Sisikon ist eine politische Gemeinde des Kantons Uri in der Schweiz.
Das Dorf wird von markanten Voralpengipfeln überragt: dem Fronalpstock im Nordosten sowie der Kaiserstockkette im Südosten. Gegenüber gibt der See den Blick frei auf die Gletscherpyramide des Urirotstock und die umliegenden Berge.
Dank des milden Klimas gedeihen in Sisikon Feigen und Kiwis.
Der durch Sisikon führende Riemenstalderbach führte während Jahrhunderten immer wieder zu Naturkatastrophen. Aber auch grosse Felsstürze trafen das Dorf, allen voran jener von 1801. Auf der Länge von 300 und der Höhe von 250 Metern stürzte der Fels in den See. Die gewaltige Flutwelle tötete 14 Menschen.
Baugeschichte: Die Eröffnung der Gotthardpassstrasse im Jahre 1830 brachte einen starken Anstieg des alpenquerenden Verkehrs. Just in diese Zeit fiel der Beginn des Dampfschiff-Zeitalters auf dem Vierwaldstättersee. So wurden denn sämtliche Lasten und Passagiere von Brunnen und Luzern her über den See transportiert. Bald schon vermochte diese schwerfällige Transportform im Güterverkehr nicht mehr zu genügen, weshalb immer lautere Stimmen den Bau einer Strasse von Brunnen über Sisikon nach Flüelen forderten. 1862 begannen die Bauarbeiten, 1864 wurde der erste Abschnitt des Axenstrasse genannten Werks eingeweiht, 1865 war sie durchgehend befahrbar.
1871 wurden mit der Gründung der Gotthardbahngesellschaft die Weichen für eine weitere Verkehrserschliessung Sisikons gestellt. Diese gipfelten 1882 mit der feierlichen Eröffnung der Axenstrecke.
Von Sisikon zweigt eine Nebenstrasse nach Riemenstalden ab, wohin Postautos fahren. Kursschiffe der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee bedienen mehrmals täglich die Stationen Sisikon und Tellsplatte, von wo eine Seilbahn auf den Axen fährt.
Der Alplersee (auch Alplensee), rund zehn Kilometer südöstlich von Sisikon gelegen, gilt unter Kennern als einer der schönsten Schweizer Voralpenseen. Er ist nur zu Fuss erreichbar, entweder von Riemenstalden via Chäppeliberg und Alplen, oder von den Alpen Butzen und Stock.
Sisikon ist unter Surfern beliebt, weil hier der Urnersee beste Thermik-Bedingungen bietet. Fortgeschrittene geniessen bei Föhn oder Bise die Möglichkeit, mit hohem Tempo über den See zu preschen.