| Wappen | Karte |
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| Wappensinzig.jpg | Karte_sinzig_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
| Landkreis: | Ahrweiler |
| Geografische Lage: | |
| Fläche: | 41 km² |
| Einwohner: | 17.774 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 431 ''Einwohner je km² |
| Höhe: | 90 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 53489 |
| Vorwahl: | 02642 |
| Kfz-Kennzeichen: | AW |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 077 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchplatz 5 53489 Sinzig |
| Offizielle Website: | www.sinzig.de |
| E-Mail-Adresse: | info@sinzig.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Wolfgang Kroeger |
Sinzig ist eine Stadt am Mittelrhein im Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz mit 20.000 Einwohnern (2004).
Spätestens gegen 1267 erhielt Sinzig Stadtrecht. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Bau der Pfarrkirche St. Peter im spätromanischem Stil der ausgehenden Stauferzeit (geweiht 1241). Konsekrator der Kirche und des Altars war der Dominikaner und Bischof Henricus de Osiliensis (Heinrich von Ösel), der während eines Aufenthalts im Mittelrheingebiet (weitere Weihetätigkeiten im August des Jahres 1241 sind für Koblenz und Boppard urkundlich belegt) auf Bitten und in Vertretung des schwer erkrankten Trierer Erzbischofs Theoderich (Dietrich) von Wied (gest. 1242) Konsekrationen und Lustrationen an verschiedenen Kirchen zwischen Sinzig und Boppard vornahm. Aufgrund der Kirchweihe am Tage Maria Himmelfahrt (1310 erstmals urkundlich belegt) ist für die Weihe der weitgehend fertiggestellten Pfarrkirche St. Peter der 15.August 1241 anzunehmen.
Nach 1297 wurde mit dem Bau der Stadtbefestigungen wie Stadtumwallung, Mauer, dreier Stadttore und der beiden Wighäuser (in Urkunden von 1327, 1350 und 1353 als fertiggestellt belegt) begonnen. Zuvor hatte König Adolf von Nassau am 3. Dezember 1297 den Bürgern Sinzigs die Erhebung eines sog. Ungelds (Steuer) gestattet, das - auf den Verkauf von Wein und landwirtschaftlichen Produkte erhoben - ausschließlich zur Finanzierung und Errichtung der Stadtmauer verwendet wurde.
Bereits ab dem späten 13. Jahrhundert war der allmähliche, wirtschaftliche Niedergang durch mehrfache Verpfändung des Reichsgutes vorgezeichnet. Mit dem endgültigen Übergang des Reichsgutes Sinzig in den Besitz der Herzöge von Jülich am 19. Januar 1348 (urkundliche Pfändungsbestätigung durch Karl IV. an Markgraf Wilhelm V. von Jülich), geriet Sinzig erneut und endgültig an das Herzogtum Jülich-Kleve-Berg und damit in eine territoriale Randlage.
Erst im 19. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufschwung der Stadt im Zuge der Industrialisierung und des Anschlusses an die linksrheinische Eisenbahnlinie Köln - Koblenz - Bingen (1858).
Das Burggrundstück ging 1806 aus Staatsbesitz in den Besitz von J. Peter Broicher und Franz-Joseph Hertgen über. 1850 erwarben Gustav Bunge und seine Frau Adele Bunge, geb. Andreae, das Burggrundstück. Das heutige Schloss wurde 1854/56 vom Architekten Vincenz Statz errichtet. Der Schlosspark entstand 1858-66 nach Plänen von Peter Joseph Lenné. Die Wandgemälde im Schloss brachte Carl Andreae 1863-1865 an. 1891 starb Gustav Bunge, 1899 Adele Bunge. Sinzig_Schloss.jpg Das Gärtnerhaus an der Südwestecke des Schlosses sowie weitere Anlagen wurde 1944 bei Luftangriffen zerstört. 1952 erwarb die Kurbad GmbH das Schloss und baute es um. 1954 erwarb die Stadt Sinzig Schloss und Park für 140.000 DM. 1956 zogen das drei Jahre zuvor gegründete Heimatmuseum und das Stadtarchiv im ersten und zweiten Geschoss ein. Das Erdgeschoss beherbergte Kulturraum und Standesamt sowie bis 1989 den Ratssaal. 1988 wurden Schloss und Park unter Denkmalschutz gestellt.
Das Erdbeben im April 1992 richtete starke Schäden an, was umfangreiche Sanierungsarbeiten nach sich zog.