Silentium! (1999) ist der vierte der Brenner-Krimis von Wolf Haas und wurde, wie schon sein Vorgänger Komm, süßer Tod, auch verfilmt.
Die Handlung des Romans beginnt in Salzburg: Der Detektiv Brenner wird – für ihn nicht unbedingt die Regel – zu einem Ermittlungsauftrag gerufen. Der erste Mord geschieht jedoch erst nach seinem Erscheinen; was ans Tageslicht kommt, sind zunächst – im doppelten Sinne – Leichen im Keller, später dann auch auf dem Dach.
Eines der beiden Zentralmotive verweist auf den zentralen Tatort, das Marianum, ein Stift für Priesterzöglinge: es geht um Maria und andere Jungfrauen bzw. den mit ihnen aufgezogenen Handel, um eine dramatische „Mariechen“-Erscheinung und eine höchst ironische „unbefleckte“ Empfängnis.
Das andere Zentralmotiv verknüpft den Tat- mit dem Handlungsort Salzburg: Komplementär zu dem im Marianum allerorts präsenten Hinweis Silentium! geht es immer wieder ums Hören – weniger um das klassischer Melodien als um das profaner Geräusche aller Art –, um künstliche und abgeschnittene Ohren sowie nicht zuletzt auch um allerlei Missverständnisse. Ein solches steht auch am Ende des Buches, im Schlusskapitel, das nach dem vorangehenden tragischen Showdown die Handlung versöhnlich enden lässt.
Siehe auch: Silentium (Film)
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"Silentium! (Roman)".
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