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Der Simplonpass oder der Simplon (it. Sempione) ist ein Strassenpass in den Walliser Alpen.

Er verbindet in 2005 m ü. M. das Rhônetal im Schweizer Kanton Wallis mit dem Val d'Ossola in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola und dem Lago Maggiore. Simplon_Adler.jpg Um die Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Pass vom Inhaber des Salzmonopols Kaspar Jodok von Stockalper ausgebaut. Auf der Passhöhe errichtete er den Spittel und in Gondo ein Lagerhaus, den sogenannten Stockalperturm. Die Ware wurde in dieser Zeit mit Maultieren über den Pass geführt, das sogenannte Säumen, diese traditionelle Methode des Warentransportes war im Wallis bis ins 20. Jahrhundert gebräuchlich. Der Pass bekam seine überregionale Bedeutung erst, nachdem Napoleon I. 18011805 eine befestigte Passstrasse hatte bauen lassen, um den Pass für seine Artillerie befahrbar zu machen. Seit dieser Zeit war der Simplon mit Postkutschen befahrbar. 1801 wurde auf Napoleons Befehl mit dem Bau des Simplon-Hospizes begonnen, und 1831 wurde er durch die Augustinerchorherren des Hospizes auf dem Grossen St. Bernhard vollendet.

Unter dem Pass führt der zwischen 1898 und 1921 gebaute Simplontunnel hindurch, ein Eisenbahnbasistunnel.

Literatur


  • A. Steck, M. Delaloye, L. Pflug, P. Tissières, N. Meisser & M.A. Grichting: Simplon: Histoire-Géologie-Minéralogie. Ed. Fondation Bernard et Suzanne Tissières, Martigny 2005. ISBN 2-9700343-2-8
  • Thomas Köppel & Stefan Haas: Simplon – 100 Jahre Simplontunnel; dreisprachig D/I/F; ISBN 3-909111-26-2

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