| XI. Wiener Gemeindebezirk
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| Wappen
| Karte
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| Kartewien11.png
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| Name: | Simmering
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| Fläche: | 23,23 km²
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| Einwohner: | 76.899 (Volkszählung 2001)
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| Bevölkerungsdichte: | 3386,2 Einwohner je km²
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| Postleitzahl: | A-1110
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| Adresse des Bezirksamtes: | Enkplatz 2 A-1110 Wien
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| Offizielle Website: | www.wien.gv.at/simmering
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| E-Mail-Adresse: | post@b11.magwien.gv.at
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| Politik
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| Bezirksvorsteher: | Renate Angerer (SPÖ)
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| Bezirksvertretung (48 Bezirksräte) | SPÖ 33, FPÖ 10, ÖVP 5, Grüne 4
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Simmering ist der elfte Wiener Gemeindebezirk.
Geschichte
Die Ortschaft
Simmering wurde
1028 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit
1605 gab es dort eine
Brauerei, die über drei Jahrhunderte eine wichtige Einnahmequelle für den Ort darstellte. Bis ca. 1860 blieb Simmering ein kleines Dorf. Danach wurden die
Rinnböckhäuser angelegt, die damals die zweitgrößte Wohnhausanlage Wiens war. In der Folge begann eine schnelle großstädtische Entwicklung.
Kaiserebersdorf (früher nur
Ebersdorf) war der Sitz des Geschlechtes der
Ebersdorfer. Kaiser
Maximilian II. hielt sich hier oft zur
Jagd auf. Neben dem
Schloss Kaiserebersdorf, dem alten Sitz der Ebersdorfer, ließ er auch
Schloss Neugebäude errichten.
Am 1. Jänner 1892 wurden Simmering und Kaiserebersdorf sowie kleine Teile von Kledering, Schwechat und Albern als 11. Bezirk Simmering nach Wien eingemeindet.
Albern, das 1162 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, blieb immer ein kleines Dorf. Durch die Lage an der Donau wurde es oft überschwemmt und musste sogar zweimal verlegt werden. Am 15. Oktober 1938 wurde es Teil des damaligen 23. Wiener Gemeindebezirkes Schwechat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es Teil des 2. Bezirks, da auf diese Weise die Raffinerien in der sowjetischen Besatzungszone verblieben. Erst nach Abschluss des Staatsvertrages kam es zu Simmering.
Geographie
Der 11. Bezirk liegt im Süden von Wien. Im Osten wird er durch
Donau und
Donaukanal begrenzt, im Westen von der Ostbahn. Simmering ist der topografisch tiefste Punkt Wiens. Einen großen Teil nimmt die
Simmeringer Haide ein. Typisch für Simmering sind die zahlreichen Friedhöfe, darunter der
Zentralfriedhof. Im Süden von Simmering befindet sich die neuangelegte
Wohngegend "Leberberg" wo ca. 15000 Menschen leben.
Politik
Bezirksvorstehung
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| Bezirksvorsteher/innen seit 1945
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| Eduard Pantucek (SPÖ) | 4/1945-7/1945
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| Max Wopenka (SPÖ) | 1945-1952
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| Josef Haas (SPÖ) | 1952-1964
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| Wilhelm Weber (SPÖ) | 1964-1973
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| Johann Paulas (SPÖ) | 1973-1980
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| Otto Mraz (SPÖ) | 1980-1989
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| Franz Haas (SPÖ) | 1989-2001
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| Otmar Brix (SPÖ) | 2001-2003
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| Renate Angerer (SPÖ) | 2003-
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Simmering war schon zu Beginn des
20. Jahrhunderts eine Hochburg der
Sozialdemokraten. Bei den Bezirksvertretungswahlen von
1919 wurden die Sozialdemokraten mit 21 Mandaten die stärkste Partei vor den
Christlichsozialen mit 7 Mandaten, die Tschechische Liste kam auf 2 Mandate. Durch den Einfluss der Sozialdemokraten im "Roten Wien" und in Simmering entstanden bis 1934 im Bezirk 19 Wohnhausanlagen, sogenannte
Gemeindebauten. Der Aufstieg der Nationalsozialisten in
Österreich fand in Simmering nur wenig Wiederhall, sie erzielten 1932 mit 7,2% das schlechteste Bezirksergebnis in ganz Wien. Auch nach
1945 wurde der Bezirk stark von der
SPÖ dominiert. Sie stellte auch alle
Bezirksvorsteher der Nachkriegszeit. Mitte der 90er Jahre verlor die SPÖ aber auch in Simmering durch den Aufstieg der
FPÖ die absolute Stimmenmehrheit. Bei den Bezirksvertretungswahlen in Simmering 1996 rutschte die SPÖ von fast 59% auf knapp 48% ab, während die FPÖ auf 31% der Stimmen zulegen konnte. Doch schon bei den folgenden Wahlen 2001 kehrte sich dieser Trend um. Die
SPÖ kam auf 59,22% der Stimmen, die
FPÖ auf 21,37%, die
ÖVP auf 9,82%, die
Grünen auf 6,77% und das LIF errang mit 2,06% noch knapp ein Mandat.
Wappen
Das
Wappen des 11. Bezirks ist dreigeteilt und steht für die drei ehemaligen
Gemeinden, aus denen der Bezirk gebildet wurde. Das silberne "S" auf blauem Grund steht für den Bezirksteil
Simmering. Das springende
Einhorn auf goldenem Grund steht wiederum für
Kaiserebersdorf. Es stammt aus dem Wappen derer von Hintperg-Ebersdorf, die die
Grundherrschaft des Gebietes ursprünglich inne hatten. Der dritte, untere Wappenteil zeigt das Symbol der früheren Gemeinde
Albern. Die auf rotem Grund abgebildeten gekreuzten
Fische stehen dabei für den
Fischfang, der in Albern eine alte Tradition hatte.
Verkehr
Der 11. Bezirk ist und war der Ausgangspunkt zahlreicher Verkehrswege nach Süden und Osten. Er wurde vom
Wiener Neustädter Kanal durchquert, der aber im Bereich Simmerings bereits aufgelassen wurde. Simmering wird von mehreren Bahnlinien durchzogen, und zwar von der
Ostbahn,
Aspangbahn sowie vielen Verbindungs- und Industriegleisen. Im
Alberner Hafen an der
Donau werden
Getreide und
Baustoffe umgeschlagen. Die
Simmeringer Hauptstraße geht auf eine alte
Römerstraße zurück. Auch die
Ost Autobahn zum
Flughafen Wien-Schwechat und nach
Ungarn nimmt von hier ihren Ausgang.
Durch die U-Bahnlinie U3 sowie die S-Bahnlinie S7 ist Simmering mit dem Stadtzentrum in rund 10 Minuten Fahrzeit verbunden. Die Straßenbahnlinie 71 durchquert den gesamten Bezirk entlang der Simmeringer Hauptstraße bis nach Kaiserebersdorf. Weiters befindet sich die Zentralwerkstätte der Wiener Linien in Simmering.
Wirtschaft
Städtische Versorgungsinfrastruktur
Der 11. Bezirk war schon immer für seine industriellen Standorte bekannt. Im 19. Jahrhundert errichtete die Gemeinde Wien in Simmering das Elektrizitätswerk für die Versorgung der Wiener Straßenbahn mit elektrischen Strom, sowie ein Gaswerk zur Versorgung der städtischen Beleuchtung mit
Stadtgas. Das Gaswerk war von 1899 bis 1978 für die Gaserzeugung in Betrieb - heute dient es nur mehr als Übernahmestelle für das gelieferte
Erdgas. Von diesem Gaswerk stammen die je 70 Meter hohen
Gasometer, die in einer aufwendigen Revitalisierung
2001 von
Gasbehältern zu Gebäuden mit Wohnungen, Büros, einer Shoppingmall und einem Kino umgebaut wurden. Die Gasometer waren seit jeher neben dem Zentralfriedhof eines der weit sichtbaren Wahrzeichen des 11. Bezirkes.
Der Bezirk beherbergt weiters noch andere städtische Infrastruktureinheiten wie die EBS (Sondermüllverwertung und -verbrennung), Wiens Hauptkläranlage, in der etwa 90 Prozent der Abwässer der städtischen Kanalisation gereinigt werden, sowie auch Gebäude des Bundes wie eine Justizanstalt.
Gärtnereien
Auf der Simmeringer Haide befinden sich noch große verbundene unverbaute Grünflächen und Felder mit vielen Gemüsegärten, die die Stadt mit Lebensmitteln versorgen. Auch die Vermarktungsorganisation für Gärtnereiprodukte LGV Frischgemüse Wien befindet sich in Simmering.
Industrie
Auch zahlreiche traditionelle Industriebetriebe wie
SGP (Schienenfahrzeugproduktion), mittlerweile Siemens,
Steyr (Rüstung-, Waffen-, und Militärfahrzeugherstellung), Hörbiger (Kompressorventile, gegründet von
Hanns Hörbiger) und andere Firmen der Elektro- und Pharmaindustrie haben sich im Gebiet des 11. Bezirkes niedergelassen.
Persönlichkeiten
Sehenswürdigkeiten
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Weblinks
Siehe auch
Wiener Gemeindebezirk
Simmering (Vienna) | Simmering