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Silemani-night.jpg | Silemani.jpg | SulaimaniyaPalace.JPG Silemani (arab. السليمانية as-Sulaimāniyya) ist eine Stadt im Nordostirak mit etwa 800.000 Einwohnern, zum grössten Teil Kurden und Muslime. Sie ist die Hauptstadt der irakischen Provinz Sulaimaniyya und Bestandteil der kurdischen autonomen Region.

Geschichte

Silemani wurde 1784 von dem kurdischen Prinzen Ibrahim Pascha Baban gegründet. Er benannte die Stadt nach seinem Vater Süleyman Pascha. Als Herrschersitz der Baban-Dynastie wuchs die Stadt rasch und erlangte großen Einfluss. Sie wurde sowohl zum wirtschaftlichen als auch zum kulturellen Zentrum dieser Region. Der Sorani-Dialekt des Kurdischen wurde hier zu Literatursprache entwickelt und breitete sich mit dem Einfluss der Stadt auch aus, so dass das Gorani hier verdrängt wurde. Nach dem Sturz der Baban-Dynastie 1851 und dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt dem Irak zugeschlagen.

Von 1922 bis 1924 war die Stadt Hauptstadt des Königreiches Kurdistan, das von Scheich Mahmud Berzanci ausgerufen worden war. Ab 1990 stand die Stadt unter dem Schutz der Alliierten und konnte wieder aufgebaut werden. Sie wurde auch zum Sitz des Regionalparlaments der Patriotischen Union Kurdistans (PUK). Die Stadt ist auch das Zentrum der PUK. Darüber hinaus hat die Stadt eine Universität.

Am 9. Juni 2004 wurde die umgebaute Bibliothek (jetzt: Zentralbibliothek) vom damaligen PUK-Premierminister Barham Salih eingeweiht.

Sicherheitslage nach dem Golfkrieg 2003

Als eine der ganz wenigen Städte des Irak hat Silemani praktisch keine Bombenanschläge seit dem Kriegsende 2003 erlebt. Als Gründe hierfür werden von den lokalen Behörden genannt:
  • Erfahrene Behörden im Umgang sowohl mit islamistischen Terroristen als auch mit Baath-Anhängern
  • Gute Informationsbeschaffung der Behörden durch erfahrene Geheimdienste und die tatkräftige Hilfe der Bevölkerung
  • Sehr homogene Bevölkerungsstruktur (Kurden), daher wenig Gefahr, dass auswärtige Attentäter von Einheimischen gedeckt werden könnten
  • Die günstige geographische Lage in den Bergen mit nur zwei Zufahrtsstraßen, die leicht zu kontrollieren sind

Sehenswürdigkeiten

Der Großteil der heutigen Stadt ist in den letzten Jahrzehnten unter schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen entstanden und von daher wenig sehenswert. Zu erwähnen sind lediglich:

  • Stadtzentrum (man kann nicht wirklich von "Altstadt" sprechen) mit belebtem Markt
  • Hotel Sulaimaniya Palace, eines der wenigen Gebäude mit einfallsreicher Architektur, ausserdem eines der ganz wenigen Hochhäuser der Stadt
  • Ein künstlicher See auf dem Gelände eines ehemaligen irakischen Militärlagers und das dazugehörige Restaurant "Komalayati"
  • Menschenrechtsmuseum auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses der irakischen Geheimpolizei

Internationaler Flughafen Silemani

Ein internationaler Flughafen wurde am 21. Juli 2005 eröffnet. Von ihm aus werden hauptsächlich andere Staaten der Golfregion angeflogen. Die dort beheimatete Fluggesellschaft heißt Kurdish Airlines. Die Anfrage an die Türkei, die Städte Ankara und Istanbul anfliegen zu dürfen, wurde mit der Begründung abgelehnt, dass auf den Flugzeugen die kurdische Fahne und die Wörter Kurdistan oder Kurdisch stehen. So gibt es keine Flüge zwischen Silemani und diesen Städten. Gegen Ende 2005 bekam aber eine türkische Fluglinie mit dem Namen Fly Air die Erlaubnis, Arbil und Silemani anzufliegen. Fly Air fliegt unter anderem auch Eriwan an, dessen Beziehung zu Ankara auch angespannt ist. Für die offizielle Seite klicken Sie Sulaimaniyah International Airport

Töchter und Söhne der Stadt


Städtepartnerschaften


Weblinks


  • http://www.univsul.com/ - Seite der Universität von Silemani

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