Die Sofiensäle befinden sich in der Marxergasse 17, im 3. Wiener Gemeindebezirk (Landstraße). Verwandte Bezeichnungen sind Sofiensaal und Sofienbadsaal. 2001 sind die Sofiensäle größtenteils abgebrannt. Seither stehen nur mehr die tragenden Mauern als Brandruine
Der große Saal des Sophienbads (=Sofiensaal) wurde im Winter als Schwimmhalle, im Sommer unter dem Namen Sofiensaal als Tanz-, Konzert- und Versammlungssaal genutzt. Dabei wurde das Schwimmbecken mit Holzbrettern abgedeckt.
1870, 1886 und 1899 kam es Umbauten und Umgestaltungen. 1886 wurde der zweite kleinere Saal dazugebaut, der den Namen "Blauer Salon" getragen hat. Erst ab diesem Zeitpunkt ist die Bezeichnung "Sofiensäle" in Verwendung.
Bereits seit 1986 bestanden Pläne, die Sofiensäle abzureißen und an ihrer Stelle ein Hotel zu errichten. Am 16. August 2001 wurden die Sofiensäle durch einen Brand schwer beschädigt. Auslöser waren Flämmarbeiten an der Dachkonstruktion, wobei sich der hölzerne Dachstuhl entzündet hat. Die Säle sind vollständig ausgebrannt, die Dachkonstruktion stürzte ein. Als Brandruine sind Reste der Außenmauern, Foyer und drei Seitenwände des "Großen Saales" vorhanden.
Seit dem Brand besteht daher ein laufender Streit zwischen Eigentümer und Bundesdenkmalamt, der bislang die Gerichte befasst. Die Zukunft der Säle ist nach wie vor unklar. Die Fassadenteile sind laufend der Witterung ausgesetzt, weshalb ihr Zustand nach und nach schlechter wird.
Am 27. Jänner 2006 erwarb die der Stadt Wien nahe stehende Immobilienfirma ARWAG das Grundstück samt Brandruine und gelobte eine denkmalgerechte Sanierung. Die Sofiensäle sollen nun zu Wohnungen umgebaut werden.
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