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Sigmar Gabriel (* 12. September 1959 in Goslar) ist ein deutscher Politiker (SPD).
Er ist seit dem 22. November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 1999 bis 2003 war Gabriel Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.
Ausbildung und Beruf
Nach dem
Abitur in Goslar leistete Gabriel seinen
Wehrdienst ab und absolvierte ein Lehramtsstudium der Fächer
Deutsch,
Politik und
Soziologie in
Göttingen, welches er mit beiden
Staatsexamina für das Lehramt an Gymnasien beendete. Danach war er als Lehrer beim Bildungswerk der Niedersächsischen
Volkshochschule in Goslar tätig.
Familie
Sigmar Gabriel ist geschieden und hat ein Kind aus einer früheren Beziehung. Er lebt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Ines Krüger in
Goslar.
Jugendverband
Von
1976 bis
1989 war Sigmar Gabriel im SPD-nahen
Jugendverband Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken aktiv. Schon kurz nach seinem Eintritt in den Jugendverband wurde er Vorsitzender des Ortsverbandes Goslar. Bald danach wurde er zum Mitglied des Braunschweiger Bezirksvorstands gewählt, zunächst als Referent für antimilitaristische Arbeit, später als SJ-Ringleiter und schließlich als Bezirksvorsitzender. Als Vertreter des Bezirks Braunschweig, der dem
marxistischen Flügel zugerechnet wurde, gehörte er eine Zeit lang dem Bundesausschuss der SJD – Die Falken an.
Partei
Seit
1977 ist Gabriel Mitglied der
SPD.
Von 1999 bis 2005 gehörte Gabriel dem SPD-Parteivorstand an. Zwischen 2003 und 2005 war er Beauftragter für Popkultur und Popdiskurs der SPD. 2003 bis 2005 war Gabriel stellvertretender Landesvorsitzender von Niedersachsen, seit 2003 ist er Vorsitzender des SPD-Bezirks Braunschweig.
Abgeordneter
1987 bis
1998 war Gabriel Mitglied des Kreistages des
Landkreises Goslar und von
1991 bis
1999 Ratsherr der Stadt Goslar. Von
1990 bis
2005 war Gabriel
Mitglied des Landtages von Niedersachsen und dort ab
1997 stellvertretender Vorsitzender und von
1998 bis
1999 sowie von
2003 bis
2005 Vorsitzender der SPD-Landtags
fraktion.
Bei der Bundestagswahl 2005 gewann Gabriel mit 52,3 % der Erststimmen das Direktmandat im Wahlkreis 49 (Salzgitter/Wolfenbüttel).
Er gehört dem Leitungskreis des SPD-intern als rechts geltenden Seeheimer Kreises und dem reformistischen Netzwerk Berlin, einem Zusammenschluss zumeist jüngerer SPD-Abgeordneter, an.
Öffentliche Ämter
Vom
15. Dezember 1999 bis zum
4. März 2003 war Sigmar Gabriel
Ministerpräsident des Landes
Niedersachsen. Seine Regierung war das
Kabinett Gabriel.
Am 22. November 2005 wurde Sigmar Gabriel zum Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ernannt.
Gesellschaftliche Ämter
Gabriel ist Mitglied im Stiftungskuratorium der Stiftung von
Schüler Helfen Leben.
Zudem übernahm Sigmar Gabriel 2006 die Schirmherrschaft über die
Stiftung Hospiz Schneckenhaus.
Lobbyismusvorwürfe
Gegen Sigmar Gabriel wurden gegen Ende des Jahres 2005 Vorwürfe in Zusammenhang mit einer Auftragsvergabe des
VW-Konzerns, in dessen Aufsichtsrat er Mitglied war, an die Firma Communication Network Services (CoNeS GbR), deren Gesellschafter er war, erhoben. Diese
Nebentätigkeit wurde insbesondere von den Oppositionsparteien kritisiert, da die im Koalitionsvertrag von CDU und SPD festgelegte Position zur Einhaltung von Emissionsgrenzwerten bei Neufahrzeugen mit den Inhalten der entsprechenden Selbstverpflichtung des europäischen Automobilverbandes (ACEA) übereinstimmt und Sigmar Gabriel für das Kapitel Umweltpolitik im Koalitionsvertrag verantwortlich war. Präsident der
ACEA war der VW-Vorstandsvorsitzende
Pischetsrieder, für den Gabriels Firma tätig war. Im Januar 2006 stellte jedoch die zuständige Staatsanwaltschaft fest, dass kein Anfangsverdacht einer Straftat besteht. Ein Ermittlungsverfahren gegen Gabriel wurde dementsprechend nicht eingeleitet.
Siehe auch
Weblinks
Mann | Deutscher | Ministerpräsident (Niedersachsen) | Bundestagsabgeordneter | Umweltminister (Deutschland) | SPD-Mitglied | Geboren 1959 | Lehrer
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