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Shy-Drager_Syndrome
 

Das Shy-Drager-Syndrom (auch: Idiopathische orthostatische Hypotonie) ist eine sogenannte Multisystematrophie des Zentralnervensystems, da mehrere funktionelle Systeme degenerieren. Im Vordergrund steht die Störung des vegetativen Nervensystems. Es wird wegen parkinsonartiger Bewegungsstörungen auch zu den Parkinson-Plus-Syndromen gezählt. Die Ursache ist unbekannt. Beschrieben wurde die Krankheit 1960 von Milton Shy (1919-1967) und Glenn Drager (*1917).

Epidemiologie


Die Krankheit ist vergleichsweise selten. Meist beginnt sie im mittleren bis höheren Erwachsenenalter, Männer erkranken deutlich häufiger.

Symptome


Die ersten Beschwerden sind häufig ein zu niedriger Blutdruck beim Aufrichten, der nicht über eine Zunahme der Pulsfrequenz gegenreguliert wird. Daher kommt es gehäuft zu Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen, vor allem beim Stehen. Im weiteren Verlauf treten vegetative Ausfälle wie der Verlust des Schwitzens (Anhidrosis), Impotenz und gestörte Blasen- und Mastdarmfunktion (Inkontinenz) hinzu, aber auch Ausfallsymptome anderer Systeme: parkinsonartige Bewegungsstörungen, Lähmungen von Augenmuskeln (Ophtalmoplegien), Muskelschwäche und -schwund sowie Kleinhirnsymptome. Eine Demenz gehört nicht zum Krankheitsbild.

Prognose


Die Krankheit ist derzeit nicht heilbar. Ebensowenig kann das Fortschreiten wirksam aufgehalten werden. Die Symptomatik lässt sich mit Sympathomimetika und Parkinsonmedikamenten (L-Dopa) lindern. Die Überlebenszeit nach Auftreten der ersten Beschwerden liegt bei mehreren Jahren.

Neurologie

Shy-Drager syndrome

 

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