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Als Silbengrenze (oder Silbenjunktur) bezeichnet man die Grenze zwischen zwei benachbarten Silben. Die Grenze markiert Silbenanfang und Silbenende.

Die Silbengrenze wird im IPA mit einem Punkt bezeichnet. Silbengrenzen stimmen nicht unbedingt überein mit der Silbentrennung.

Die Silbengrenze ergibt sich aus der individuellen Eigenart der jeweiligen Silbe :

Silbengrenze und Stamm im Deutschen


Wegen der deutschen Auslautverhärtung treten am Silbenende keine stimmhaften Geräuschlaute (Obstruent) auf. Das * im Wort "erblich" signalisiert also, dass die Silbengrenze nicht dahinter liegen kann, sondern davor liegen muss. Damit ergibt sich gleichzeitig die Stammgrenze und in Folge die Voraussetzung für eine morphologische Analyse (Linguistik) des Worts.

Am Anfang eines vokalisch anlautenden Stammes liegt die Prosthese eines Glottisverschlusses. Da er sprachtechnisch anderswo nicht vorkommt, signalisiert er den Anfang des Stammes.

Quellen


  • Helmut Glück (Hsg), Metzler-Lexikon Sprache, 2000

Siehe auch


Silbe

 

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