Sinŭiju ist eine Stadt in Nordkorea mit 288.112 Einwohnern, Hauptstadt der Provinz P'yŏngan-pukto, Kulturzentrum mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen.
Der wärmste Monat ist der August mit durchschnittlich 24,1 Grad Celsius, der kälteste Januar mit -7,2 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit durchschnittlich 313 Millimeter, der wenigste im Dezember und Februar mit 15 Millimeter im Mittel.
Während des Koreakrieges (1950-1953) erlitt die Stadt schwere Verwüstungen. Bei einem Angriff 79 US-amerikanischer B29-Bomber am 8. November 1950 wurden 550 Tonnen Brandbomben auf Sinŭiju abgeworfen und die Stadt dabei fast vollständig zerstört. Nach dem Krieg entwickelte sich Sinŭiju zu einem Industriestandort und Verkehrsknoten der Region.
Im Nordosten der schachbrettartig angelegten Stadt befinden sich Dienststellen und Wohnsitze der Regierung sowie am Fluss Amrokgang ein Industriegebiet.
Sinŭiju ist Industriestadt (Leicht-, Papier- und Textilindustrie). In der Nähe der Stadt wurde 2002 die Besondere Verwaltungsregion Sinŭiju gebildet. Es handelt sich dabei um eine Sonderwirtschaftszone die dem freien Handel dienen soll.
Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt mit Straßen, einer Eisenbahnverbindung in die Hauptstadt Pjöngjang und einem 1910 eröffneten Hafen. Dandong und Sinŭiju sind mittels einer "Freundschaftsbrücke" verbunden, über die Fußgänger, Autos und Eisenbahnen verkehren.
In der Stadt befinden sich zwei Universitäten sowie mehrere Hoch- und Fachschulen.