vor allem die Ethik im Zentrum des Interesses der antiken Philosophie, also die Frage nach der sittlich optimalen Gestaltung des menschlichen Lebens. Für die meisten "nach-sokratischen" Philosophenschulen, vor allem für die Stoa und den Epikureismus, steht das Streben nach dem größtmöglichen Glück (Eudämonismus) im Vordergrund des Interesses. Eine gewisse Übergangsposition nehmen die Sophisten ein.

Sokrates selbst wird von Platon als eine Person dargestellt, die an der außermenschlichen Natur ausgesprochen wenig interessiert war.

Griechische Philosophie

 

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