Sigfried Held (* 7. August 1942 in Freudenthal (Sudetenland), heute Bruntál in Tschechien), auch Sigi oder Siggi Held genannt, ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte bei Borussia Dortmund, Kickers Offenbach und Bayer Uerdingen.
Vor seinem Wechsel in die Bundesliga 1965 zu Borussia Dortmund spielte er das erste Mal beim OFC in der Regionalliga Süd. Der vom TV Marktheidenfeld gekommene Stürmer schoss an der Seite von Hermann Nuber und Siggi Gast in der Saison 1964/65 für die Offenbacher 15 Tore. Es kam aber nur der dritte Rang heraus und damit wurde in Folge das zweite Mal der Einzug in die Aufstiegsrunde verpasst.
Für Borussia Dortmund absolvierte er zwischen 1965 und 1971, sowie zwischen 1977 und 1979 insgesamt 229 Bundesligaspiele und erzielte dabei 43 Tore. Mit dem BVB gewann er 1966 den Europapokal der Pokalsieger, wurde einmal deutscher Vizemeister und einmal Dritter der Bundesliga. Die erste Saison in Dortmund 1965/66 wurde eine Super-Saison für den jungen Stürmer Held. Mit Libuda und Emmerich zusammen bildete er einen internationalen Ansprüchen gerecht werdenden Angriff. Im Europacup der Pokalsieger besiegten sie nacheinander die Teams aus La Valetta, Sofia, Atletico Madrid und West Ham United und standen somit im Finale am 5. Mai 1966 in Glasgow gegen den klaren Favoriten FC Liverpool. Den Mannen um Siggi Held gelang mit Offensivfußball der Sieg über den Titelverteidiger (West Ham United) und im Endspiel mit der legendären Bogenlampe von "Stan" Libuda wurde der FC Liverpool geschlagen. Durch die beeindruckenden Leistungen in dieser Saison in der Bundesliga und im Europapokal wurde Siggi Held auch bereits am 23. Februar 1966 im Spiel gegen England in London Nationalspieler. Er hatte eine beeindruckende Saison 1965/66: Er wurde Bundesliga-Vizemeister, Nationalspieler, er gewann den Europapokal und wurde Vizeweltmeister bei der WM in England!
Für die Kickers Offenbach spielte er zwischen 1972 und 1976 133 mal in der Bundesliga und erzielte dabei 25 Tore, damit ist er bis heute Rekordbundesligaspieler der Offenbacher. In der Saison 1971/72 war er maßgeblich an der Seite von Erwin Kostedde am Aufstieg der Kickers in die Bundesliga beteiligt. Zwischen 1979 und 1981 spielte er noch 59 Bundesligaspiele für den Bayer Uerdingen und erzielte dabei drei Tore.
Als Nationalspieler absolvierte er 41 Spiele von 1966 bis 1973 und traf dabei fünfmal für Deutschland. Sein Debüt gab er am 23. Februar 1966 in London bei der 0:1-Niederlage gegen die Englische Fußballnationalmannschaft. Bei der WM 1966 in England wurde er Vizeweltmeister. In Mexico 1970 wurde er Dritter und war auch an dem Jahrhundertspiel gegen Italien aktiv beteiligt. Bei der Europameisterschaft 1972 stand er zwar nicht in der Final-Runde in Belgien im Team, bei dem unvergesslichen 3:1 Sieg am 29.April in England im EM-Viertelfinale stürmte Siggi Held aber an der Seite von Gerd Müller, Günter Netzer und Franz Beckenbauer. In der Zeit vom 22. Mai bis 25.Juni 1972 wurde in Deutschland die Bundesliga-Aufstiegsrunde ausgetragen, während im gleichen Zeitraum die Finalspiele in Belgien am 14. und 18. Juni stattfanden. Da spielte Held für seinen Verein Kickers Offenbach in Absprache mit Helmut Schön.
Seit April 2006 ist er offizieller WM-Botschafter der FIFA-WM-Stadt Dortmund.
Mann | Deutscher | Fußballspieler (Deutschland) | Fußballtrainer | Geboren 1942
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