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Sindelfingen
 

Wappen Karte
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Sindelfingen coat of arms.png Lage der Stadt Sindelfingen in Deutschland.png
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Stuttgart
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Region: Stuttgart
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Landkreis: Böblingen
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Gemeindeart: Große Kreisstadt
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Geografische Lage:
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Höhe: 409 - 532 m ü. NN
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Fläche: 50,85 km²
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Einwohner: 61.269 (Stand: Dez. 2004)
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Bevölkerungsdichte: 1.204 Einwohner/km²
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Ausländeranteil: 22,3%
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Postleitzahl: 71043-71069 (alt: 7032)
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Vorwahl: 07031
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Kfz-Kennzeichen: BB
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Gemeindeschlüssel: 08 1 15 045
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Stadtgliederung: Kernstadt und 2 Stadtteile
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
71063 Sindelfingen

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Website: www.sindelfingen.de
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E-Mail-Adresse: stadt@sindelfingen.de
Politik
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Oberbürgermeister: Dr. Bernd Vöhringer

Sindelfingen ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 15 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist die größte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet zusammen mit der südlichen Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Die Einwohnerzahl Sindelfingens überschritt 1957 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss.

Geografie


Sindelfingen liegt außerhalb des Nordostrand des Oberen Gäus, zu Füßen einiger Höhen des Glemswaldes (Landschaftsschutzgebiet) zwischen der im Stadtgebiet entspringenden Schwippe und dem Sommerhofenbach. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt auf 532, der tiefste auf 409 m ü. NN. Das Stadtgebiet erstreckt sich von 425 bis 460 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Sindelfingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Stuttgart (Stadtkreis), Leinfelden-Echterdingen (Landkreis Esslingen) sowie Böblingen, Aidlingen, Grafenau (Württemberg), Magstadt und Leonberg (alle Landkreis Böblingen).

Stadtgliederung

Sindelfingen besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform 1971 eingegliederten Stadtteilen Maichingen und Darmsheim. Beide eingemeindeten ehemaligen Gemeinden sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen Ortschaftsrat, der von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu gewählt wird. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher.

In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Königsknoll, Pfarrwiesen, Spitzholz, Eschenried, Eichholz, Hinterweil und Goldberg.

Raumplanung

Sindelfingen bildet zusammen mit der Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Böblingen/Sindelfingen gehören neben den beiden Städten noch die Gemeinden im mittleren Teil des Landkreises Böblingen, und zwar Aidlingen, Altdorf, Ehningen, Gärtringen, Grafenau, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Magstadt, Schönaich, Steinenbronn, Waldenbuch und Weil im Schönbuch.

Geschichte


Mithras.JPG Im 4. Jahrtausend v. Chr. existierte eine jungsteinzeitliche Siedlung im Gewann Hinterweil. Auch in der Urnenfelder-, Hallstatt- und Latènezeit gab es im Stadtgebiet vereinzelte Besiedlung, wie Scherbenfunde, Grabhügel und Urnengräber belegen. Im 1.-3. Jahrhundert existierte am Nordhang des Goldbergs ein römischer Vicus (Straßendorf), daneben standen über die Gemarkung verteilt kleinere Gutshöfe. Bald nach dem Fall des Limes 260 n. Chr. siedelten sich hier die Alamannen an, die auf der heutigen Sindelfinger Gemarkung die drei Dörfer Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gründeten. Seit etwa 700 stand im Bereich eines älteren Herrenhofes von Vorfahren der Grafen von Calw ein Vorgängerbau der heutigen Martinskirche mit Friedhof. Um 1065 gründeten die Grafen von Calw, die zu den wichtigsten Adelsfamilien im heutigen Baden- Württemberg gehörten, im Bereich des dafür abgebrochenen Herrenhofes das Stift Sindelfingen, das 1155 erstmals als „praepositura in Sindelvinga“ urkundlich erwähnt wurde. Dieses sehr bedeutende Chorherrenstift, das 1351 unter die Landesherrschaft der Grafen und späteren Herzöge von Württemberg geraten war, wurde von diesen mit seinem umfangreichen Grundbesitz 1476 zum größten Teil nach Tübingen verlegt und bildete den finanziellen Grundstock für die berühmte Eberhard-Karl Universität. Die Sindelfinger Chorherren waren die ersten Professoren und der Probst Joh. Degen deren erster Kanzler.

Um 1130 kam das Dorf Sindelfingen durch Uta von Schauenburg, die Erbtochter Graf Gottfrieds von Calw und Gemahlin Herzog Welfs, mit seinem Nachbardorf Böblingen in den Besitz der Welfen. Im darauffolgenden Erbstreit wurde das Dorf Sindelfingen 1133 von Adalbert IV. von Calw niedergebrannt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestand in Sindelfingen eine welfische Münzstätte; ein Topf mit zahlreichen Silberbrakteaten aus dieser Werkstatt wurden 1973 im Boden der Martinskirche vergraben entdeckt. 1263 erfolgte die Gründung der Stadt Sindelfingen zwischen Stiftsbezirk und Dorf Sindelfingen durch Graf Rudolf den Scherer von Tübingen-Herrenberg; die Weiler Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gingen später in der neuen Stadt auf. 1351 wurde die Stadt an Württemberg verkauft. Die neuen Herren führten 1535 die Reformation ein. Sindelfingen blieb aber zunächst ein unbedeutendes Landstädtchen.

Im 19. Jahrhundert wurden mechanische Webereien eingeführt. Im 20. Jahrhundert folgten Maschinenfabriken sowie Industrien für Auto, Büromaschinen, Schuhe, Uhren und anderes. 1914 wurde das Daimler-Werk in Sindelfingen angesiedelt.
Wilhelm Friedle, Betriebsdirektor der Daimler-Benz AG im Werk Sindelfingen von 1927 bis 1935, brachte das Fließband nach Deutschland. Sindelfingen wuchs zu einer bedeutenden Industriestadt heran. Daher wurde die Stadt im 2. Weltkrieg verhältnismäßig stark zerstört, danach jedoch wieder aufgebaut. Der starke Einwohnerzuwachs führte zum Bau zahlreicher Wohnsiedlungen. Nach Überschreiten der 20.000 Einwohnergrenze 1957 wurde Sindelfingen 1962 zur Großen Kreisstadt erhoben. Bei der Gebietsreform 1971 erreichte sie schließlich ihre heutige Ausdehnung. Von der Landesregierung Baden-Württemberg war seinerzeit eine Fusion mit der Nachbarstadt Böblingen zur Großstadt Böblingen-Sindelfingen vorgesehen. Dieser Plan konnte durch den Widerstand der Bürger beider Städte jedoch nicht realisiert werden.

1990 war Sindelfingen Gastgeber der zehnten Landesgartenschau Baden-Württemberg (in der Nachbarstadt Böblingen fand diese Veranstaltung 1996 statt).

Religionen

Die Bevölkerung von Sindelfingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz. Da die Stadt seit dem 14. Jahrhundert zu Württemberg gehörte, wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Sindelfingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie gehört seit jener Zeit zum Dekanat Böblingen. Die Hauptkirche der Stadt ist die Martinskirche, eine der ältesten Kirchen des Landes ( Einweihung 1083 ). Die zugehörige Kirchengemeinde Sindelfingen war zunächst die einzige der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung infolge Zuzugs stark an. Daher wurde die Kirchengemeinde geteilt. Es entstand die Christusgemeinde (Kirche von 1958 mit Nikodemuskirche), die Johannesgemeinde (Kirche von 1962) und die Versöhnungsgemeinde (Kirche von 1967). Innerhalb der Martinsgemeinde gibt es noch die 1976 erbaute Markuskirche. Alle drei Kirchengemeinden bilden die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen. Auch in den beiden Stadtteilen Darmsheim und Maichingen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Auch dort gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, die in alten Kirchen ihre Gottesdienste feiert, in Darmsheim in einer ehemaligen Wehrkirche mit spätgotischem Westturm und Fresken im Innern bzw. in Maichingen in einer umgebauten Chorturmkirche mit Erweiterungen aus dem Jahr 1609. Auch die beiden Stadtteilgemeinden gehören wie alle Sindelfinger Kirchengemeinden zum Dekanat Böblingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Katholiken gibt es in Sindelfingen erst wieder seit Ende des 19. Jahrhunderts. Für sie wurde 1952 eine eigene Kirche „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ gebaut und eine Pfarrei eingerichtet. Weitere Kirchen wurden 1960 (St. Joseph, Pfarrei seit 1965), 1969 (Auferstehung Christi, Pfarrei seit 1974), 1970 (St. Paulus, Pfarrei seit 1974) und 1972 (St. Maria Königin des Friedens, Pfarrei seit 1974) erbaut. In Darmsheim gibt es seit 1974 die Kirche St. Stephan. Sie gehört zur Nachbargemeinde Christkönig Dagersheim, mit der sie eine Kirchengemeinde bildet. In Maichingen wurde 1955 die Kirche St. Anna erbaut. Die Pfarrei Maichingen wurde 1961 errichtet. Die katholischen Gemeinden im Sindelfinger Stadtgebiet bilden die Seelsorgeeinheiten 7, 9 und 10, zu denen teilweise noch benachbarte Kirchengemeinden gehören. Sie alle gehören zum Dekanat Böblingen (zuvor Dekanat Weil der Stadt) des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Sindelfingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Erlöserkirche) und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Sindelfingen vertreten.

Moschee
Sindelfingen Moschee.jpg

Der Türkisch-Islamische Kulturverein hat außerdem für den Bau einer Moschee in Sindelfingen gesorgt, die im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Das Erdgeschoss des Bauwerks nehmen diverse Geschäfte sowie eine Teestube und ein Jugendraum ein, den zweiten und dritten Stock die eigentliche Moschee. Durch eine Kuppel mit einer Höhe von vier Metern und das 25 Meter hohe Minarett hebt sich das Gebäude von seiner industriell geprägten Umgebung ab. Im 830 qm großen Gebetssaal versammeln sich freitags rund 1000 Moslems zum Gebet.

Eingemeindungen

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohner
-
1500 ca. 1.000
-
1600 ca. 1.400
-
1702 1.402
-
1803 2.981
-
1843 3.727
-
1861 3.804
-
1. Dezember 1871 3.704
-
1. Dezember 1880 ¹ 3.934
-
1. Dezember 1890 ¹ 4.239
-
1. Dezember 1900 ¹ 4.291
-
1. Dezember 1910 ¹ 4.589
-
16. Juni 1925 ¹ 5.394
-
16. Juni 1933 ¹ 6.986
Jahr Einwohner
-
17. Mai 1939 ¹ 8.465
-
1946 10.027
-
13. September 1950 ¹ 11.448
-
6. Juni 1961 ¹ 26.127
-
27. Mai 1970 ¹ 40.785
-
31. Dezember 1975 54.134
-
31. Dezember 1980 54.808
-
27. Mai 1987 ¹ 57.005
-
31. Dezember 1990 58.805
-
31. Dezember 1995 59.435
-
31. Dezember 2000 60.843
-
30. September 2004 61.347
-
30. Juni 2005 61.241
¹ Volkszählungsergebnis

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 45 Sitze. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:
CDU 36,9% -1,1 17 Sitze ±0
FW 22,7% +0,9 10 Sitze ±0
SPD 21,5% -1,0 10 Sitze ±0
GRÜNE 13,5% +3,6 6 Sitze +2
FDP/DVP 5,4% +0,9 2 Sitze ±0
Andere 0,0% -3,2 0 Sitze -1

Bürgermeister

Ein Schultheiß des Dorfes Sindelfingen wird 1255 erwähnt; 1271 wird erstmals ein Schultheiß der Stadt erwähnt, 1280 gab es einen Vogt, der bis 1605 in Böblingen seinen Sitz hatte, bis die Stadt vom Amt Böblingen getrennt wurde. Dann leiteten Amtmänner bzw. Oberamtmänner die Stadtverwaltung.

Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" und seit 1930 Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Stadtoberhäupter seit 1819

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Sindelfingen zeigt in Silber drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander, darunter ein schwarzes Kreuz. Die Sindelfinger Stadtflagge ist schwarz-weiß. Wappen und Flagge haben lange Tradition und wurden 1927 offiziell festgelegt. Die Hirschstangen symbolisieren die Zugehörigkeit zu Württemberg.

Städtepartnerschaften / Patenschaft

Sindelfingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Außerdem unterhält Sindelfingen seit 1955 eine Patenschaft für die Vertriebenen aus der Stadt Würbenthal im Kreis Freudenthal im Sudetenland).

Wirtschaft und Infrastruktur


Sindelfingen ist geprägt durch die Automobilindustrie, besonders durch das Automobilwerk der DaimlerChrysler AG. Mit rund 27.000 Beschäftigten sowie weiteren rund 6.000 Arbeitern und Angestellten in der ebenfalls am Standort angesiedelten Pkw-Entwicklung der Mercedes Car Group, ist es das weltweit größte Automobilwerk des Konzerns. In der frühen Neuzeit war das Weberhandwerk ansässig, daher gibt es auch heute noch viele Modefirmen.

Verkehr

Sindelfingen ist über die Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen an der Bundesautobahn A 81 (Würzburg - Gottmadingen), die sich im nordöstlichen Stadtgebiet an der Grenze zu Stuttgart mit der A 8 kreuzt, gut erreichbar. Ferner verläuft die Bundesstraße B 464 (nach Reutlingen) durch das westliche Stadtgebiet. Die B 14 führt an Sindelfingen vorbei.

Der Bahnhof Sindelfingen liegt an der Rankbachbahn von Böblingen nach Renningen. Auf dieser Strecke fahren heutzutage nur noch Güterzüge (Güterzugumgehung Stuttgart). Ab 2008 soll diese Strecke für die S-Bahn Stuttgart mit einer neuen Haltestelle am Werk von DaimlerChrysler reaktiviert werden. Derzeit sind jedoch bereits die S-Bahn-Haltestellen "Goldberg"' und "Böblingen" (Bahnhof) an der Linie 1 in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg von Sindelfingen aus gut zu erreichen. Die Stadt hat ein Busliniennetz, das in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) integriert sind.

Der nächstgelegene Flughafen Stuttgart Airport ist über die Autobahn in wenigen Minuten erreichbar.

Öffentliche Einrichtungen

Sindelfingen hat ein Notariat und eine Außenstelle des Landratsamts Böblingen (Amt für Schule und Bildung und Schulpsychologische Beratungsstelle).

Bildungseinrichtungen

In Sindelfingen gibt es ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschule).

Ferner gibt es vier Gymnasien (Goldberg-, Pfarrwiesen, Unterrieden und Stiftsgymnasium), drei Realschulen (Realschule am Goldberg, Eschenried und Hinterweil), eine Förderschule (Martinsschule), 3 Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Eichholzschule, GHS Goldberg und Johannes-Widmann-Schule Maichingen), eine Hauptschule mit Werkrealschule am Klostergarten und 6 selbständige Grundschulen (Darmsheim, Gartenstraße, Hinterweil, Klostergarten, Königsknoll und Sommerhofen).

Der Landkreis Böblingen ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen (Gottlieb-Daimler-Schule I und Gottlieb-Daimler-Schule II im Technischen Schulzentrum) sowie der Bodelschwinghschule für Geistigbehinderte mit Bodelschwingh-Schulkindergarten für Geistigbehinderte, der Schule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten und der Schule für Sprachbehinderte und Kranke in längerer Krankenhausbehandlung mit Schulkindergarten für Sprachbehinderte.

Die private Abendrealschule Böblingen-Sindelfingen e.V. rundet das schulische Angebot in Sindelfingen ab.

Kultur Sehenswürdigkeiten und Gastronomie


Museen

sindelfingen_martinskirche.jpg | sindelfingen_altes_rathaus.jpg | sindelfingen_brunnen1.jpg | sindelfingen_brunnen2.jpg

Das 1970 eingerichtete Donauschwäbisches Museum im Haus der Donauschwaben zeigt eine Sammlung donauschwäbischen Kulturgutes. Angeschlossen ist eine Spezialbibliothek für donauschwäbisches Schrifttum.

Im Alten Rathaus im Stadtteil Maichingen befindet sich die Galerie der Stadt Sindelfingen sowie im 1990 eröffneten Lütze-Museum im Mittleren Rathaus Sindelfingen.

Über die Stadtgeschichte informiert das Stadtmuseum im Alten Rathaus von 1478 mit angrenzendem Salzhaus von 1592. Im Salzhaus ist auch die Würbenthaler Heimatstube untergebracht.

In der Alten Webschule befindet sich das Haus der Handweberei mit Webereimuseum.

Bauwerke

Das Alte Rathaus (heute das Stadtmuseum, der Eintritt ist frei) und die Martinskirche (1083) sind die Wahrzeichen der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten:

Freizeiteinrichtungen

  • Das Badezentrum bestehend aus einem Sauna-Bereich, einem Hallenbad (mit 4 Becken und Sprungturm) und einem Freibad (mit Sprungturm, Riesenrutsche, Beachvolleyballfeld usw.).
  • Die Kleinbahn Sommerhofen-Park (Fahrbetrieb sonntags, von April bis September)
  • Der Glaspalast - 200 m Tartan-Laufbahn mit 4 Rundbahnen, Judohalle, Kegelbahnen, Trainings- und Gymnastikräume

Gastronomie

  • Alpenmax im Stern-Center (am ZOB)* Little Bit im Stern-Center (am ZOB)
  • "Die 3" am Breuninger Land Sindelfingen

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Das Internationale Straßenfest am 3. Juniwochenende ist eines der größten Straßenfeste Europas. Drei Tage am Stück werden mit Tanz, Folklore und Hunderten von Ständen (meist Kulturvereine und Verbände) die verschiedenen Kulturen der Stadt und natürlich besonders beliebt, die Delikatessen der jeweiligen Heimat präsentiert und gefeiert.

  • Die Internationale Briefmarkenbörse findet am letzten Oktoberwochenende in der Messehalle statt.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Die Stadt Sindelfingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
  • 1918: Mina Zweigart, Mitinhaberin der Firma Zweigart
  • 1946: Wilhelm Hörmann, Bürgermeister
  • 1951: Dr. Wilhelm Haspel, Direktor
  • 1952: Karl Pfitzer, Bürgermeister
  • 1963: Dr. Wilhelm Langheck, Direktor von Daimler-Benz
  • 1963: Arthur K. Watson, Präsident von IBM
  • 1970: Karl Hummel, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender
  • 1975: Ernst Schäfer, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter

Daneben vergibt die Stadt Sindelfingen noch Ehrenplaketten in Gold und Silber an Personen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Ehrungen dieser Art erhielten unter anderem Roger Combrisson (Bürgermeister der Partnerstadt Corbeil-Essonnes) und Arthur Gruber.

Söhne und Töchter der Stadt

weitere Persönlichkeiten

die in Sindelfingen gewirkt haben, ohne dort geboren zu sein:

Vereine


  • Der Flugsportverein Sindelfingen bietet in den Abteilungen Motor-, Segel- und Modellflug ein breites Spektrum von der Anfängerausbildung bis hin zum Hochleistungssport.
  • Der Verein der Geflügel- und Vogelfreunde Sindelfingen mit großer freier Anlage
  • VFL Sindelfingen
  • Der Halfpipe Club Sindelfingen eV. mit groser Halfpipe und Clubhaus

Literatur


  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961
  • Lorenz, S., Scholz, G. (Hg.): Böblingen. Vom Mammutzahn zum Mikrochip. Filderstadt 2003 (ISBN 3-935129-09-2)
  • Hermann Weisert: Sindelfingen im Wandel der Zeit. Röhm Verlag, Sindelfingen 1988
  • Stadt Sindelfingen (Hrsg), Dorothee Ade-Rademacher, Reinhard Rademacher: Reich an Vergangenheit. Römer und Alamannen in Sindelfingen. Sindelfingen 2004 (Schriftenreihe des Stadtarchivs Sindelfingen, Band 6), ISBN 3-00-014744-6
  • Thomas Knopf: Das römische Sindelfingen. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2000 (Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 55), ISBN 3-8062-1497-2
  • Beck, Alfred: Chronik von Darmsheim, Böblingen 1930 (Neuauflage 2003)

Weblinks


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