Herzog Sigismund von Sachsen (* 3. März 1416 in Meißen; † 24. Dezember 1471 auf Schloss Rochlitz) war Bischof von Würzburg.
Sigismund ist der Sohn des Kurfürsten Friedrich I. von Sachsen, der jüngere Bruder des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen und der älterer Bruder des Herzogs Wilhelm III. Er wurde 1437 Geistlicher. Dies soll jedoch nicht aus Überzeugung, sondern lediglich aus dem Grund geschehen sein, um sich einer leidenschaftlich begehrten Klosterjungfrau dauerhaft nähern zu können. Sein Bruder, der Kurfürst Friedrich, ließ ihn aufgrund dieses öffentliches Ärgernis erregenden Verhältnisses nach Freyburg (Unstrut) in Verwahrung bringen. Von dort aus erhielt er eine Domherrenstelle in Würzburg, wo er 1440 zum Bischof gewählt wurde. Aufgrund seines Verschwendungssucht und seiner zweifelhaften Lebensstiles wurde er 1443 als Bischof von Würzburg abgesetzt. Sigismund kehrte nach Kursachsen zurück, wo er eine Verschwörung gegen seine beiden regierenden Brüder organisierte. Als die Pläne aufgedeckt wurden, ließen ihn seine Geschwister 1444 gefangen nehmen und auf das Schloss Rochlitz bringen, wo er bereits 1436 einige Zeit gelebt hatte. Hier musste sich Sigismund in standesgemäßer lebenslänglicher Verbannung aufhalten. Er starb nach 27 Jahren.
Mann | Deutscher | Wettiner | Herzog (Sachsen) | Herzog (Franken) | Domherr | Römisch-katholischer Bischof (15. Jh.) | Geboren 1416 | Gestorben 1471
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"Sigismund von Sachsen".
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