Jfb_skara_brae.jpg | Orkney_inseln_mainland_skara_brae.jpg Skara Brae (manchmal als Skerrabra bekannt) ist eine jungsteinzeitliche Siedlung auf den Orkney-Inseln. Es liegt unmittelbar an der Westküste der Hauptinsel Mainland, und wird in die Zeit zwischen 3.100 v. Chr. und 2.500 v. Chr. datiert. Mit der Eingliederung der Britischen Inseln in die Glockenbecherkultur endet die Nutzung von Skara Brae.
Von Archäologen wird Skara Brae als die am besten erhaltene Siedlung der Jungsteinzeit in Europa angesehen. Die Form der acht Häuser ist auch vom Fundort Barnhouse her bekannt. Sie sind aus Stein erbaut. Weil Holz (das normale Baumaterial der Jungsteinzeit) auf den Orkneys Mangelware war, wichen die Erbauer auf Stein als Baumaterial aus.
Um Skara Brae wurden Rinder, Schafe oder Ziegen und Schweine gehalten sowie Gerste angebaut und wohl, wie im zeitgleichen Rinyo auf Rousay, auch Brot gebacken. Die Arl (ein früher Pflug) war bereits bekannt. Daneben lebten die Bewohner auch von Wild (Rehe wurden offenbar vom Festland auf die Inseln gebracht), Küstenfischfang (Dorsche), von Austern, Hummer, Muscheln und Seevögeln bzw. deren Eiern und den Sekundärprodukten der Viehhaltung (Käse, Milch). In Skara Brae wurde eine Werkstatt gefunden, in der lokale Steine verarbeitet wurden. Funde von Hämatit, der von Hoy stammt, zeigt, dass es einen Austausch unter den Inseln des Archipels gab.
Ort in Schottland | Kulturdenkmal | Weltkulturerbe im Vereinigten Königreich | Archäologischer Fundplatz in Großbritannien | Jungsteinzeit
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