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Siehe auch: Liste der Städte in der Slowakei, Liste der Flüsse in der Slowakei
Neben 85,8 % Slowaken besteht die Bevölkerung der Slowakei aus 9,7 % Ungarn, 1,7 % Roma, 0,8 % Tschechen, 0,4 % Ruthenen, 0,2 % Ukrainern und 0,1% Deutsche (FAZ vom 28. April 2004).
Siehe auch: Ethnische Entwicklung der Slowakei
Hauptartikel: Geschichte der Slowakei
Die Kelten (seit dem 5. Jahrhundert v. Chr.) im Gebiet der heutigen Slowakei wurden im ersten nachchristlichen Jahrhundert von den germanischen Quaden abgelöst. Die Slowakei war dann ein germanisches Gebiet an der Grenze des Römischen Imperiums (1.–5. Jahrhundert), auf dem sich zahlreiche römisch-quadische Kriege abspielten. Um 500 kamen die slawischen Vorfahren der heutigen Slowaken. Im 7. Jahrhundert war die Slowakei Teil des Hauptgebietes des Reiches des Samo, im 8. Jahrhundert entstand hier das Neutraer Fürstentum, das 833 Bestandteil des Hauptgebietes Großmährens wurde. Im 11. Jahrhundert wurde das Gebiet der heutigen Slowakei Bestandteil des Königreichs Ungarn, das seinerseits seit 1526 Bestandteil der österreichischen Monarchie und 1867 Bestandteil von Österreich-Ungarn wurde. Im 16. und 17. Jahrhundert bestand das Königreich Ungarn vorübergehend nur aus der heutigen Slowakei, weil die übrigen Gebiete von den Osmanen besetzt waren (dies betrifft vor allem das heutige Ungarn).
1918 bildeten die Slowaken zusammen mit den Tschechen die Tschechoslowakei, die auch ein Gebiet entlang der Grenze zu Ungarn umfasste, in dem noch heute eine ungarische Mehrheit lebt (gleichzeitig blieben slowakische Sprachinseln in Ungarn). Die Slowakei wurde erstmals 1939 bis 1945 vorübergehend selbstständig (faktisch ein Satellitenstaat Großdeutschlands). Danach wurde sie wieder Bestandteil (seit 1969 eine Teilrepublik) der Tschechoslowakei.
Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems hatte die föderative Tschechoslowakei aufgrund von abweichenden Interessen der beiden Teilrepubliken nur noch für kurze Zeit Bestand. In den ersten freien Wahlen setzte sich die Bewegung «Öffentlichkeit gegen Gewalt» (VPN) unter Vladimír Mečiar durch. Mečiar wurde anschließend zum ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der Slowakei. Am 23. April 1991 wurde er vom Parlament abgesetzt und durch Ján Čarnogurský (KDH) ersetzt. Mečiar verließ daraufhin die VPN und gründete die «Bewegung für eine demokratische Slowakei» (HZDS), die im Juni 1992 die Parlamentswahlen gewann. In Verhandlungen mit der tschechischen Teilrepublik einigten sich beide Seiten auf eine Teilung der Föderation in zwei unabhängige Staaten zum 1. Januar 1993. Die Teilung erfolgte einvernehmlich und friedlich.
1994 wurde Mečiar wegen Streitigkeiten innerhalb seiner eigenen Partei wieder vom Parlament abgesetzt und durch eine Regierung der Oppositionsparteien unter J. Moravčík ersetzt. Die vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1994 gewann jedoch wieder Mečiars HZDS. In den darauffolgenden Jahren drohte die Slowakei unter Mečiar in die politische Isolation abzurutschen.
1998 gewann zwar wieder Mečiars Partei die Neuwahlen, da sie jedoch nicht in der Lage war Koalitionspartner für die Regierung zu finden, stellte die «Slowakische Demokratische Koalition» (SDK) unter Mikuláš Dzurinda die neue Regierung. Diese Situation (Mečiar Wahlsieger, Dzurinda Regierungschef) wiederholte sich bei den darauffolgenden Wahlen von 2002. Dzurindas Koalition bestand bei den Wahlen von 2002 allerdings bereits aus anderen Parteien und trug den Namen «Slowakische Demokratische und Christliche Union» (SDKÚ). Die erste Dzurinda-Regierung schaffte es, die Slowakei zurück in den Kreis der ersten EU- und der zweiten NATO-Beitrittsländer zu bringen. 2000 begannen die EU-Beitrittsverhandlungen, die am 1. Mai 2004 in der EU-Mitgliedschaft mündeten.
Im Juni 2006 finden in der Slowakei vorgezogene Neuwahlen statt. Sie wurden notwendig, nachdem Dzurindas Regierungskoalition die Parlamentsmehrheit verloren hatte, da sie sukzessive von den Parteien ANO (Allianz des neuen Bürgers) und KDH (Christlich-demokratische Bewegung) verlassen wurde. Die KDH verließ die Koalition Anfang Februar 2006, da ihr Anliegen, dass die Slowakei mit dem Vatikan einen internationalen Vertrag über (katholischen) "Gewissensvorbehalt" für Bürger der Slowakei abschließe, von Dzurinda abgelehnt wurde. Die Wahlen enden mit einem Sieg des bisherigen Oppositionspolitikers Robert Fico und seiner SMER - Partei (Richtung).Die Partei Mikulas Dzurindas SDKU wird zweite,es ist Ihr aber nicht mehr möglich eine regierungsfähige Koalition zu bilden.Eine Woche nach der Wahl schliesst Fico mit den Parteien HZDS unter Expremier Vladimir Meciar und SNS unter Jan Zlota einen Koalitionsvertrag.Umgehend wird die SMER vorläufig aus der Europäischen Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen,da vor allem das Koalieren mit der SNS ,der Slowakischen Nationalpartei,die sich unter Zlota mit rassistischen Äusserungen über Roma und Ungarn hervorgetan hatte,nicht den demokratischen Werten jener entspricht. Fico setzt in seinem Programm auf den Stopp der unter Dzurinda forcierten Privatisierungen.Weiters ist er für die Hebung der Sozialleistungen und die Senkung des Umsatzsteuersatzes für bestimmte Waren.
Im wirtschaftlichen Bereich übersteigt indessen das Wirtschaftswachstum sämtliche Erwartungen, es soll 2005 voraussichtlich mindestens 6% (ohne dass die Produktion von großen Auslandsinvestoren wie PSA, Kia bereits begonnen hätte) und 2006 6,5% erreichen.
Die Bezeichnung des Gebietes der Slowakei mit ihrem heutigen Namen ist seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen (Slováky) und seit dem 16. Jahrhundert häufig belegt (Slavonia, Sclavonic, Slowakei/Slowakey). Da das Gebiet der heutigen Slowakei schon seit dem Ende des 5. Jahrhunderts von Slawen besiedelt ist, für die ab dem 9. Jahrhundert die Selbstbezeichnung Slověne belegt ist (die in abgewandelter Form auch noch in der heutigen Selbstbezeichnung Slovák, der weiblichen Form Slovenka und dem Adjektiv slovenský steckt), ist der Name Slowakei wahrscheinlich älter.
Die Ungarn bezeichneten den Teil des Königreichs Ungarns oberhalb der Theiß und der Donau seit dem 18. Jahrhundert inoffiziell als Oberungarn, den Rest des Landes inoffiziell als "Niederungarn". Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bezeichnete Oberungarn nur die Ostslowakei sowie kleine angrenzende Gebiete des heutigen Nordungarns, die nicht von den Osmanen besetzt waren. Niederungarn bezeichnete vor allem die restliche Slowakei (West- und Mittelslowakei), aber auch den Rest des Landes.
Analog zur Namensbildung Tschechische Republik ist (nicht nur) in Deutschland zu beobachten, dass auch von einer Slowakischen Republik gesprochen wird. Dies ist aber eine sachlich oder politisch nicht gerechtfertigte Analogiebildung, da es (im Unterschied zu Tschechei / Tschechien / Tschechische Republik) mit "die Slowakei" einen herkömmlich anerkannten Landesnamen gibt.
Bei dem am 17. und 18. Mai 2003 stattgefundenen Referendum zum EU-Beitritt stimmten 92,46 % der Slowaken für ein Ja. Die Wahlbeteiligung, schon vor der Wahl als Knackpunkt gefürchtet, lag bei 52,15 % der 4,2 Millionen Wahlberechtigten und machte damit die Abstimmung gültig. Mit der NATO-Osterweiterung am 29. März 2004 wurde die Slowakei Mitglied der NATO. Am 1. Mai 2004 wurde sie auch Mitglied der EU.
Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl wurde am 3. April 2004 erwartungsgemäß kein Kandidat gewählt. Auf dem ersten Platz landete mit 32,73 % der umstrittene frühere Ministerpräsident Vladimír Mečiar, auf dem zweiten überraschend sein früherer Mitstreiter Ivan Gašparovič, der 22,28 % der Stimmen erhielt. Laut Umfragen sollte der Außenminister Eduard Kukan auf dem zweiten Platz landen, er erhielt aber lediglich 22,09 % und konnte so nicht an der Stichwahl teilnehmen. Der bisherige Präsident Rudolf Schuster kam nur auf 7,24 %. In der Stichwahl am 17. April 2004 setzte sich dann Gašparovič gegen Mečiar mit etwa 60 % der Stimmen durch. Bei der Europawahl 2004 lag die Wahlbeteiligung bei 16,66 %.
Anfang Juni 2006 fanden in der Slowakei die Parlamentswahlen statt, aus der die sozialdemokratische Partei SMER unter Robert Fico als Sieger hervorging. Robert Fico löst den Regierungschef Mikulas Dzurinda von der Demokratischen und Chirstlichen Union (SDKU) ab.
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung der Slowakei
Die Slowakei ist in acht Landschaftsverbände ("kraje") eingeteilt:
Größte Städte (Stand: 31. Dezember 2004)
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Siehe auch Liste der Städte in der Slowakei und Liste traditioneller Regionen der Slowakei
Die Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft kann heute als abgeschlossen angesehen werden. Makroökonomische Stabilität wurde erreicht, strukturelle Reformen sind weit fortgeschritten, der Bankensektor ist fast vollständig in ausländischen Händen und ausländische Investitionen nehmen zu.
Das Wirtschaftswachstum ist derzeit das höchste in Mitteleuropa. Die Wirtschaft ist stark exportorientiert. Das nominelle Lohnniveau ist das geringste in Mitteleuropa, hinzu kommt eine sehr hohe Arbeitslosigkeit.
Die aktuellen Wirtschaftsdaten der Slowakei sind:
Unter Finanzminister Ivan Mikloš wurde 2004 die Einheitssteuer mit einem einheitlichen Steuersatz in Höhe von 19% eingeführt. Am 26. November 2005 ist das Land dem WKM II beigetreten.
Siehe auch: Tourismus in der Slowakei
| Datum | Deutsche Bezeichnung | Slowakische Bezeichnung | Anmerkungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar (1993) | Tag der Entstehung der Slowakischen Republik | Deň vzniku Slovenskej republiky | Entstehung der unabhängigen Slowakei durch die Auflösung der Tschecho-Slowakei | |||||
| 6. Januar | Epiphanias (Dreikönigsfest und Weihnachtsfeiertag der orthodoxen Christen) | Zjavenie Pána (Traja králi a vianočný sviatok pravoslávnych kresťanov) | religiöser Feiertag | |||||
| März, April | Karfreitag | Veľký piatok | religiöser Feiertag | |||||
| März, April | Ostermontag | Veľkonočný pondelok | religiöser Feiertag | |||||
| 1. Mai (1886) | Tag der Arbeit | Sviatok práce | Streik und Massendemonstrationen von Arbeitern in Chicago in den USA | |||||
| 8. Mai (1945) | Tag des Sieges über den Faschismus | Deň víťazstva nad fašizmom | Ende des Zweiten Weltkriegs; früher am 9. Mai gefeiert | |||||
| 5. Juli (863) | Feiertag des Hl. Kyrill und Method | Sviatok svätého Cyrila a Metoda | religiöser Feiertag; Ankunft der beiden Slawenapostel im Großmährischen Reich | |||||
| 29. August (1944) | Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands | Výročie SNP | Aufstand der Slowaken gegen Hitler-Deutschland | |||||
| 1. September (1992) | Tag der Verfassung der Slowakischen Republik | Deň Ústavy Slovenskej republiky | Verabschiedung der Verfassung der künftigen unabhängigen Slowakei in Bratislava | |||||
| 15. September | Feiertag der Schmerzensmutter, Patronin der Slowakei | Sviatok Panny Márie Sedembolestnej, patrónky Slovenska | religiöser Feiertag; die Hl. Maria ist eine Patronin der Slowakei | |||||
| 1. November | Allerheiligen | Sviatok všetkých svätých | religiöser Feiertag | |||||
| 17. November (1989/1939) | Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie | Deň boja za slobodu a demokraciu | Erinnert an die Studentendemonstrationen gegen Hitler-Deutschland von 1939 sowie vor allem an die Demonstration von 1989 in Prag, die die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei einleitete | |||||
| 24. Dezember | Heiligabend | Štedrý deň | religiöser Feiertag | - | 25. Dezember | 1. Weihnachtsfeiertag | 1. sviatok vianočný | religiöser Feiertag |
| 26. Dezember | 2. Weihnachtsfeiertag | 2. sviatok vianočný | religiöser Feiertag |
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