Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland. Es wurde am 23. Juni 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet. Es wird an Einzel-Sportler und auch an Mannschaften verliehen, die sich mehrfach international ausgezeichnet haben. Daneben müssen sich die zu Ehrenden menschlich und charakterlich vorbildlich verhalten. Eine Ausnahme bilden Medailliengewinner bei den Olympischen Spielen und den Paralympics. Diese können das Silberne Lorbeerblatt auch bei einmaliger sportlicher Höchstleistung erhalten.
Soll ein Sportler oder eine Mannschaft das Silberne Lorbeerblatt erhalten, dann muss dies der Präsident des Deutschen Sportbundes, der Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes oder der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees beim Bundespräsidenten beantragen. Dieser Antrag wird vom Bundespräsidialamt sowie vom Bundesministerium des Innern, welches für den Sport zuständig ist, geprüft. Der Bundesinnenminister unterschreibt den genehmigten Antrag gemäß Artikel 58 Grundgesetz. In besonderen Fällen überreicht der Bundespräsident das Silberne Lorbeerblatt selbst, ansonsten wird er durch den Bundesinnenminister vertreten.
Da das Silberne Lorbeerblatt nur einmal verliehen werden kann, erhalten Sportler, die bereits eine Auszeichnung erhalten haben, das Silberne Lorbeerblatt in einer Sonderanfertigung. So konnte der Fußballspieler und Weltmeister von 1954 Fritz Walter dreimal ausgezeichnet werden. Die deutsche Fußballnationalmannschaft der WM 2006 erhält am 14. August ebenfalls die Auszeichnung.
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"Silbernes Lorbeerblatt".
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