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Singapura
 

新加坡共和国
Xīnjiāpō Gònghéguó (chin.)
Republik Singapura (malai.)
சிங்கப்பூர் குடியரசு
Ciŋakappūr Kudiyarasu (Tamil)
Republik Singapur
Republic of Singapore (engl.)

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Flag of Singapore.svg Singapore coa.png
(Details) (Details)
Wahlspruch: "Majulah Singapura"
mal., "Vorwärts, Singapur"

Amtssprachen Malaiisch¹, Hochchinesisch, Tamil, Englisch
Hauptstadt Singapur
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Sellapan Rama Nathan
Regierungschef Lee Hsien Loong
Fläche 682,7 km² (175.)
Einwohnerzahl 4.425.720 (Stand Juli 2005) (119.)
Bevölkerungsdichte 6.384 Einwohner pro km² (2.)
Ethnische Gruppen Chinesen: 76,8 %, Malaiien: 13,9 %, Inder: 7,9 %, andere: 1,4 % (Zensus 2000)
Unabhängigkeit 9. August 1965
Währung Singapur-Dollar
Zeitzone UTC + 8
Nationalhymne Majulah Singapura
Kfz-Kennzeichen SGP
Internet-TLD .sg
Vorwahl +65
Strom 240 V ~50 Hz ; Britisches Steckersystem (intl. Typ G)
Mobilfunkstandard GSM auf 900 MHz und 1800 MHz
Fernsehnorm PAL
(1) Malaiisch ist Nationalsprache
LocationSingapore.png
Sn-map.png vom Festland getrennt ist.]]

Die Republik Singapur (malaiisch Republik Singapura, chin. 新加坡/新嘉坡 Xīnjiāpō, tamilisch: சிங்கப்பூர் குடியரசு) ist ein Inselstaat und das kleinste Land in Südostasien.

Namensherkunft


Der Name "Singapur" entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha ("Löwe") und Pura ("Stadt"), bedeutet also Löwenstadt.

Bei der Besiedlung im 7./8. Jahrhundert bekam das damalige Fürstentum zunächst den Namen Temasek ("Stadt am Meer"). Die Legende berichtet, dass dieses jedoch bald in "Löwenstadt" umbenannt wurde. Anlass dafür soll eine Erscheinung in Form eines löwenähnlichen Meeresungeheuers gewesen sein. "Merlion", das Wahrzeichen des Stadtstaates, hat hier seine Ursprünge.

Geographie


Singapore Planning Regions.png Der kleine Staat Singapur liegt jenseits der schmalen Johorstraße unmittelbar vor dem Südende der Hinterindischen und der Malaiischen Halbinsel, auch Malakka-Halbinsel genannt. Dort befindet er sich zwischen Malaysia im Norden und Indonesien im Süden auf einer recht großen Hauptinsel, drei größeren und etwa 50 kleinen Inseln.

Die Stadt Singapur, die den Großteil des Inselstaats einnimmt, liegt bei den Koordinaten: auf einer Insel, die im Norden durch eine Brücke mit der Stadt Johor Bahru und im Westen durch den Ayer Rajah Expressway mit dem Festland (Malaysia) verbunden ist. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist mit 163,8 Metern der Bukit Timah Hill im Bukit Timah Reservat.

Ursprünglich war nur der Süden des Landes am Singapur Fluss bewohnt. Die restlichen Teile des Landes bestanden aus tropischem Regenwald oder wurden landwirtschaftlich genutzt. In den 1960er Jahren wurden neue Stadtgebiete vor allem als Satellitenstädte außerhalb des ursprünglichen Stadtgebietes errichtet. Die Regierungsbehörde Urban Redevelopment Authority ist verwantwortlich für die Stadtentwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf effiziente Landnutzung und -verteilung sowie Verkehrsplanung gelegt. In einem Entwicklungsplan wird die Landnutzung für die 55 Planungsgebiete, die auf fünf Regionen und zwei Wasserschutzgebiete aufgeteilt sind, festgelegt.

Aufgrund der knappen Landfläche spielt für Singapur die Landgewinnung eine große Rolle. Das Erdmaterial wird dazu von eigenen Bergen, dem Meeresboden oder von Nachbarstaaten entnommen. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 697,2 km² und soll bis 2030 noch um 100 km² wachsen.

Klima_singapur.jpg Das Klima ist feucht-tropisch. Die Temperatur beträgt fast über das ganze Jahr etwas über 28 Grad Celsius. In den Monaten Oktober bis Februar sind die Temperaturen bedingt durch den Monsun nur etwas niedriger als im restlichen Jahr, bei stärkeren Niederschlägen.

Die Insel Sentosa wird manchmal der südlichste Punkt des asiatischen Festlands genannt. Dies ist etwas umstritten, da sowohl Sentosa als auch Singapur Inseln sind, die jedoch mit Dämmen und Brücken mit dem Festland verbunden sind.

Geschichte


Die ersten Aufzeichnungen Singapurs stammen aus chinesischen Texten des 3. Jahrhunderts. Die Insel diente als Außenposten des auf Sumatra beheimateten Srivijaya-Reiches. Ursprünglich trug Singapur den javanischen Namen Temasek. Nachdem Temasek anfangs zu einer bedeutenden Handelsstadt aufstieg, verlor es bald wieder an Bedeutung. So kommt es, dass außer ein paar archäologischen Spuren kaum mehr etwas aus jener Zeit erhalten ist.

Stamford Raffles statue.jpg von Thomas Woolner, erbaut am (vermuteten) Landungspunkt. Raffles wird als Gründer des modernen Singapur anerkannt.]] 1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles, Agent der britischen Ostindischen Handelskompanie, am alten Handelssitz Singapur ("Stadt des Löwen") die erste Niederlassung. Die Insel war zuvor nur von 20 malaiischen Fischerfamilien bevölkert und eine Zufluchtstelle für Seeräuber.

1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor für 60.000 Dollar und eine Jahresrente von 24.000 Dollar abkaufte.

1867 wurde Singapur im Rahmen weiterer territorialer Expansionen zur britischen Kronkolonie. Bald wuchs die Bedeutung von Singapur als Umschlaghafen aufgrund seiner geographischen Lage entlang der verkehrsträchtigen Schifffahrtswege zwischen China und Europa. Die Einwohnerzahl ganz Singapurs im Jahr 1881 betrug 172.993. Situationskaertchen von Singapur.jpg

Im Zweiten Weltkrieg marschierten Japans Truppen in Malaysia ein und umzingelten die Insel. Die schlecht vorbereiteten britischen Soldaten unter Arthur Percival wurden trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit von den Japanern in der Schlacht um Singapur geschlagen und kapitulierten im Februar 1942. Die Japaner benannten Singapur in Folge in Syonan-to („Licht des Südens“) um und hielten es bis zur japanischen Kapitulation im September 1945.

1945 wurde Singapur an die Briten zurückgegeben, und 1959 wurde Singapur eine selbstregierte Kronkolonie, welche nach den von der People's Action Party (PAP) gewonnenen Wahlen 1959 von Lee Kuan Yew als erstem Premierminister regiert wurde.

Nach einem landesweiten Referendum 1962 wurde Singapur in eine Föderation mit Malaysia, Sabah und Sarawak entlassen und somit am 1. September 1963 vom Vereinigten Königreich unabhängig.

Shentonsway.jpg, die Periode, in der Singapur eine immense wirtschaftliche Entwicklung unter der Führung von Lee Kuan Yew nahm.]]

Im Herbst 1964 kam es zu massiven Unruhen zwischen chinesischen und nicht-chinesischen Einwohnern. Nach heftigen ideologischen Konflikten zwischen der von der PAP gestellten Regierung und der Föderationsregierung in Kuala Lumpur sowie wegen Befürchtungen auf malaysischer Seite, dass die Unruhen über die Stadt hinaus ausgreifen könnten, wurde Singapur am 7. August 1965 aus der Föderation ausgeschlossen. Zwei Tage später, am 9. August 1965, wurde Singapurs Souveränität als erstes von Malaysia anerkannt. Seither ist dies der Nationalfeiertag. Die junge und territorial eingeschränkte Nation musste um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit kämpfen und sah sich mit Problemen wie Massenarbeitslosigkeit, Knappheit an Wohnraum, Ackerland und an Rohstoffen (z. B. Öl) konfrontiert.

Während Lee Kuan Yews Amtszeit als Premierminister von 1959 bis 1990 wurde erfolgreich die Massenarbeitslosigkeit bekämpft, der Lebensstandard erhöht und Singapurs Wirtschaftskraft gestärkt. Als einer der vier Tigerstaaten schaffte Singapur innerhalb einer Generation den Sprung vom Entwicklungsland hin zu einer Industrienation.

Am 26. November 1990 übernahm Goh Chok Tong das Amt des Premierministers. Unter seiner Regierung war das Land mit neuen Problemen beschäftigt: 1997 kam ein wirtschaftlicher Einbruch mit der Südostasienkrise, 2003 dämpfte SARS die wirtschaftliche Entwicklung, hinzu kam die terroristische Bedrohung durch die Jemaah Islamiah (JI).

Am 12. August 2004 wurde Lee Hsien Loong, der älteste Sohn von Lee Kuan Yew, in dem nach wie vor von der PAP dominierten Parlament zum dritten Premierminister Singapurs gewählt.

Bis heute gibt es Streitigkeiten mit Malaysia, darunter:

  • Streit über die Wasserversorgung und die Verrechnung der entstandenen Kosten. Wasser wird von Malaysia geliefert und von Singapur aufbereitet. Durch geschickte Verhandlungen hat Singapur das aufbereitete Wasser für einen höheren Preis an Malaysia verkaufen können, als es selbst für das Frischwasser an Malaysia zahlen musste. Singapur ist auf Wasserimporte dringend angewiesen.
  • Streit über den Besitz der Insel Pedra Branca (portugiesisch)/Pulau Batu Putih (malaiischer Name), sowie den Inseln Middle Rocks und South Ledge. Eine Klärung vor dem Internationalen Gerichtshof wird angestrebt.
  • (Grenz-)Streitigkeiten über Singapurs Landgewinnung, Brückenbau und Seegrenzen.

Politik


Singapur ist eine parlamentarische Republik nach dem Westminster-System (dem Vereinigten Königreich ähnlich). Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, der mit Veto-Rechten in einigen Schlüsselbereichen ausgestattet ist und die obersten Richter benennt.

Singaporean parliament.JPG Die Legislative ist das Parlament, und die Exekutive wird durch das Kabinett gebildet, welches vom Premierminister als Regierungsoberhaupt geleitet wird.

Die Politik Singapurs wurde seit der Unabhängigkeit 1965 von der People's Action Party (PAP) dominiert. Von Kritikern wird Singapur daher teils auch als Einparteienstaat eingeordnet, und der PAP werden teilweise rigide Handlungen gegen die Oppositionsparteien vorgeworfen. Dabei soll die PAP teils manipulierend einwirken oder durch zivilrechtliche Klagen (Verleumdung) unliebsame Gegner aus dem Weg schaffen. Auch das strikte Mehrheitswahlrecht trägt zur dominanten Stellung der PAP bei (Wahlpflicht).

Ebenso behaupten Kritiker, dass Singapurs Gerichte auf Seiten der Regierung stehen würden, auch wenn einige Verfahren von der Opposition gewonnen wurden. Westliche Demokratien betrachten Singapurs Regierungsform daher manchmal dem Autoritarismus näher als einer Demokratie im westlichen Sinne.

Trotz dieser Vorwürfe hat Singapur das, was viele eine sehr erfolgreiche und transparente Marktwirtschaft nennen. Die Politik der PAP beinhaltet sozialistische Aspekte, wie zum Beispiel ein großangelegtes öffentliches Wohnraumprogramm, und eine Dominanz staatlicher Unternehmen in der lokalen Wirtschaft. Die PAP wies westliche demokratische Werte durchgehend zurück. Der frühere Premierminister Lee Kuan Yew zitierte in diesem Zusammenhang die Inkompatibilitäten westlicher Demokratien mit "asiatischen Werten". In jüngerer Vergangenheit lockerte die PAP einige Teile ihrer gesellschaftlich konservativen Politik und unterstützt unternehmerische Einstellungen.

Das Zusammenspiel aus konfuzianisch orientierter, staatlich-öffentlich kommunizierter Ethik, strengen Gesetzen, einem hohen Grad an Überwachung, sehr geringer Korruption und hoher Transparenz ließ eine wohlhabende Gesellschaft entstehen, die eine der niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt hat.

Clementi station.JPG

Infrastruktur


Aufgrund der britischen Kolonialvergangenheit herrscht Linksverkehr. Es bestehen 2 Landverbindungen mit Malaysia. Der Causeway im Norden, eröffnet in den 1920er Jahren, verbindet Woodlands (Singapur) mit Johor Bahru (Malaysia) für Kraftfahrzeuge und Bahn. Außerdem ist sie die Hauptverbindung für die Wasserversorgung Singapurs. Eine zweite Brücke besteht im Westen Singapurs, welche 1996 fertiggestellt wurde. Sie verbindet Tuas (Singapur) mit Gelang Patah (Malaysia).

Es gab Überlegungen, den Kanal, der Singapur von Malaysia trennt, aufzuschütten und so die Insel mit dem Festland zu verbinden. Dieser Plan wurde aber aufgrund von Grenzproblemen aufgegeben. Singapur hätte die Hauptkosten getragen, Malaysia bestand allerdings auf der Beibehaltung der heutigen Grenzziehung in der Mitte des Kanals.

Singaporecrystalmover.JPG Singapur hat ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz, genannt MRT (Mass Rapid Transit) betrieben von der SMRT Corp und Sbs Transit.

Im Osten des Stadtstaates befindet sich der internationale Flughafen, der von 64 internationalen Fluglinien angeflogen wird. Der Changi Airport besteht derzeit aus zwei Terminals. Ein drittes Terminal befindet sich bis 2008 im Bau. Eine Verbindung der Terminals wird mit einer Einschienenbahn sichergestellt. In Terminal 2 befindet sich die MRT-Haltestelle, mit der man preisgünstig in die Innenstadt kommt.

Es existiert des Weiteren eine eingleisige Eisenbahnverbindung (nichtelektrifiziert) mit Malaysia, betrieben von der KTM (Keretapi Tanah Melayu). Der Hauptbahnhof Singapurs befindet sich im südlichen Teil der Insel. Die gesamte Eisenbahnanlage ist exterritorial, d. h. Eigentum Malaysias. Daher passiert man die malaiische Grenzkontrolle kurz vor dem Einsteigen des Zuges und reist nach Malaysia ein, verlässt aber erst beim Erreichen der singapurischen Grenzkontrolle am Causeway den Stadtstaat. Die Fahrtdauer von Singapur Hbf nach Kuala Lumpur Sentral beträgt ca. 7 Stunden, die durchschnittliche Zuggeschwindigkeit 40-60 km/h. Malaysia hatte die Absicht, diese Verbindung auf zwei Gleise zu erweitern sowie zu elektrifizieren, so dass Schnellzüge darauf fahren können. Der neue malaiische Ministerpräsident hat diese Pläne erst einmal gestoppt.

Das Nahverkehrsbus-System ist ausgezeichnet. Es gibt keinen festen Fahrplan, sondern es wird an den Haltestellen die durchschnittliche Taktrate (z. B. 10 Minuten), wann der nächste Bus vorbei fährt, angegeben. Die Haltestellen stehen im Abstand von wenigen hundert Metern auseinander. Sie werden nur bei Bedarf angefahren, d. h. dem Busfahrer muss von der Straße aus ein Signal (Handbewegung nach unten) gegeben werden. Esplanade Singapore 01.jpg Es gibt klimatisierte wie auch noch nichtklimatisierte Busse, diese sind im Fahrpreis geringfügig günstiger. Bezahlung per Bargeld muss passend sein, es wird kein Wechselgeld herausgegeben. Sehr bequem ist die Bezahlung mit der EZ-link-Karte.

Taxis sind weit verbreitet und äußerst günstig. Allerdings kommt es zu starken Engpässen während der Rush-Hour, samstags und bei Regen.

Der Besitz eines Privat-Pkws ist sehr teuer (ein einfacher Kleinwagen kostet, einschließlich aller Gebühren, etwa das 2,5-fache der europäischen Preise), so dass nur vermögende Singapurer einen besitzen. Regelmäßig entscheidet die staatliche Land Transport Authority (LTA) über die Erteilung von Lizenzen, die in einem Bieterverfahren ersteigert werden können. Dies ist ein wirksames Instrument, um die Anzahl von Pkw in Singapur zu begrenzen. Eine Lizenz hat eine Gültigkeit von zehn Jahren und ist an das Kfz gebunden.

Eine am 17. Februar 1974 eröffnete Seilbahn (Cablecar) verbindet die Touristen-Insel Sentosa im Süden mit Mount Faber auf der Hauptinsel. Eine Zwischenstation befindet sich auf dem Harbour Front Centre (dem ehemaligen World Trade Center) im Hafen der Stadt. Sie ist täglich von 8:30 bis 21:00 Uhr in Betrieb.

Der Hafen Singapurs ist einer der geschäftigsten der Welt und rangiert an zweiter Stelle der weltweit bedeutendsten Umschlagplätze für Container.

Wirtschaft


Kenndaten

BIP (2004): 90,3 Milliarden Euro; Anteile (2001): 32 % Industrie und 68 % Dienstleistungen

BIP/Kopf (2004): 21.291 Euro

Beschäftigte (2004): Landwirtschaft fast 0 %, Industrie 32,6 %, Dienstleistungen 67,4 %

Arbeitslosigkeit (2004): 3,4 %

Außenhandel (2004): 138,5 Mrd. Euro (davon aus Deutschland: 4,8 Mrd. Euro) Import und 171,8 Mrd. Euro (davon nach Deutschland: 5,3 Mrd. Euro) Export

Tourismus


Jährlich besuchen etwa 12,6 Mio. Touristen Singapur. Statistiken zufolge wird es in den nächsten Jahren ca. 2,4 Mio. Touristen mehr in die Stadt ziehen, sodass der Flughafen Singapur, welcher mit 130 Zielen weltweit verbunden ist, ausgebaut und mehrere Hotels neu eröffnet werden. In Singapur gibt es etwa 95 Hotels, schon 2008 werden es vermutlich 114 sein. Zu den Hotels der gehobenen Klasse gehört das Raffles Hotel, in dem berühmte Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin, Kipling u.a. zu Gast waren. Die meisten Hotels liegen im Zentrum, bzw. am Pearls Hill Park. Tourismus ist in Singapur eine wichtige Einkommensquelle.

Allgemeines

Singapur zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Eine große Ausnahme bildet der stark regulierte Wohnungsmarkt, der fast sozialistischen Charakter hat. Singapur ist bestrebt, ein biotechnologisches Zentrum in Asien zu werden. Die A*STAR, die Agency for Science, Technology and Research, eine Regierungsbehörde, unterstützt Forschungskapazitäten in Singapur. In der neugeschaffenen Biopolis (*) sind private und staatliche Institute, Biotech- und Pharmaunternehmen angesiedelt.

Singapur hat große Bedeutung als internationaler Finanzplatz und auch im Warenhandel: der Hafen ist einer der modernsten und größten Umschlagplätze der Welt.

Wechselkurs: 1 EUR = 1,97 SGD / 1 SGD = 0,51 EUR (01/2006)

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

Kultur


Gesellschaft


Laut statistischen Amt in Singapur von Juni 2005 betraegt die Gesamteinwohner Zahl 3.5 Millionen Menschen. Die Bevoelkerung ist aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen zusammen gesetzt:

75 % Chinesen, 14 % Malayen, 9 % Inder und Andere 2 %

Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle Rassen in Harmonie zusammen leben. Dies wird teilweise staatlich festgelegt wie z.B. im sozialen Wohnungsbau (HDB) durch sogenannte Rassen Quota. So duerfen von einem Wohnungsblock nur so und soviel Prozent an Chinesen, Malayen und Inder verkauft werden. Diese Quota darf nicht ueberschritten werden.

Trotz alle dem gibt es Schwierigkeiten untereinander, da die Mehrzahl der Bewohner Chinesen sind und somit mandarin als zweite Hauptsprache neben englisch im Geschaeftsleben gesprochen wird. Somit hat sich ein eigener Begriff in den Stellen Anzeigen der staatlichen Zeitung etabliert "bilingual" was soviel wie zweisprachig heisst aber eigentlich bedeutet englisch/mandarin sprechend. Dadurch kommen andere ethnische Gruppen zu kurz bei der Suche nach einer neuen Stellung.

Durch staendige Neuzuwanderung aus Asien und damit meist aus dritte Welt Laendern waechst Singapur bestaendig jedes Jahr. Immer wieder findet man Verhaltungsparolen ueber Sauberkeit, Freundlichkeit und Verhalten in den oeffentlichen Verkehrsmitteln. Dies ist fuer Touristen oder westlichen Betrachter sehr oft amuesant, doch schnell vergisst man in dieser hochmodernen und organisierten asiatischen Stadtstaat der den Standard der ersten Welt folgt, dass sehr viele Bewohner zugewanderte drittwelt Buerger sind. Ein Beispiel ist der Chinese oder Inder, der gerne spukt oder die indische Hausfrau, die ihre Waesche, Geschirr nur mit kalten Wasser waescht / spuelt.

Heirat


Chinesen, Inder und Malayen haben eins gemeinsam, die Heirat in ihrer eigenen ethnischen Gruppe oder Religionsgemeinschaft. Trotz alle dem gibt es genuegend Beispiele, in denen man gerne einen reichen Auslaender heiratet, wie z.B. Englaender. Dies ist akzeptable fuer das asiatische Maedchen und wird auch gerne gesehen. Wobei der asiatische junge Mann ausschliesslich eine Frau aus seinem eigenem Kreis heiraten muss. Natuerlich gibt es auch hier Ausnahmen, speziell in modernen asiatischen Familien.

Immer noch gilt die Regel, dass ein Mann mehr Wert wie eine Frau ist. Die singapurianische Frau sieht sich als emanzipiert und unabhaengig. Dies ist schwer verstaendlich wenn es zur Wahl des Braeutigams kommt, immer noch werden Hochzeiten arrangiert und sind wahrscheinlich sogar zu 70% an der Tagesordnung. Dies ist schwer nachweisbar bei Chinesen, wobei bei Indern doch schon ziehmlich offen darueber geredet wird. Malayen versuchen schon relativ frueh ihre Toechter an den Mann zu bringen. Entscheidend ist, dass ein asiatisches Maedchen einen reichen Mann findet.

Umgang


Es gibt viele Regeln die man brechen kann, da soviele Rassen zusammen leben.

Z.B. gibt es die Regel, das der Kontakt Partner nicht sein Gesicht verliert. Im Klartext heisst dies, sollte man in einer Verhandlung sitzen und feststellen, dass ein Gespraechspartner einen gravierenden Fehler begangen hat, darf man dies nicht sagen, sondern laesst es unter den Tisch fallen und versucht dies zu einem spaeteren Zeitpunkt anzusprechen oder schaltet eine dritte Person ein.

Gerne werden Visiten Karten verteilt. Diese wird mit beiden Haenden an den Gespraechspartner uberreicht.

Religion Chinese church in Singapore.JPG | Big bird.jpg In Singapur sind folgende Religionen vertreten: Buddhismus, Taoismus, Islam, Hinduismus, Christentum, Judentum, Sikhs.

Feiertage

In Singapur gibt es elf Feiertage, von denen drei weltlich und die restlichen kulturell, religiöse oder ethnisch sind.

Da sich die islamischen Feiertage nach einem Mondkalender bestimmen, gibt es jeweils alle 32-33 Jahre einen Feiertag im Jahr doppelt. Dafür kann Hari Raya Puasa mit dem Chinesischen Neujahrsfest zusammenfallen.

Die chinesischen Neujahrsfeiertage bestimmen sich nach dem Chinesischen Kalender. Hari Raya Puasa ist am ersten Tag des zehnten Monats im Islamischen Kalender, Hari Raya Haji am zehnten Tag des zwölften Monats. Der Vesak-Tag findet am ersten Vollmond im Mai statt, Deepavali am letzten Tag des Monats Asvina nach dem Indischen Kalender.

Universitäten

Singapur verfügt über drei staatliche Universitäten:
  • Die Nanyang Technological University (NTU) befindet sich im äußersten Westen der Hauptinsel Singapurs in Jurong, etwa 25 km außerhalb des Stadtzentrums. Die Universität wurde am 1. Juli 1991 per Parlamentsbeschluss gegründet. Sie ging aus dem ehemaligen Nanyang Technological Institute (NTI) hervor, das im August 1981 gegründet wurde. Erreichbar ist die Universität über die MRT bis Boon Lay (Endstation), von dort aus fahren zwei Buslinien direkt zum Campus der NTU. An die NTU ist das National Institute of Education (NIE) angegliedert. Dort werden die Lehrer für die Gymnasien Singapurs ausgebildet.
  • Die National University of Singapore (NUS) befindet sich etwa 12 km außerhalb des Stadtzentrums in Kent Ridge.
  • Die neueste Universität, die Singapore Management University (SMU), hat im Sommer 2005 ihren neuen Innenstadt-Campus in Bras Basah, MRT-Haltestelle Dhoby Ghaut, bezogen.
Neben den staatlichen Universitäten gibt es eine ganze Reihe privater, zu einem Großteil auch ausländischer Universitäten und Bildungseinrichtungen, wie etwa die französische INSEAD. Eine weitere Universität ist eine Sorbonne-Nachstellung der Uni in Paris. Dort wird Theologie, Politik und Wirtschaftswissenschaften studiert. Der Leiter ist der Deutsche Friwian Engels.

Touristenattraktionen

Singapore HDB 01.jpg | Singapur_Merlion.jpg | Singapore river 04.jpg | Esplanade.JPG

Für Touristen ist Singapur vorwiegend Stop-Over-Ziel, an dem durchschnittlich 3,67 Tage verweilt wird. Dennoch bietet diese Stadt zahlreiche Attraktionen, die man besuchen kann:

  • Jurong BirdPark, ein Vogelpark mit zum Teil riesigen Volieren
  • Das 1883 gegründete, 165 ha große Bukit Timah Reservat, ein fast primäres Stück Dschungel (Küstenberg-Dipterocarpus-Wald) mit der höchsten Erhebung des Inselstaates
  • Mohamed Sultan Road, eine für ihr Nachtleben bekannte Straße
  • Geylang District, das einzige Rotlichtviertel von Singapur, in dem legal der Prostitution nachgegangen werden kann
  • Zoo und Nacht-Safari
  • Der 1822 von Sir Stamford Raffles gegründete Botanische Garten mit Orchideensammlung westlich der Orchard Road,
  • Den Financial District
  • Boat Quay und Clarke Quay am Singapore River
  • Singapore Art Museum
  • Singapore Science Center
  • Sentosa, eine Freizeitinsel, u.a. ein sehenswertes begehbares Aquarium mit vielen Großfischen
  • Arab Street
  • Chinatown
  • The Raffles Hotel und Raffles City
  • Suntec City
  • Der East Coast Park mit seinen sehr empfehlenswerten Foodcourts
  • Einkaufszentren an der Orchard Road, vor allem nennenswert sind:
    • Ngee Ann City (Orchard Road 391A)
    • The Heeren
    • Paragon
    • Wisma Atria
    • Cathay Cine Leisure
    • Apple Centre Orchard (545 Orchard Road)
    • Das Untergeschoss der Lucky Plaza an der Orchard Ecke Scott Road für Kameras, Uhren und Tauchzubehör (letzteres auch in The Concourse Shopping Mall).
  • Sim Lim Square - ein sechsstöckiges Einkaufszentrum in der Nähe von Little India, mit mehreren hundert kleinen Elektronik- und PC-Händlern
  • Die relativ neue Funan The IT Mall, 109 North Bridge Road, mit umfangreichen Angeboten zu Foto- und Elektronikartikeln.
  • Mustafa Centre - ein 24/7 Kaufhaus mit Supermarkt in Little India (145 Syed Alwi Road)
  • Lau Pa Sat Festival Market liegt zwischen Robinson Road und Raffles Quay im Herzen des Geschaeftsviertels. Die ehemaligen Markthallen sind zu einem Foodcourt umgebaut. Dort kann man 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang seinen Hunger stillen. Tagsüber bieten über 100 Stände lokale Spezialitäten zu geringen Preisen an. Ab 19.00 Uhr bis tief in die Nacht wird zusätzlich eine Straße gesperrt und ca. ein Dutzend Stände zumeist muslimischer Händler verkaufen auf Holzkohle gegrillte Spieße marinierten Fleisches, die Spezialität Satay.
  • Little India nahe der Serangoon Road mit Little India Art Belt sowie in der Nähe Kampong Glam, das Malaiische Viertel
  • Wahrzeichen Singapurs sind der Merlion und das Esplanade, ein 2002 eröffnetes Kulturzentrum in Form einer Stinkfrucht, deswegen in Singapur besser bekannt unter den Namen Durian.
  • Die Insel Pulau Ubin nordwestlich der Hauptinsel Singapurs ist im Gegensatz zum restlichen Singapur noch beinahe komplett unbebaut und naturbelassen. Die kleine Insel wird häufig von Einheimischen für Wochenendausflüge und Fahrradtouren in die Natur aufgesucht.
  • Der Aussichtspunkt Mount Faber von wo aus man einen 360 Grad Blick über Singapur hat.

Söhne und Töchter der Stadt

Rechtliches


Hohe Strafmaße

Die Gesetze sind oft sehr streng. Ein englisches Sprichwort sagt, „Singapore is a fine city“ (fine hat die Bedeutung schön, aber auch Geldstrafe).

Beispiele für das hohe Strafmaß
Singapur_Verbotsschild.jpg
  • Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 absolut verboten. Grund hierfür war, dass Jugendliche mit Kaugummi die Sensoren der MRT-Türen blockierten, was Störungen im Betriebsablauf des Metro-Systems zur Folge hatte. Mittlerweile ist der Verkauf von Kaugummi zwar gestattet, jedoch weiterhin stark eingeschränkt. Der Käufer muss ein Arztrezept und seinen Personalausweis vorzeigen. Falls der Apotheker es versäumt, den Namen des Käufers aufzuzeichnen, kann gegen ihn eine Geldstrafe von 3.000 SGD verhängt werden. Über die Gründe für die Aufhebung gibt es verschiedene Meinungen. Einige Quellen besagen, die Aufhebung des Kaugummiverbots ist dem Ergebnis einer Untersuchung zu verdanken, welche herausfand, dass die Zähne der Singapurer wegen des Verbots eher schlecht sind. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass für effektive Anti-Raucherkampagnen auch der Verkauf von Nikotinkaugummis ermöglicht werden musste. Auf Druck von Wrigley wurden auch andere zuckerfreie und „der Gesundheit dienliche“ Kaugummisorten freigegeben.
  • Hohe Geld- und Sozialarbeitsstrafen (z. B. mit einer neonleuchtenden Weste und der Aufschrift „ORDER FOR corrective work“ den Strand säubern) werden gegen Personen verhängt, die Müll (auch Zigarettenkippen) achtlos auf die Straße werfen.
  • Autobesitz unterliegt ebenfalls Einschränkungen. Als Maßnahme der Regierung muss jeder potenzielle Autokäufer zuerst eine Berechtigung (Certificate of Entitlement, COE) ersteigern (Kosten um die 30.000 SGD für 10 Jahre). Außerdem darf ein Auto maximal 10 Jahre alt sein; danach muss es entweder verschrottet oder exportiert werden.
  • Essen, Trinken, Rauchen sowie der Transport gefährlicher Güter in öffentlichen Verkehrmitteln unterliegen hohen Strafen (500 bis 5.000 SGD).
  • Der Transport der geruchsintensiven Durian-Früchte in öffentlichen Verkehrsmitteln ist zwar ebenfalls verboten, allerdings wird von einer Strafandrohung abgesehen.
  • Vandalismus und Graffiti können Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben.
  • Die Einfuhr von Tabakwaren ist verboten; damit soll die Kampagne gegen das Rauchen unterstützt werden.
  • Es herrscht generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants (Ausnahme: Bars und Discos) sowie in Personengruppen mit mehr als 5 Personen (z. B. Warteschlangen).
  • Bei Einreise aus Malaysia gibt es keine Zollfreigrenze für im Ausland erworbene Waren. Bei Einreise aus Indonesien sind die Zollfreigrenzen gestaffelt, je nach dem, wie lange man (24/48/72 Stunden) Singapur verlassen hat.
  • Bei Ausreise muss der Fahrzeugtank noch mindestens zu 75 % gefüllt sein. Hintergrund für diese Vorschrift ist, dass in Malaysia der Kraftstoffpreis nur halb so hoch ist.
  • Es herrscht eine für westliche Verhältnisse äußerst strenge Zensur:
    • Einige ausländische Zeitungen und Magazine, wie das Asian Wall Street Journal und die Far Eastern Economic Review, sind in ihrer Verbreitung eingeschränkt. Zeitungen aus Malaysia sind verboten (umgekehrt in Malaysia).
    • Pornographie ist verboten; die Darstellung von Sex und Nacktheit ist eingeschränkt, d. h. der Playboy und andere „Erwachsenenmagazine“, wie das Cosmopolitan-Magazin, sind verboten. Falls Sex und Nacktheit erlaubt sein soll, muss es zum Kontext passen. Filme, die Nacktheit, Sex oder übermäßige Gewalt zum Inhalt haben, erhalten normalerweise die Altersfreigabe Mature 18 (M18).
    • Die Regierung zeigt jedoch Interesse daran, diese Beschränkungen aufzuweichen und hat daher kürzlich die Altersfreigabe M18 geschaffen, um für über 18-Jährige mehr Erwachsenenmaterial zugänglich zu machen. Es bleiben allerdings die bestehenden Freigaben NC16 ("No Children") und R21 ("Restricted") bestehen. Zu Altersfreigaben in Singapur siehe auch Veröffentlichung der 'Media Development Authority'.
    • Der Privatbesitz von Satellitenschüsseln ist untersagt. Internationale Sender (wie Deutsche Welle, BBC, CNN etc.) können nur über Kabel empfangen werden.
    • Bestimmtes politisch sensibles Material ist verboten.
    • Schriften und Medien, die das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen stören und religiöse Gefühle beleidigen, sind verboten.
  • Die Vorschriften für Betäubungsmittel sind sehr streng. Jeder, der mit mehr als 15 g Heroin, 28 g Morphium oder 500 g Cannabis erwischt wird, muss mit der Todesstrafe rechnen. Von 1991 bis 2004 wurden 400 Menschen durch den Strang hingerichtet, hauptsächlich wegen Drogenhandels, -besitzes und -schmuggels. Im Vergleich zur Bevölkerungszahl des Landes ist dies die höchste Hinrichtungsrate weltweit. Die Strenge gegenüber Drogenschmugglern gewährleistet, dass sich in Singapur keine Drogensyndikate etablieren. Dies ist ein besonders wichtiges Ziel für Singapur, da die Stadt nahe dem Goldenen Dreieck liegt.
  • Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, u. a. Oralsex und homosexueller Sex, sind illegal.

Bestrebungen zur Lockerung der Strafmaße
Im Jahr 2003 hat das Censorship Review Committee empfohlen, das Verbot der Zeitschrift Cosmopolitan aufzuheben. Allerdings bleibt das Verbot für den Playboy bestehen, da die singapurische Gesellschaft noch nicht für die freizügigen Fotos bereit sei.

In den letzten Jahren hat die singapurische Regierung einige der strengen Gesetze gelockert. Beispielsweise wurde Bungee-Jumping legalisiert und die Filmzensur gelockert. Es gibt auch Zeichen, dass die Regierung in Betracht zieht, gesetzliche Einschränkungen der Sexualität zu lockern, mit dem Gedanken, die demographische Situation zu verbessern. Dies gilt im übrigen auch für Homosexuelle: In Singapur hat sich mittlerweile ebenso eine kleine „Szene“ etabliert wie in anderen Großstädten Südostasiens. Zwar nicht in den Ausmaßen und der Offenheit wie etwa in Bangkok, jedoch ebenso stolz (als äußeres Zeichen mit wehender Regenbogenfahne).

Todesstrafe
Als Antwort auf einen Bericht von Amnesty international hat die singapurische Regierung im Januar 2004 eine Übersicht veröffentlicht, in der die Anzahl der Hinrichtungen der letzten 5 Jahre dargestellt wird *. Die Hinrichtung erfolgt durch Erhängen. Relativ gemessen an der Zahl der Einwohner hat Singapur eine der höchsten Hinrichtungsraten der Welt. Zwischen 1990 und 2005 wurden etwa 420 Menschen gehängt. Hochgerechnet auf Deutschland müssten in dem gleichen Zeitraum etwa 8.000 Menschen hingerichtet werden, in den USA 28.000 (tatsächlich: 884).

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