Sissach ist eine politische Gemeinde und zugleich Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Das Wappen wurde 1944 vom Familienwappen derer von Sissach übernommen. Die Flaggenfarben der Gemeinde sind rot-weiss.
Die alte Hauensteinlinie der Centralbahn über Läufelfingen nach Olten zweigt im Bahnhof Sissach von der Stammlinie ab. Südlich des Bahnhofes kann man noch das alte Lokdepot mit Drehscheibe und Wasserturm entdecken.
Von 1891 bis 1916, vor der Inbetriebnahme des Hauensteinbasistunnels, verband die Trambahn Sissach-Gelterkinden-Bahn Sissach mit der Gemeinde Gelterkinden.
Sissach ist ein wichtiger Ausgangspunkt von verschiedenen oberbaselbieter Buslinien, welche die umliegenden Dörfer an den öffentlichen Verkehr anschliessen.
Sissach liegt an der Hauptstrasse, welche vom Kantonshauptort Liestal über den Unteren Hauenstein nach Olten führt. Daneben hat die Gemeinde auch etwas westlich einen eigenen Autobahnanschluss an die A2 und ist daher mit dem Auto gut zu erreichen.
Erste Spuren von Wohnstätten auf dem Burgenrain konnten in die Jungsteinzeit datiert werden. Für die Bronzezeit sind nördlich der Sissacher Flue Siedlungsreste zutage getreten. 600-100 v.u.Z. siedelten die Kelten im Burgenrain. Bei der Bützenen konnte ein römischer Gutshof festgestellt werden.
Einige Bedeutung hatte Sissach im 7. Jahrhundert.
Der Sisgau wurde 835 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1041 übertrug der nachmaliger Kaiser Heinrich III. (HRR) den Sisgau dem Bischof von Basel. Die Lehnsherren von Eptingen bauten die Burg Bischofstein, welche durch das Erdbeben von Basel 1356 zerstört wurde. Die Stadt Basel kaufte in den Jahren 1461 und 1465 die Rechte und das Dorf Sissach.
Seit 1601 ist in Sissach eine Dorfschule dokumentiert, der Peter Zweibrucker als erster Lehrer vorstand.
Durch den Bau der Eisenbahnlinie 1855 erlebte Sissach einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Das Henker-Museum an der Kirchgasse ist das einzige seiner Art schweizweit und zeigt Exponate aus der Geschichte des Strafvollzuges.
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