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Die Republik Simbabwe (englisch: Zimbabwe [; übersetzt: „großes Haus aus Stein“ in der Sprache der Shona), das ehemalige Rhodesien beziehungsweise Südrhodesien, ist ein Staat im südlichen Afrika. Der Name Simbabwe geht auf ein historisches Reich auf dem heutigen Staatsgebiet zurück, das Wort Rhodesien leitete sich vom Namen des Kolonialisten Cecil Rhodes her. Nationalfeiertag ist der 18. April.
Simbabwe liegt bei 20° Süd und 30° Ost und hat als reines Binnenland, ohne eigenen Zugang zum Meer, Grenzen mit Südafrika (225 km), Botswana (831 km), Sambia (797 km) und Mosambik (1231 km). Der Sambesi bildet die nördliche Grenze zu Sambia. Simbabwe hat eine Fläche von 390.757 km² wovon 3.910 km² Wasser sind.
Simbabwe hat ein subtropisches bis tropisches Klima, in höheren Lagen auch gemäßigt. Die Regenzeit dauert von November bis März. Der höchste Berg Simbabwes ist der Inyangani.
Größte Städte sind (Volkszählung 2002): Harare 1.444.534 Einwohner, Bulawayo 676.787 Einwohner, Chitungwiza 321.782 Einwohner, Mutare 170.106 Einwohner, Gweru 141.260 Einwohner und Epworth 113.884 Einwohner.
Siehe auch: Liste der Städte in Simbabwe
Der größte Teil der Bevölkerung wird von den Shona gestellt (ca. 80 %). Daneben spielen noch die Ndebele eine wichtige Rolle. Seit der Gründung der britischen Kolonie Rhodesien durch ihren Namensgeber Cecil Rhodes im 19. Jahrhundert wanderten weiße Händler und Farmer aus Europa und Südafrika ein, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts knapp 5 % der Bevölkerung stellten. Doch schon bald nach der Unabhängigkeit des heutigen Simbabwe ging deren Zahl zuerst relativ, dann aber bald auch absolut stark zurück. Da diese Bevölkerungsgruppe eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben spielte, führte ihre Abwanderung seit den 1980er Jahren zur Verschärfung der wirtschaftlichen Probleme des einst für afrikanische Verhältnisse reichen Landes. Darüber hinaus gibt es auch eine Bevölkerungsgruppe, die aus Verbindungen von Europäern mit der einheimischen schwarzen Bevölkerung hervorgegangen ist und eine kleine vom indischen Subkontinent stammende Minderheit.
Das einst starke Bevölkerungswachstum ist seit der Jahrtausendwende aufgrund der extremen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes und der Aids-Epidemie praktisch zum Stillstand gekommen. In allerneuster Zeit (2005) scheint es sogar zu einem Bevölkerungsrückgang zu kommen, wobei auch Abwanderung eine Rolle spielt. Simbabwe ist eines der Länder mit der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate - zwischen 24 und 35 Prozent der 12,7 Millionen Einwohner sind HIV-positiv. In keinem Land der Welt ist die Lebenserwartung innerhalb so kurzer Zeit derart dramatisch zurückgegangen: in weniger als einem Jahrzehnt um zwanzig Jahre - von 55 auf 35 Jahre. Die Lebenserwartung gehört heute zu den weltweit niedrigsten (Stand 2006). Auf dem Human Development Index des Jahres 2004 ist Simbabwe mittlerweile auf Platz 147 abgerutscht (von 177 verglichenen Ländern).
Im Jahre 2000 hatte Simbabwe mit 10 % die niedrigste Analphabetismusrate in Afrika, sogar noch vor Südafrika.
Simbabwe ist faktisch seit 1965 (weiße Siedlerrevolte gegen das Vereinigte Königreich, „Rhodesia“), rechtlich als „Zimbabwe“ seit 1980 unabhängig und ist heute staatsrechtlich eine Präsidialrepublik, an deren Spitze seit 1980 Robert Mugabe steht.
Simbabwe gliedert sich in acht Provinzen und zwei Städte mit Provinzstatus (die Hauptstadt Harare und Bulawayo). Die Provinzen teilen sich in 59 Bezirke und 1.200 Gemeinden. Letztere bestehen wiederum meist aus mehreren Ortschaften. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die Volkszählung vom 18. August 2002.
| Nr. | Verwaltungseinheit | Fläche in km² | Einwohner insgesamt | Einwohner je km² |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bulawayo | 479 | 676.787 | 1.413 |
| 2 | Harare | 872 | 1.903.510 | 2.183 |
| 3 | Manicaland | 36.459 | 1.566.889 | 43 |
| 4 | Mashonaland Central | 28.437 | 998.265 | 35 |
| 5 | Mashonaland East | 32.230 | 1.125.355 | 35 |
| 6 | Mashonaland West | 57.441 | 1.222.583 | 21 |
| 7 | Masvingo | 56.566 | 1.318.705 | 23 |
| 8 | Matabeleland North | 75.025 | 701.359 | 9 |
| 9 | Matabeleland South | 54.172 | 654.879 | 12 |
| 10 | Midlands | 49.166 | 1.466.331 | 30 |
| Simbabwe Gesamt | 390.757 | 11.634.663 | 30 |
Mit der vermeintlichen Zielvorgabe, den ausufernden Schwarzmarkt auszutrocknen, ergriff die Regierung im Mai/Juni 2005 drastische Maßnahmen, indem im Rahmen der Aktion mit der zynischen Bezeichnung „Aktion Abfallbeseitigung“ schätzungsweise 750.000 Menschen obdachlos wurden und ihre oft einzige Einnahmequelle, Aktivitäten im Kontext des informellen Sektors, aufgeben mussten. Zudem wurden ihre Behausungen zerstört und oft ihr vollständiger Besitz beschlagnahmt. Tatsächlich ging es dem Mugabe-Regime mit diesen auch von der UN verurteilten Maßnahmen jedoch um eine gezielte Schwächung der Opposition, die insbesondere in den Städten ihre Wähler hat. So werden diese nicht nur für ihre Unterstützung der MDC „bestraft“ sondern auch gezwungen, – soweit dies überhaupt möglich ist – zurück in die von der Regierung kontrollierten ländlichen Gebiete des Landes zu ziehen. Aus den Armutsvierteln der Städte, in denen der Schwarzmarkt florierte, wurden die Menschen vertrieben, anschließend deren Behausungen zerstört. Nahezu genau ein Jahr später, im Mai 2006, wurde erneut eine ähnliche Aktion durchgeführt, bei der in Harare 10.000 Straßenkinder, Straßenhändler und Obdachlose festgenommen wurden, da sie nach Angaben eines Behördensprechers "Unordnung stiftende Elemente" und für die Kriminalität in der Stadt verantwortlich seien. Die Kinder sollen zu ihren Eltern auf dem Land zurückgebracht werden.
Darüber hinaus haben die Kriegsverwicklung mit der Demokratischen Republik Kongo der Wirtschaft mehrere hundert Millionen dringend benötigter Euro entzogen. Die Inflation mit einer jährlichen Zuwachsrate von 32 % im Jahre 1998 wuchs im Jahre 1999 auf 101 % an. 2003 lag die Inflation bei 600 % und im April 2006 bei 1.042,9 %http://www.n-tv.de/667075.html. Die Wirtschaftskraft wird zudem aufgrund des Ausfalls der Arbeitskräfte durch Aids geschwächt. Simbabwe hat die vierthöchste Infektionsrate der Welt, was eines der Hauptprobleme des Landes darstellt.
Sowohl der Mangel an Devisen als auch der Unterschied zwischen dem offiziellen Umrechnungskurs und dem inoffiziellen (offiziell 1 US-Dollar zu 101.195 ZWD (Juli 2006), auf dem Schwarzmarkt 1 US-Dollar zu 450.000 ZWD (Juli 2006)) führten zur Treibstoffknappheit und Mangel an Grundversorgung. Im Jahre 2003 lieferte Libyen an Simbabwe Treibstoff und erhielt dafür teilweise als Austausch von Simbabwe Landflächen. Da Simbabwe die Zahlungen nicht einhalten konnte, wurden die Lieferungen gestoppt.
Bekannte Nationalparks in Simbabwe sind der Hwange National Park, der Mana-Pools-Nationalpark und der Victoria Falls National Park.
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