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Der Name Shooto wird aus den japanischen Begriffen "shu" und "to" gebildet und bedeutet frei übersetzt "Kämpfen lernen". Shooto ist eigentlich der Eigenname einer Vale tudo, Veranstaltungsserie und Organisation wird aber heute in Japan als ein eigenständiger Mixed Martial Arts- Kampfsport begriffen.

Geschichte


Die Shooto Organisation wurde 1984 von dem bekannten Wrestling-Star Satoru Sayama, genannt die "Tiger-Maske" ins Leben gerufen. Seit 1986 werden unter dem Markennamen Shooto regelmäßig MMA-Turniere nach einem speziellen Regelwerk abgehalten. Dabei wird in Anfänger (Amateure), Fortgeschrittene (Semi-Professionals) und Profis (Professionals) unterschieden.

Regeln und Verletzungsschutz


Im Unterschied zum traditionellen Vale tudo werden beim Shooto vergleichsweise dicke Faustschützer während des Kampfes getragen. Auch sind besonders verletzungsgefährliche Angriffe wie beispielsweise Ellenbogenstöße und Ellenbogenschläge, Tritte und Knie zum Kopf eines am Boden liegenden Gegners, Kopfnüsse (Headbutts), das Angreifen der Augen und/oder der Genitalien, das Beißen und Reißen an den Ohren oder der Nase verboten.

Ansonsten sind beim Shooto alle Schlag- und Tritttechniken, sowie der Einsatz von Kniestößen, das Würgen und Hebeln das Gegners ist erlaubt. Charakteristisch für MMA- bzw. Shooto Kämpfe ist, dass sich der Kampf sowohl im Stehen als auch auf dem Boden abspielt. Anders als bei vielen anderen Vale tudo Veranstaltungen - gibt es beim Shooto neben der Möglichkeit, den Kampf zu gewinnen indem man dem Gegner durch Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zwingt oder ihn per K.O. kampfunfähig zu machen - auch die Möglichkeit per Punktentscheidung zu gewinnen. Oft werden Kämpfe auch für unentschieden erklärt.

Da durch die dicken Faustschützer K.O.s schwieriger sind (jedoch immer noch einfacher als beim Boxen) - bewegen sich viele Shooto Kämpfe - insbesondere die leichteren Gewichtsklassen unter 70 kg - auf einem sehr hohen technischen Niveau.

Seit Ende der 90er Jahre gibt es auch eine verschiedene Frauen MMA-Veranstaltungen auf denen die Kämpferinnen nach dem Shooto-Regelwerk gegeneinander kämpfen.

Shooto in Europa


Das Shooto erfreut sich in Europa und insbesondere Skandinavien seit einigen Jahren einer rasant anwachsenden Beliebtheit, nicht zuletzt auch deshalb, weil der TV-Sender Eurosport seit Sommer 2005 einige Shooto-Veranstaltungen überträgt.

Shoot-Boxing und Shootfighting


Aus dem Shooto sind in den letzten 15 Jahren das Shootfighting und Shoot-Boxing entstanden. Während das Shootfighting dem Shooto sehr ähnlich ist (lediglich das Regelwerk ist anders) - so unterscheidet sich das Shootboxing erheblich vom eigentlichen Shooto.

Beim Shootboxing ist alles erlaubt was auch beim Shooto im Standkampf erlaubt ist. Es darf geschlagen und getreten werden. Auch Hebel- und Würgegriffe sind im Stehen erlaubt. Der Gegener darf zwar auch zu Boden geworfen werden - jedoch gibt es beim Shootboxing keinen Bodenkampf. Gekämpft wird mit Boxhandschuhen. Das Shootboxing ist daher eher als eine Variante des Kickboxen oder Thaiboxen zu bewerten und keine Mixed Martial Arts.

Weblinks


Kampfsport

Shooto | Shooto | 修斗 | Shootfighting

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Shooto".

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