| Flagge | Großes Wappen |
|---|---|
| Flagge Belgrad.PNG | Beograd-groß.jpg |
| Basisdaten | |
| Staat: | Serbien |
| Fläche | Stadtgebiet: 3.223 km² Kerngebiet: 359 km² |
| Einwohner | 1.373.651 bzw. 1.795.124 im Ballungsraum (2005) |
| Bevölkerungsdichte | 556 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 11000 |
| Vorwahl | +381(0)11 |
| Geografische Lage | |
| Höhe | 117 m über NN |
| Gliederung | 17 Bezirke |
| Kfz-Kennzeichen | BG |
| Webseite | http://www.beograd.co.yu/ |
| E-Mail-Adresse | * |
| Politik | |
| Bürgermeister | Nenad Bogdanović seit 2004 |
| Stärkste Fraktion | DS |
| Lage in Serbien | |
| Karte_Serbien.png | |
Belgrad hat mehrere Universitäten und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.
Die Stadt Belgrad bildet die politische, kulturelle und wirtschaftliche Metropole Serbiens. Sie ist eine der ältesten Städte Europas und neben Athen die größte urbane Einheit auf dem Balkan. Die ältesten archäologischen Funde auf seinem Gebiet reichen in das 5. Jahrtausend v. Chr. zurück. Keltische Stämme gründeten Singidun im 3. Jahrhundert v. Chr. Die Stadt wird 878 mit dem Namen Belgrad zum ersten Mal erwähnt.
Aufgrund ihrer Größe bildet Belgrad und Umgebung den serbischen Bezirk Belgrad, in dem über 2 Mio. Menschen leben.
Belgrads Kern befindet sich am rechten Donau- und rechten Save-Ufer. Am linken Donauufer beginnt der Banat mit der Pannonischen Tiefebene, am rechten zwischen Donau und Save Syrmien, und südlich von Belgrad liegt die waldreiche Šumadija. Im Winkel zwischen Donau und Save liegt die Neustadt Novi Beograd und ein Stück donauaufwärts Zemun (deutsch auch Semlin), zur Zeit der Türkenkriege ein habsburgischer Vorposten und heute Vorort von Belgrad.
Die Hauptverkehrsader der Stadt verläuft bei der Anhöhe der Festung Kalemegdan an der Knez Mihailova Straße über die Terazije bis zur Slavija.
Bezirk Beograd.JPG Belgrads Umgebung wird von zwei Landschaftsbildern geprägt: der Pannonische Tiefebene mit ihren großen Getreide- und Maisfeldern im Norden und der Šumadija mit ihren Obst- und Weingärten und den riesigen Wäldern im Süden an der Save und Donau. Die größten Erhebungen in der Nähe Belgrads sind der Berg Kosmaj (628 m) und der Avala (511 m). Die Geländeoberfläche Belgrads von Süden betrachtet erweckt den Eindruck, als breite sich die Stadt über viele Hügel aus. Einige Hügel in Belgrad und Umgebung sind Banovo brdo, Lekino brdo, Topčidersko brdo, Kanarevo brdo, Julino brdo, Petlovo brdo, Zvezdara, Vračar und Dedinje. Nördlich der Save und Donau erstrecken sich die alluvialen Ebenen und das Löß-Plateau (Bežanijska kosa), die ein 30 m hoher Steilhang trennt. Auf dem linken Save-Ufer, unterhalb des Löß-Plateaus, erstreckt sich der Stadtteil Novi Beograd und am linken der Stadtteil Zemun.
Das am höchsten gelegene Gebäude im Kerngebiet der Stadt ist auf Torlak (Voždovac) die Dreifaltigkeitskirche mit 303,1 m, während Ada Huja mit 70,15 m den tiefstgelegenen Punkt aufweist. Das Kosmaj-Gebirge (Mladenovac) ist mit 628 m die höchste Erhebung im breiteren Stadtgebiet. Für die Durchschnittshöhe Belgrads wird die absolute Höhe der Wetterwarte mit 132 m genommen.
Die genaue geografische Lage des Belgrader Stadtzentrums der Knez Mihailova (Hauptstraße im Zentrum) ist 44°49'14" nördlichen Breitengrades und 20°27'44" südlichen Breitengrades. Belgrad erstreckt sich auf 3,6 % des serbischen Territoriums.
Stadtbezirke:
Čukarica,
Novi Beograd,
Palilula,
Rakovica,
Savski venac,
Stari grad,
Voždovac,
Vračar,
Zemun,
Zvezdara
Vorstadtbezirke:
Barajevo,
Grocka,
Lazarevac,
Mladenovac,
Obrenovac,
Sopot,
Surčin
In Belgrad herrscht ein gemäßigtes kontinentales Klima mit den für Europa üblichen vier Jahreszeiten. Der Herbst ist ein typischer Altweibersommer und hat längere Sonnentage und wärmere Zeitabschnitte als der Frühling.
Der Winter hat insgesamt 21 Tage im Jahr mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Doch aus dem Nordosten Belgrads weht ein sehr kalter Wind, der Košava, der den längeren Aufenthalt im Freien teils nahezu unmöglich macht, auch wenn das Thermometer nur wenige Grade unter dem Gefrierpunkt anzeigt. Doch dieser Wind ist charakteristisch für Belgrads Klima. Er weht immer nur 2 bis 3 Tage lang mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 25-43 km/h, doch er kann auch Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h erreichen. Seine gute Seite ist, dass er der größte Luftreiniger Belgrads ist.
Der Januar ist der kälteste Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 0,40°C. Der Frühling ist kurz und regnerisch. Der Übergang zum Sommer erfolgt plötzlich.
Der Sommer ist dagegen meist sehr heiß, mit konstanten Temperaturen über dreißig Grad. Am schönsten sind in Belgrad die Monate Mai, September und Oktober. Doch gerade deswegen scheint der Belgrader verliebt in seine Stadt zu sein und hält diese wegen ihrer verschiedenen Variationen zu den schönsten der Welt. Wer jedoch die Wärme bevorzugt, ist in den Sommermonaten Juni bis zum Anfang September in Belgrad gut aufgehoben.
Im Zeitraum von 1961 bis 1990 wurde ein jährliche Durchschnittstemperatur von 11,90°C gemessen. Die wärmsten Monate sind laut Statistik die Monate Juli mit 21,70°C und August mit 21,30°C.
Die bisher gemessenen Extremwerte in Belgrad sind 10. Januar 1893 (-26,20°C) sowie der 12. August 1921 und 9. September 1946 (+42°C). Von 1888 bis 2003 wurden nur zwölf Tage mit Temperaturen über 40°C registriert. Die Zahl der Tage mit über 30°C beträgt im Schnitt 31, Tage mit sommerlichen Temperaturen über 25°C betragen im Durchschnitt 95 im Jahr.
Die Niederschläge weisen in Belgrad und seiner Umgebung im Jahresdurchschnitt 685 mm auf. Die größten Niederschlagsmengen werden im Mai und Juni registriert. Belgrad_Save_Donau.jpg Die Sonnentage betragen im Schnitt 2.096 Stunden. Die größte Sonneneinstrahlung beträgt etwa 10 Stunden täglich in den Monaten Juli und August, während im Dezember und Januar die Bewölkung am stärksten ist, wenn die Sonne im Schnitt 2 bis 2,3 Stunden täglich scheint. Im Schnitt schneit es 27 Tage, die Schneedecke hält sich 40 bis 44 Tage und ist zwischen 14 und 25 cm dick.
Durch Belgrad fließt die Donau in einer Länge von 60 km von Stari Banovci bis Grocka, und die Save in einer Länge von 30 km flussaufwärts von Obrenovac bis zur Mündung. Belgrad hat Flussufer von 200 km Länge mit 16 Flussinseln, davon sind die bekanntesten Ada Ciganlija, Veliko ratno ostrvo (Große Kriegsinsel) und Gročanska ada (Grocka-Insel).
Das Stadtgebiet ist mit zahlreichen Wäldern bestückt. Zu den größten und schönsten zählen die auf Kosmaj, Avala, und Trešnja, aber auch die Wälder Lipovačka šuma, auf Topčider, Obrenovački zabran und der Bojčin-Wald.
Belgrad ist eine Stadt mit einer langen und bewegten Vergangenheit.
Mit Starčevo und Vinča, die zu den Vororten Belgrads gehören, zählt das alte Belgrad mit gut 7.000 Jahren zu den ältesten ständig besiedelten Ortschaften Europas. Im geschichtlichen Zeitalter ist die Stadt allerdings mehr als fünfzigmal zerstört worden, und allein im 20. Jahrhundert wurde sie dreimal schwer beschädigt. Das erklärt auch, warum Belgrad wenige Gebäude besitzt, die mehr als hundert Jahre alt sind. Sehenswürdigkeiten aus alten Zeiten sind rar, und wer trotzdem auf sie nicht verzichten möchte, ist auf die vielen Museen der Stadt angewiesen. Ein weiterer Grund für den geringen Bestand an alten Gebäuden ist, dass die städtebauliche Struktur Belgrads vor 1867 einer ungeplanten Agglomeration von eingeschossiger Bebauung im so genannten Balkanstil entsprach. So wurden dann in der Planung von Emilijan Josimović (1867) Straßenfluchten begradigt und in der folgenden Stadtentwicklung eine Vielzahl neoklassizistischer Gebäude an deren Stelle errichtet, die das Bild des Stadtzentrums bis heute prägen.
Dem keltischen Stamm der Skordisker wird die Gründung von Singidun zugeschrieben. Um 279 v. Chr. wurde Singidun das erste Mal schriftlich erwähnt. Der Name bedeutete runde Festung oder runde Stadt. Singidun wurde durch die Römer um 86 v. Chr. erobert. Diese bauten das nun römische Singidunum als Festung weiter aus, doch sollte es lange Zeit im Schatten von Sirmium (heute Sremska Mitrovica in der Vojvodina an der Grenze zum engeren Serbien) stehen, das sogar die Hauptstadt einer der 4. Präfekturen des Römischen Reiches war. Seit 488 gehörte Singidunum zum Oströmischen Reich. Die Byzantiner siedelten die Heruler zur Abwehr der Gepiden.
Ende des 6. Jahrhunderts eroberten erstmals die mit den Awaren verbündeten Slawen Singidunum. Die Slawen nannten Singidunum weiße Festung oder weiße Stadt: Beograd, Belgrad, Beligrad, Biograd. Um 878 wurde diese Bezeichnung in einer päpstlichen Bulle erstmals schriftlich erwähnt. Seither wurde Belgrad auch Griechisch Weissenburg, Alba Graeca, Nándorfehérvár oder Castelbianco genannt. In Belgrad wechselten sich Bulgaren, Byzantiner und Ungarn ab.
Der erste serbische König, der die Stadt regierte, war Stefan Dragutin, der als ungarischer Vasall in der Zeit von 1282 bis 1316 eine Herrschaft im Norden Serbiens hatte. Nach seinem Tod herrschte wieder Ungarn über Belgrad. Stefan Uroš IV. Dušan (1331-1355), der mächtigste König des mittelalterlichen Serbien, sollte Belgrad kurzfristig seiner Herrschaft angliedern. Doch erst unter Stefan Lazarević (1389-1427) sollte Belgrad erstmals serbische Hauptstadt werden. Stefan Lazarević baute die Stadt großzügig aus, und angeblich zählte die Stadt damals an die 10.000 Einwohner. Konstantin der Philosoph, einer der letzten Universalgelehrten des byzantinischen Balkans, sollte Belgrad als das neue Jerusalem und Konstantinopel vergleichen.
1427 fiel Belgrad an Ungarn zurück, das zum wichtigsten ungarischen Stützpunkt gegen das aufstrebende Osmanische Reich wurde. Schließlich eroberten die Osmanen unter Süleyman I. Belgrad nach langer Belagerungszeit 1521. Belgrad diente auch den Osmanen als wichtigster Stützpunkt für ihre Feldzüge gegen den Westen. 1688 gelang Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern die Rückeroberung, er konnte die Stadt jedoch nur bis 1690 halten. 1717 besiegte Prinz Eugen von Savoyen die Osmanen bei Peterwardein und nahm Belgrad ein. Zitat vom Prinzen vor der Eroberung: "schlagen einen Brucken, dass man konnt' hinüber rucken mit d'r Armee wohl für die Stadt". Und somit gehörten von 1718 bis 1739 Stadt und Comendatur des Königreichs Servien den Habsburgern. Die Belgrader Festung Kalemegdan hat ihre jetzige Form von den Habsburgern erhalten. Später wurden nur noch leichte Veränderungen vorgenommen.
1804 entschlossen sich die Serben zum Aufstand gegen die Osmanen. Zu ihrem Anführer wählten sie Karađorđe, den schwarzen Georg. Belgrad wurde von den Aufständischen 1806 erobert und sogleich zu ihrer Hauptstadt gemacht. Der Aufstand wurde zwar 1813 niedergeschlagen, doch schon 1815 wagten die Serben unter Miloš Obrenović einen zweiten Aufstand. Die Serben bekamen ein autonomes Fürstentum, und Belgrad wurde serbisch. Allerdings verblieb ein osmanisches Regiment in der Belgrader Festung. 1867 zwang Fürst Mihailo Obrenović die letzten osmanischen Regimenter, das Fürstentum zu verlassen, und Belgrad wurde feierlich zur freien serbischen Hauptstadt geweiht. 1882 wurde das Fürstentum Serbien zum Königreich erklärt und Belgrad damit zur königlichen Hauptstadt.
Im Ersten Weltkrieg wurde Belgrad schwer zerstört. Nach Beendigung des Krieges wurde Belgrad zur Hauptstadt des neu gegründeten Jugoslawien, die Stadt wieder aufgebaut. Am 6. April 1941 griffen die Achsenmächte ohne Vorwarnung oder Kriegserklärung Jugoslawien an, und Bombardements fügten der Stadt schwere Schäden zu, u. a. wurde die Nationalbibliothek durch einen Brand zerstört und Kulturgut in unschätzbarem Wert ging verloren. Am 20. Oktober 1944 wurde Belgrad schließlich von der jugoslawischen Armee befreit, unterstützt durch die Rote Armee.
Belgrad wurde zur Hauptstadt des kommunistischen Jugoslawiens als auch der Teilrepublik Serbien. Neu-Belgrad (Novi Beograd), eine moderne Siedlung an der Mündung der Donau und Save gegenüber der Altstadt, wurde ausgebaut. 1991 kommt es zum Zerfall Jugoslawiens und Belgrad wird Hauptstadt der Bundesrepublik Jugoslawien, sowie vom 4. Februar 2003 bis zum 3. Juni 2006 der Staatenunion Serbien und Montenegro.
1965 wurde auf dem Berg Avala ein auch für Touristen zugänglicher, 203 Meter hoher, Fernsehturm errichtet, der bei den Luftangriffen 1999 zerstört wurde. (1999 wurde Belgrad im Rahmen des Kosovo-Krieges Ziel von Angriffen der NATO). In dessen Verlauf wurden zahlreiche Regierungsgebäude wie das Verteidigungsministerium und das Polizeipräsidium zerstört. Aber auch Gebäude von Fernsehsendern oder Radiosendern. An vielen Stellen ist das Stadtbild nach wie vor durch beeindruckende Kriegsruinen geprägt, die weder abgetragen noch wiederaufgebaut wurden.
Insgesamt leidet die städtische Infrastruktur (Straßen, öffentliche Verkehrsmittel usw.) nach wie vor unter mangelnden staatlichen Investitionen. Diese sind unter anderem Folge der instabilen politischen Situation Serbiens, die den Fluss ausländischer Investitionen hemmt sowie des Misstrauens der serbischen Bevölkerung in die politische Führung. Seit 1995 hat sich eine florierende Schattenwirtschaft entwickelt, deren Gewinne am Fiskus vorbeigeschleust werden.
| Name | Herkunft |
|---|---|
| Singidun | keltisch |
| Singidunum | römischer Name (vom Keltischen abgeleitet) |
| Alba Bulgarica | Vom Jahr 824 als die Bulgaren über Belgrad herrschten |
| Beograd | Slawischer Name (Übersetzung aus dem Keltischen). Zum ersten Mal 878 erwähnt in einem Brief des Papstes Johannes VIII. an den Kaiser Boris von Bulgarien |
| Alba Graeca | noch ein Name aus der Zeit der bulgarischen Herrschaft |
| Fehérvár | ungarisch |
| Nándoralba | ungarisch |
| Nándorfehérvár | ungarisch |
| Lándorfehérvár | ungarisch |
| Weissenburg | deutsch |
| Castelbianco | italienisch |
| Veligradon | byzantinisch |
| Prinz Eugen Stadt | nazistischer Name vom zweiten Weltkrieg |
Gemäß der Volkszählung von 1991 gehörten 87 % der Belgrader der christlich-orthodoxen Konfession an, rund 2 % der römisch-katholischen und circa. 0,2 % der evangelischen. Etwa 2 % bekannten sich zum Islam und 0,03 % waren Juden. 6 % bekannten sich zu anderen Konfessionen und 4 % erklärten sich als Nichtgläubige. Seither wurden keine aktuellen Erfassung gemacht.
Belgrad ist Sitz eines orthodoxen Patriarchen (Serbisch-Orthodoxe Kirche), eines römisch-katholischen Erzbischofs und verschiedener evangelischer Landeskirchen.
Wie viel Bedeutung die Serben diesem Festtag geben, bezeugt auch die Tatsache, dass das größte historische juristische Dokument des serbischen mittelalterlichen Staates, das berühmte Gesetzbuch Dušans (Dušanov zakonik), am Himmelfahrtstag 1349 veröffentlicht und desgleichen am Himmelfahrtstag 1354 ergänzt wurde. Auf dem Himmelfahrtsfest 1939 wurde der Stadt Belgrad die größte Kriegsauszeichnung verliehen - Karađorđes Stern mit Schwertern vierten Grades. Erwähnenswert ist, dass die 1863 erbaute Himmelfahrtskirche die Originalfahne der Stadtverwaltung von Belgrad bewahrt hat. Die Fahne aus rotem Brokat veranschaulicht auf der einen Seite die Ikone von Christi Himmelfahrt und die mit Goldfäden gestickte Inschrift: "Gemeinde der Stadt Belgrad 1938" und auf der anderen Seite die Ikone der Hl. Parascheva und die Botschaft: "Wer das Schutzpatronenfest feiert, dem steht Gott bei". Von dieser Kirche, die das Stadtschutzpatronenfest bewahrt, brach 1992 erneut die Prozession auf, an der Spitze mit Seiner Heiligkeit, Patriarch Pavle.
Interessant ist auch, dass die Stadt ebenfalls eine Schutzherrin, die Allerheilige Muttergottes, hat. Ihr hat der Despot Stefan Lazarević Belgrad geweiht.
An Industrie gibt es Maschinen-, Fahrzeug-, Schiffbau, Textil- und Industriemesse, außerdem ist die Stadt ein bedeutender Binnenhafen und eine wichtige Zwischenstation für den Verkehr von Mitteleuropa in Richtung Istanbul, Skopje, Athen und Tirana. In Belgrad befinden sich im Dienstleistungsbereich viele Banken und Versicherungen. Der Dienstleistungssektor ist vor allem wichtig da Serbien ein wichtiges Transitland ist. In Zukunft wird eine Ölpipeline von Constanţa nach Triest gebaut, die Serbien durchqueren wird.
Durch Belgrad verlaufen 3 Autobahnen:
Dass die Schifffahrt schon immer ein wichtiger Handelsschwerpunkt war, zeigt schon das Belgrader Wappen.
1931 leitete Belgrads Bürgermeister Milan Nešić, eine Aktion zur Festlegung des Wappens. Ein Ausschuss aus Künstlern, Heraldikern, Universitätsprofessoren, Generälen und Staatsräten wurde gebildet. Es wurde beschlossen:
Bei einer Ausschreibung ging die Skizze des Belgrader Malers Ðorđe Andrejević-Kun überzeugend als Sieger hervor. Auf Vorschlag der Jury sind an der Skizze geringfügige Änderungen vorgenommen worden. Die preisgekrönte und offiziell angenommene Skizze des Wappens in Farbe wurde in der "Belgrader Allgemeinen Zeitung" Nr. 1/32 veröffentlicht.
Wegen der veränderten gesellschaftlichen Umstände nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Stadt langsam ihr Wappen zu vergessen. Statutarische Lösungen bewegen sich zwischen dem völligen Fehlen einer Verordnung bezüglich des Wappens, über den Gebrauch des Terminus "Emblem", ohne Angabe des Blasons (Beschreibung) des Wappens, bis hin zur Verordnung, die dem Blason eine stilisierte Version verleiht, für die keine entsprechenden Dokumente vorlagen.
Im Plan ist ein neues Fussballstadion von FK Partizan Belgrad, dass 200 Millionen € kosten soll. Sobald dass Stadion im Jahre 2007 fertig ist soll die Serbische Fußballnationalmannschaft ihre Länderspiele im neuen Nationalstadion bestreiten. Die Kapazität soll erweitert werden auf 45.000 Sitzplätze.
Mehr Infos unter Homepage von FK Partizan Belgrad
Belgrad | Ort in Serbien | Hauptstadt in Europa | Archäologischer Fundplatz in Serbien
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