Simeon II., auch Simeon oder Simon von Sachsen-Coburg-Gotha bzw. Simeon Sakskoburggotski (bulgarisch Симеон Борисов Сакскобургготски; * 16. Juni 1937 in Sofia) war der letzte bulgarische Zar (abgesetzt nach Referendum 1946) und war von 2001 bis 2005 Ministerpräsident der Republik Bulgarien.
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Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters am 28. August 1943 bestieg er, gerade 6-jährig, den Thron.
Da er noch minderjährig war, führte sein Onkel Prinz Kiril (1895-1945) die Regierungsgeschäfte. Während des kommunistischen Putsches am 9. September 1944 wurden Kiril und die meisten Mitglieder seiner Regierung hingerichtet, jedoch blieb Simeon weiterhin Zar.
Ein 1946 abgehaltenes Referendum führte zur Abschaffung der Monarchie und zwang die Zarenfamilie zur Flucht.
Simeon ging zunächst mit seiner Schwester Maria-Luisa und seiner Mutter nach Alexandria in Ägypten, wo bereits Giovannas Vater, der italienische König Viktor Emmanuel, im Exil lebte.
Im Juli 1951 gewährte die spanische Regierung unter dem Diktator Francisco Franco dem Ex-Monarchen Asyl. In Madrid besuchte Simeon das Lycée Français.
1958-1959 besuchte er die Valley Forge Military Academy in den USA.
1962 heiratete Simeon die spanische Adlige Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela. Das Paar hat fünf Kinder: vier Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Kiril Sakskoburggotski war Wirtschaftsberater des bulgarischen Präsidenten Petar Stojanow (1997-2002).
Vom 25. Mai bis 16. Juni 1996 kehrte Simeon Sakskoburggotski erstmals nach fast 50-jährigem Exil nach Bulgarien zurück.
2001 gründete er die Nationale Bewegung Simeon II (NDSV) und trat zur Parlamentswahl am 17. Juni 2001 an. Nach einem erdrutschartigen Sieg wurde er am 24. Juli 2001 Premierminister.
Er ist damit der bisher einzige abgesetzte Monarch der Geschichte, der in einer demokratischen Wahl politische Macht wiedererlangte.
siehe auch: Liste der bulgarischen Zaren
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