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Shuttlecocks_Yonex_Aerosensa_20.jpg Der im Badminton verwendete Ball wird allgemein als Shuttlecock bezeichnet - es gibt zwei Arten:

  • Nylonbälle
  • Federbälle

Nylonbälle


Bei den Nylonbällen gibt es Ausführungen für drei verschiedene Geschwindigkeiten, die durch einen Farbring am Korkfuß des Balles gekennzeichnet werden: 'rot' kennzeichnet die höchste Fluggeschwindigkeit, 'blau' ist medium, und Bälle, deren Banderole 'grün' ist, sind die langsamsten. Im deutschen Wettkampfwesen wird bis zur zweitniedrigsten Klasse (siehe Badminton-Spielklassen) verpflichtend mit Nylonbällen gespielt. In den Klassen darüber werden Federbälle eingesetzt.

Federbälle


Federbälle wiegen zwischen 4,74 und 5,50 Gramm, haben einen Fuß aus einer Kork-Kunststoff-Mischung und besitzen 16 echte gestutzte Federn. Teure Sorten besitzen noch einen Naturkork, der vornehmlich aus Portugal stammt. Dieser Kork treibt den Preis jedoch kräftig in die Höhe. Naturfederbälle sind teilweise in Handarbeit hergestellt – was den Preis rechtfertigt.

Es werden nur Gänse- und Entenfedern verarbeitet. Gänsefedern sind die hochwertigeren Produkte, brechen aber leichter im Federkiel. Entenfedern sind im Kiel stabiler, jedoch haben die Federstrahlen eine schlechtere Haltbarkeit und der Ball franst aus. Für Naturfederbälle werden nur die Deckfedern benutzt, die als Abfallprodukt, z. B. aus der Fleischindustrie, entstehen. Es werden also keine Tiere für Federbälle getötet.

Factory1-2.jpgFaktoren wie z. B. Lagerung der Bälle, Luftfeuchtigkeit, Umgebungstemperatur, Federdicke und Korkgewicht lassen in der Regel kein einheitliches Flugverhalten zu. Die Naturfederbälle werden deshalb von den Herstellern mit Hilfe von Ballmaschinen getestet. Je nach Fluglänge und Flugstabilität werden die Bälle den Geschwindigkeiten und Qualitäten zugeordnet. In Mitteleuropa ist die Geschwindigkeit 77 am gängigsten.

Je kälter die Halle ist, desto höher sollte die Geschwindigkeit sein:

  • 26°-30° Celsius: Geschwindigkeit 76
  • 20°-25° Celsius: Geschwindigkeit 77
  • 14°-19° Celsius: Geschwindigkeit 78

Zur Feststellung der Flugeigenschaften wird daher vor jedem Spiel der Ball durchgeschlagen. Dass heißt, der Ball wird mit einem "genügend kräftigen Unterhandschlag" von der hinteren Aufschlaglinie des Feldes in die gegenüberliegende Feldhälfte geschlagen und die Flugweite analysiert. Fliegt der Ball dabei weiter als allgemein üblich (ca. 1 Meter hinter die vordere Aufschlaglinie), wird der Ball nach Verständigung mit dem Gegner durch ein Knicken der Federn an deren oberen Ende verlangsamt. Für das Knicken gibt es verschiedene Algorithmen:

  • jede Feder knicken
  • jede vierte Feder NICHT knicken
  • jede zweite Feder knicken
  • jede vierte Feder knicken

Prinzipiell gilt aber, dass ein geknickter Ball schneller kaputt geht als ein unveränderter Ball. Aus diesem Grunde sollten lieber gleich Bälle mit der richtigen Geschwindigkeit gekauft werden.

Die Geschwindigkeit, die solch ein Ball im Spiel erreichen kann, liegt bei ca. 290 km/h (ähnlich der Geschwindigkeit eines Aufschlages beim Tennis) und in einem typischen Doppel kann der Ball mitunter in 20 Sekunden schon 40 bis 50 mal geschlagen werden.

Sportgerät

Shuttlecock | Volano (sporto)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Shuttlecock".

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