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Unter Siedlungsformen versteht man bestimmte Arten von menschlichen Siedlungen. Sie werden nach größe der Siedlung, die Anordnung der Gebäude und auch die Art der Gebäude unterschieden. Manchmal treten diese in reiner Form auf. Aber meistens, vor allem wenn Siedlungen wachsen, vermischen sich mehrere Siedlungsformen.

In einigen Fällen betrifft die Siedlungsform nicht die gesamte Stadt, sondern nur einen Stadtteil.

Unterscheidung nach der Größe der Siedlung


Am einfachsten ist es natürlich die Art der Siedlung nach ihrer Größe zu unterschieden. Kleine Siedlungen werden Dörfer genannt, große Siedlungen Stadt, riesige Siedlungen Metropolen.

In Deutschland unterscheidet man nach Einwohnerzahl:

  • unter 5.000 Dorf
  • 5.000-19.999 Kleinstadt
  • 20.000-99.999 Mittelstadt
  • ab 100.000 Großstadt

Städte mit mehr als 1 Millionen Einwohner werden als Millionenstädte bezeichnet.

Unterscheidung nach Anordnung der Gebäude


Es ist auch möglich Siedlungsformen nach der Anordnung der Gebäude zu unterscheiden. Neu erstellte Siedlungen haben oft ganz spezielle Formen. Mit der Zeit verschwindet die charakteristische Form jedoch oft. Aber vor allem in dörflichen Siedlungsformen bleibt die Form oft lange Zeit erhalten.

Folgende Formen werden unterschieden:

  • Arkologie Eine nach ökologischen Gesichtspunkten erstellte Siedlungsform, welche aus einem einzigen riesigen Gebäudekomplex besteht.
  • Festungsstadt Eine Siedlung die vor allem aus dem Gesichtspunkt der Verteidigung erstellt wurde. Festungsstädte fallen vor allem durch riesige Wehranlagen auf, denen sich die gesamte weitere Planung unterzuwerfen hat.
  • Gartenstadt Eine sehr weitläufige Siedlungsform, in welcher Stadt und ländliches Wohnen vereint werden sollen.
  • Gegliederte Stadt In dieser Siedlungsform sind die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Erholung strikt voneinander getrennt.
  • Geometrische Stadt Eine nach geometrischen Gesichtspunkten gebaute Stadt. Die Straßen können z.B. rechtwinklig angeordnet sein, oder kreis- und strahlenförmig um einen Mittelpunkt.
  • Haufendorf In dieser Siedlungsform sind die Gebäude alle eng zusammen gebaut ohne einer geometrischen Ordnung zu folgen.
  • Reihendorf Eine sehr schmale und langgestreckte Siedlungsform. Oft mit Feldern direkt hinter den Häusern.
    • Marschhufendorf Ein Reihendorf, welches einem Entwässerungsgraben im Maschland folgt.
    • Straßendorf Eine Siedlung in der sich alle Gebäude an eine einzige Straße reihen.
    • Waldhufendorf Ein Reihendorf auf einer Rodung.
      • Hagenhufendorf Ein Reihen-Hufendorf an einem Wasserlauf mit Hecken zwischen den Grundstücken.
  • Rundling Kleinere Siedlungen in denen alle Gebäude um einen zentralen Platz oder ein zentrales Gebäude angeordnet sind.
    • Angerdorf Im Zentrum dieses Rundlings befindet sich der Gemeindeplatz.
    • Wurtendorf Ein Rundling, der auf einem künstlichen Hügel erstellt wurde.
  • Streusiedlung Die Gebäude verteilen sich ungeordnet auf eine große Fläche
  • Wilde Siedlung Eine illegal errichtete Siedlung ohne jegliche Planung.

Unterschiedliche Art der Bebauung


Unabhängig von Größe und Anordnung wird die Siedlungsform auch durch die Bauart der Häuser selbst bestimmt.

Hier sind vor allem folgende Unterscheidungen zu nennen:

Unterscheidung nach gesellschaftlichen Gesichtspunkten


Seltener wird bei den Siedlungsformen nach gesellschaftlichen Gesichtspunkten unterschieden. Es gibt Siedlungen in denen besondere Regeln gelten oder in denen nur Menschen leben, auf die bestimmte Kriterien zutreffen.

Folgende Unterscheidungen wären hier zu nennen:

  • Feriensiedlung Diese Siedlung wird nur von Urlaubern während ihres Urlaubs bewohnt.
  • Kollektivsiedlung Die Einwohner bilden ein Kollektiv welches gemeinsam lebt und arbeitet.
    • Kibbuz Genossenschaftlich organisierte Kollektivsiedlungen.

Siehe auch Stadtmorphologie

Siedlungsgeographie

 

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