Småland ist eine historische schwedische Provinz (schwedisch landskap, daher häufig auch mit „Landschaft“ übersetzt).
Die Provinz gliedert sich in die Regierungsbezirke (län) Jönköpings län, Kalmar län und Kronobergs län, sowie Teilen von Östergötlands und Hallands län. Småland ist von Östergötland und Västergötland im Norden, Halland im Westen, Schonen und Blekinge im Süden umgeben und wird im Osten von der Ostseeküste begrenzt. Der småländischen Festlandküste vorgelagert ist die Insel Öland, welche heute administrativ zum Kalmar län gehört.
Wichtige Städte sind Jönköping, Kalmar, Nässjö, Oskarshamn, Värnamo, Västervik, Växjö und Vimmerby.
Die Provinz ist typisch skandinavisch mit großen Nadelwäldern, vielen Seen und ausgedehnten Mooren. Die größten Seen sind Bolmen und Åsnen.
Oft ging die Selbstständigkeit dieser „Länder“ so weit, dass sie sich in Kriegen zwischen Dänemark und Schweden neutral erklären konnten. Je nachdem wie der jeweilige König Druck auf die Ratsversammlung ausübte, bekam er Steuern bewilligt oder abgewiesen. Die Zentralisierungsbestrebungen des Königtums, vor allem unter Gustav Wasa führten zu einer Reihe von Bauernaufständen, die mit dem Dacke-Aufstand 1542 ihren Höhepunkt erreichten.
Etwa ab 1680 kristallisierte sich die heutige Aufteilung von Småland auf die Provinzen Jönköpings län, Kalmar län und Kronobergs län heraus. Es existierten aber auch Perioden, in denen Småland unter einem „Landesfürsten“ (landshövding) vereint war.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 2005 wurde Småland von dem Orkan „Gudrun“ extrem heimgesucht.
In Småland entwickelte sich ein Zentrum für Glaskunst, das unter dem Namen Glasreich bekannt ist.
Die Bewohner Smålands gelten in Schweden traditionell als besonders geizig und fleißig. Sie können vielleicht als die Schwaben oder Schotten Schwedens bezeichnet werden.
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