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Eine Sneak Preview (von engl. to sneak „schleichen“, preview [ „Vorschau“) oder kurz Sneak, bezeichnet eine Filmvorführung im Kino, bei der ein Film vor dem offiziellen Bundesstart gezeigt wird, ähnlich einer Vorpremiere. Der Unterschied dazu besteht vor allem darin, dass die Besucher nicht wissen, welchen Film sie zu sehen bekommen, und dass die in einer Sneak-Preview gezeigten Filme meist erst einige Wochen später offiziell anlaufen. Oft werden auch Filme abseits des sog. Mainstreams gezeigt. Nicht zuletzt dieser Umstand macht eine Sneak-Preview für viele Menschen interessant.

Ablauf


Im Gegensatz zu üblichen Kinovorstellungen wird der Film manchmal anmoderiert, teilweise auch in Verbindung mit Gewinnspielen. Dabei werden beispielsweise Kinokarten, Konzertkarten, Sponsoringartikel oder Film-Promotionartikel verlost.

Ferner gibt es in einigen Kinos Fragebögen zu den Filmen oder andere Formen zu Bewertung des gesehenen Filmes. An diesen Informationen sind Filmverleiher besonders interessiert, da sie einen Eindruck davon vermitteln können, wie die zukünftig anlaufenden Filme beim Publikum ankommen. Gelegentlich – je nach Engagement der Vorführer – wird ein spezieller cineastischer Gag vor die Sneak geschaltet um die Spannung zu erhöhen bzw. Spekulationen um den gezeigten Film Vortrieb zu leisten.

Es gibt viele cineastische Gruppen, die sich wöchentlich die Sneak Previews ansehen, da man durch diese einen breiten Überblick über alle Filmgenres erhalten kann.

Entwicklung und Probleme


Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es, verbunden mit der Zunahme von illegalen Filmkopien, immer weniger Kinos, die Sneak Previews zeigen. Dies ist größtenteils darauf zurückzuführen, dass große Filmstudios ihre Filme nicht mehr vor dem offiziellen Kinostart freigeben. Dadurch nehmen die unbekannteren Filme einen größeren Raum bei den Sneak Previews ein, was teilweise zu sinkendem Besucherinteresse führt. Zu Glanzzeiten gab es in Deutschland rund 80 Kinos, die regelmäßig Sneak Previews zeigten, heute sind es ca. 65.

Pay After


Im Freiburger Kino Friedrichsbau wird ein besonderes Bezahlverfahren namens "Pay After" durchgeführt. Die Sneak Preview wird dabei kostenlos gezeigt, und die Besucher werden gebeten, nach der Vorstellung den Film zu bewerten und je nach Gefallen zu bezahlen.

Weblinks


  • http://www.sneak.de – Übersicht über deutsche Sneak-Kinos und deren bisheriges Programm
  • http://www.bobbykimball.de/werner/sneak/AlleKinos-2005.html – Übersicht über österreichische Sneak-Kinos und deren bisheriges Programm
  • http://www.score11.de/sneakpreview.php - Sneak-Übersicht und Sneak-Prognosen

Kino

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Sneak Preview".

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