| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Sindelfingen coat of arms.png | Lage der Stadt Sindelfingen in Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Böblingen | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 409 - 532 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 50,85 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 61.269 (Stand: Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1.204 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 22,3% | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 71043-71069 (alt: 7032) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07031 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | BB | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 045 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 2 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 71063 Sindelfingen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.sindelfingen.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@sindelfingen.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Bernd Vöhringer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sindelfingen ist eine Stadt in der Mitte des Bundeslandes Baden-Württemberg, etwa 15 km südwestlich von Stuttgart. Sie ist die größte Stadt des Landkreises Böblingen und bildet zusammen mit der südlichen Nachbarstadt Böblingen ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.
Die Einwohnerzahl Sindelfingens überschritt 1957 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss.
In der Kernstadt werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Königsknoll, Pfarrwiesen, Spitzholz, Eschenried, Eichholz, Hinterweil und Goldberg.
Um 1130 kam das Dorf Sindelfingen durch Uta von Schauenburg, die Erbtochter Graf Gottfrieds von Calw und Gemahlin Herzog Welfs, mit seinem Nachbardorf Böblingen in den Besitz der Welfen. Im darauffolgenden Erbstreit wurde das Dorf Sindelfingen 1133 von Adalbert IV. von Calw niedergebrannt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestand in Sindelfingen eine welfische Münzstätte; ein Topf mit zahlreichen Silberbrakteaten aus dieser Werkstatt wurden 1973 im Boden der Martinskirche vergraben entdeckt. 1263 erfolgte die Gründung der Stadt Sindelfingen zwischen Stiftsbezirk und Dorf Sindelfingen durch Graf Rudolf den Scherer von Tübingen-Herrenberg; die Weiler Sindelfingen, Altingen und Bochtelfingen gingen später in der neuen Stadt auf. 1351 wurde die Stadt an Württemberg verkauft. Die neuen Herren führten 1535 die Reformation ein. Sindelfingen blieb aber zunächst ein unbedeutendes Landstädtchen.
Im 19. Jahrhundert wurden mechanische Webereien eingeführt. Im 20. Jahrhundert folgten Maschinenfabriken sowie Industrien für Auto, Büromaschinen, Schuhe, Uhren und anderes. 1914 wurde das Daimler-Werk in Sindelfingen angesiedelt.
Wilhelm Friedle, Betriebsdirektor der Daimler-Benz AG im Werk Sindelfingen von 1927 bis 1935, brachte das Fließband nach Deutschland. Sindelfingen wuchs zu einer bedeutenden Industriestadt heran. Daher wurde die Stadt im 2. Weltkrieg verhältnismäßig stark zerstört, danach jedoch wieder aufgebaut. Der starke Einwohnerzuwachs führte zum Bau zahlreicher Wohnsiedlungen. Nach Überschreiten der 20.000 Einwohnergrenze 1957 wurde Sindelfingen 1962 zur Großen Kreisstadt erhoben. Bei der Gebietsreform 1971 erreichte sie schließlich ihre heutige Ausdehnung. Von der Landesregierung Baden-Württemberg war seinerzeit eine Fusion mit der Nachbarstadt Böblingen zur Großstadt Böblingen-Sindelfingen vorgesehen. Dieser Plan konnte durch den Widerstand der Bürger beider Städte jedoch nicht realisiert werden.
1990 war Sindelfingen Gastgeber der zehnten Landesgartenschau Baden-Württemberg (in der Nachbarstadt Böblingen fand diese Veranstaltung 1996 statt).
Katholiken gibt es in Sindelfingen erst wieder seit Ende des 19. Jahrhunderts. Für sie wurde 1952 eine eigene Kirche „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ gebaut und eine Pfarrei eingerichtet. Weitere Kirchen wurden 1960 (St. Joseph, Pfarrei seit 1965), 1969 (Auferstehung Christi, Pfarrei seit 1974), 1970 (St. Paulus, Pfarrei seit 1974) und 1972 (St. Maria Königin des Friedens, Pfarrei seit 1974) erbaut. In Darmsheim gibt es seit 1974 die Kirche St. Stephan. Sie gehört zur Nachbargemeinde Christkönig Dagersheim, mit der sie eine Kirchengemeinde bildet. In Maichingen wurde 1955 die Kirche St. Anna erbaut. Die Pfarrei Maichingen wurde 1961 errichtet. Die katholischen Gemeinden im Sindelfinger Stadtgebiet bilden die Seelsorgeeinheiten 7, 9 und 10, zu denen teilweise noch benachbarte Kirchengemeinden gehören. Sie alle gehören zum Dekanat Böblingen (zuvor Dekanat Weil der Stadt) des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Sindelfingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche (Erlöserkirche) und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten). Auch die Neuapostolische Kirche ist in Sindelfingen vertreten.
Der Türkisch-Islamische Kulturverein hat außerdem für den Bau einer Moschee in Sindelfingen gesorgt, die im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Das Erdgeschoss des Bauwerks nehmen diverse Geschäfte sowie eine Teestube und ein Jugendraum ein, den zweiten und dritten Stock die eigentliche Moschee. Durch eine Kuppel mit einer Höhe von vier Metern und das 25 Meter hohe Minarett hebt sich das Gebäude von seiner industriell geprägten Umgebung ab. Im 830 qm großen Gebetssaal versammeln sich freitags rund 1000 Moslems zum Gebet.
| Jahr | Einwohner | - | 1500 | ca. 1.000 | - | 1600 | ca. 1.400 | - | 1702 | 1.402 | - | 1803 | 2.981 | - | 1843 | 3.727 | - | 1861 | 3.804 | - | 1. Dezember 1871 | 3.704 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 3.934 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 4.239 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 4.291 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 4.589 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 5.394 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 6.986 |
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| Jahr | Einwohner | - | 17. Mai 1939 ¹ | 8.465 | - | 1946 | 10.027 | - | 13. September 1950 ¹ | 11.448 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 26.127 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 40.785 | - | 31. Dezember 1975 | 54.134 | - | 31. Dezember 1980 | 54.808 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 57.005 | - | 31. Dezember 1990 | 58.805 | - | 31. Dezember 1995 | 59.435 | - | 31. Dezember 2000 | 60.843 | - | 30. September 2004 | 61.347 | - | 30. Juni 2005 | 61.241 |
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| CDU | 36,9% | -1,1 | 17 Sitze | ±0 |
| FW | 22,7% | +0,9 | 10 Sitze | ±0 |
| SPD | 21,5% | -1,0 | 10 Sitze | ±0 |
| GRÜNE | 13,5% | +3,6 | 6 Sitze | +2 |
| FDP/DVP | 5,4% | +0,9 | 2 Sitze | ±0 |
| Andere | 0,0% | -3,2 | 0 Sitze | -1 |
Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" und seit 1930 Bürgermeister. Mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Stadtoberhäupter seit 1819
Außerdem unterhält Sindelfingen seit 1955 eine Patenschaft für die Vertriebenen aus der Stadt Würbenthal im Kreis Freudenthal im Sudetenland).
Der Bahnhof Sindelfingen liegt an der Rankbachbahn von Böblingen nach Renningen. Auf dieser Strecke fahren heutzutage nur noch Güterzüge (Güterzugumgehung Stuttgart). Ab 2008 soll diese Strecke für die S-Bahn Stuttgart mit einer neuen Haltestelle am Werk von DaimlerChrysler reaktiviert werden. Derzeit sind jedoch bereits die S-Bahn-Haltestellen "Goldberg"' und "Böblingen" (Bahnhof) an der Linie 1 in Richtung Stuttgart bzw. Herrenberg von Sindelfingen aus gut zu erreichen. Die Stadt hat ein Busliniennetz, das in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) integriert sind.
Der nächstgelegene Flughafen Stuttgart Airport ist über die Autobahn in wenigen Minuten erreichbar.
Ferner gibt es vier Gymnasien (Goldberg-, Pfarrwiesen, Unterrieden und Stiftsgymnasium), drei Realschulen (Realschule am Goldberg, Eschenried und Hinterweil), eine Förderschule (Martinsschule), 3 Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Eichholzschule, GHS Goldberg und Johannes-Widmann-Schule Maichingen), eine Hauptschule mit Werkrealschule am Klostergarten und 6 selbständige Grundschulen (Darmsheim, Gartenstraße, Hinterweil, Klostergarten, Königsknoll und Sommerhofen).
Der Landkreis Böblingen ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen (Gottlieb-Daimler-Schule I und Gottlieb-Daimler-Schule II im Technischen Schulzentrum) sowie der Bodelschwinghschule für Geistigbehinderte mit Bodelschwingh-Schulkindergarten für Geistigbehinderte, der Schule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten und der Schule für Sprachbehinderte und Kranke in längerer Krankenhausbehandlung mit Schulkindergarten für Sprachbehinderte.
Die private Abendrealschule Böblingen-Sindelfingen e.V. rundet das schulische Angebot in Sindelfingen ab.
Das 1970 eingerichtete Donauschwäbisches Museum im Haus der Donauschwaben zeigt eine Sammlung donauschwäbischen Kulturgutes. Angeschlossen ist eine Spezialbibliothek für donauschwäbisches Schrifttum.
Im Alten Rathaus im Stadtteil Maichingen befindet sich die Galerie der Stadt Sindelfingen sowie im 1990 eröffneten Lütze-Museum im Mittleren Rathaus Sindelfingen.
Über die Stadtgeschichte informiert das Stadtmuseum im Alten Rathaus von 1478 mit angrenzendem Salzhaus von 1592. Im Salzhaus ist auch die Würbenthaler Heimatstube untergebracht.
In der Alten Webschule befindet sich das Haus der Handweberei mit Webereimuseum.
Daneben vergibt die Stadt Sindelfingen noch Ehrenplaketten in Gold und Silber an Personen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Ehrungen dieser Art erhielten unter anderem Roger Combrisson (Bürgermeister der Partnerstadt Corbeil-Essonnes) und Arthur Gruber.
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