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Hamburger Sklavenkasse


Die Hamburger Sklavenkasse wurde im Jahre 1624 durch die Hamburgische Admiralität gegründet, um Hamburger Seeleute, welche in die Sklaverei durch nordafrikanische Piraten gerieten, freizukaufen. Der Besatzung wurde je nach Rang ein bestimmter Betrag von der Heuer abgezogen. Um die Lösegeldkasse aufzustocken, wurden in Kirchen regelmäßig Sklavenkollekten gesammelt.

Die Hamburger Sklavenkasse beruhte auf der 1622 für Hamburger Kapitäne und Steuerleute errichteten Casse der Stücke von Achten, in die die Mitglieder vor Antritt einer Fahrt einen Betrag zu leisten hatte. Dieser Beitrag war jedoch für einfache Seeleute unerschwinglich. Die Hamburger Sklavenkasse wurde somit zur ersten Sozialversicherung in Deutschland.

Lübecker Sklavenkasse


Die Lübecker Sklavenkasse wurde im Jahr 1627 vom Rat der Stadt angeordnet und am 8. Mai 1629 eingerichtet. Sie hatte Bestand bis in das 19. Jahrhundert. Wegen des Rückgangs der Lübecker Schifffahrt im Mittelmeerraum war die Sklavenkasse ab dem 18. Jahrhundert hoch liquide. Die letzte Lösegeldzahlung erfolgte 1805. Ihr Restvermögen wurde zur Ablösung des Sundzolls (1857) und des Stader Elbzolls (1861) verwandt, bevor sie am 24. Juli 1861 aufgelöst wurde.

Geschichte (Seefahrt) | Sklaverei | Hamburger Geschichte | Lübecker Geschichte | 1624

 

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