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Simson_S51.JPG | Simson-S51E.jpg Das S51 des thüringischen Motorradherstellers Simson aus Suhl war eines der meistverkauften Mokicks in der DDR.

Die Maschine erreichte, mit ihrem 2,72 kW (3,7 PS) starken 49,8 cm³-Einzylinder-Zweitaktmotor auf dem Papier eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. In Wirklichkeit waren aber ohne weitere Maßnahmen je nach Fahrergewicht und Treibstoff 65-70 km/h möglich. Das Leergewicht betrug abhängig von der Ausstattung ca. 81kg und die Nutzmasse (Fahrer + Sozia/Sozius + Gepäck) ca. 179kg .

Mit der Produktion des S51 wurde im Jahr 1980 begonnen.

Diese Maschine wurde in verschiedenen Ausführungen gebaut:

  • S51N (N für Normal, im Volksmund auch oft für Nichts verwendet) - diese Ausführung hatte eine minimale elektrische Ausstattung ohne Zündschloss, Standlicht und Blinker. Die Hupe wurde über 4 Mono-Batterien mit Strom versorgt. Die Hinterradführung erfolgt bei diesem Modell über mechanische Dämpfer
  • S51B (B für Blinker, im Volksmund oft: Besser) - Dieses Modell besaß Blinker, hydraulische Hinterraddämpfer, Zündschloss, einen Bleiakku und wurde in drei verschiedenen Varianten gebaut:
    • S51B 1-3 - 3-Gang-Getriebe, 25W Scheinwerfer, Unterbrecherzündung
    • S51B 1-4 - 4-Gang-Getriebe, 25W Scheinwerfer, Unterbrecherzündung
    • S51 Elektronic 2-4 - 4-Gang-Getriebe, 35W Scheinwerfer, Elektronikzündung
  • S51E (E für Enduro) - Das S51E erschien 1983 und unterschied sich nur unwesentlich vom S51B 2-4, besondere Merkmale waren der hochgezogene Auspuff mit veränderten Seitendeckel,der hohe Lenker, die 2fach verstellbaren Hinterraddämpfer, Stahlfelgen und die grobere Bereifung. Das wichtigste Merkmal Der Enduro waren die zusätzlichen Rahmenverstrebungen vom Lenkkopf zu den Fahrerfussrasten.
    • S51E4 - Wie S51N, billiges Enduro Modell, Federbeine ohne Verstellung
  • S51C (C für Comfort) - Das S51C wurde ebenfalls ab 1983 gebaut und entsprach weitestgehend dem S51E. Die wichtigsten Unterschiede waren Drehzahlmesser, Seitenständer, der Auspuff der S51B Reihe, effektvolle Lackierungen von Tank und Seitendeckel, schwarz lackierter Motor und der höhere Preis.

In den späten 80er Jahren wurden die Modelle auf 12 Volt Bordspannung umgestellt und bekamen die "Elektronische Blink- und Ladeanlage" ELBA. Beim Modell S51-1C1 wurde die HS1-Halogenbeleuchtung eingeführt. Die elektronische Zündung und der "Klappkickstarter" wurden zum Standard. Die modernere K36-Bereifung hielt Einzug. Das Bremslicht wurde auch beim Betätigen der "Handbremse" eingeschaltet. Zu erkennen waren die modifizierten Fahrzeuge an dem nicht unbedingt schönen aber anderen Seitendeckel-Aufkleber.

Viele der Simson Fahrzeuge wurden aber nicht im originalzustand belassen, ihre Besitzer haben sie in mühevoller Kleinarbeit umgebaut. Sie wurden mit stärkeren Motoren (zum Beispiel mit 70 ccm und 4 Kanälen, oder dem legendärem BigBore), lauteren Auspuffen, höheren oder tiefernen Fahrwerken, teilweise sehr kreativen Beleuchtungen (wie LED Rücklichtern) und anderen technischen Spielereinen ausgestattet. Ebenso gab es viele verschiedenen Komplettumbauten zum Beispiel auf Streetfighter, hardcore Enduro oder Chopper.

In Deutschland sind die Fahrzeuge dieses Typs bei Jugendlichen immer noch sehr beliebt, weil sie aufgrund des Einigungsvertrages und der Fahrerlaubnisverordnung (§§76 FeV, Nr. 8 §6 Abs. 1) trotz einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit einer Fahrerlaubnis der Klasse M gefahren werden dürfen. Normalerweise ist die Klasse M auf Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h beschränkt.

Weblinks:


  • http://www.s51.de/ - Fan- und Infoseite zum Mokick S51

Simson

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Simson S51".

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